Die Gemeinde Harztor ist eine Landgemeinde im nördlichen Landkreis Nordhausen im Freistaat Thüringen, die am 1. Januar 2012 durch den Zusammenschluss der vormaligen Gemeinden Ilfeld und Niedersachswerfen entstanden ist.StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2012

Geographie Lage Harztor befindet sich im äußersten Norden Thüringens, hier ist der nördlichste Punkt des Freistaates. Die Gemeinde befindet sich etwa neun Kilometer nördlich der Kreisstadt Nordhausen. Nachbargemeinden sind in Thüringen Ellrich und Nordhausen. Im Norden der Gemeinde schließt sich Oberharz am Brocken an und im Osten Südharz, beide in Sachsen-Anhalt.

Gemeindegliederung Die Landgemeinde besteht aus den Ortsteilen: Harzungen Herrmannsacker mit Sägemühle Ilfeld mit Birkenmoor, Hufhaus, Netzkater und Wiegersdorf Neustadt/Harz Niedersachswerfen Osterode Sophienhof

Geschichte mini|links|hochkant|Evangelische Kirche St. Johannis-Pauli in Niedersachswerfen (Harztor)Ursprünglich bestanden Pläne, alle sechs Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/Südharz zu einer Landgemeinde zusammenzuschließen. Nach Vorbehalten in der Gemeinde Neustadt/Harz trieben die Gemeinderäte von Ilfeld und Niedersachswerfen ab Januar 2011 die Idee der Bildung einer Landgemeinde aus nur zwei Gemeinden voran. Am 30. März 2011 stimmte der Gemeinderat von Niedersachswerfen dem Fusionsvertrag zu, am 5. April 2011 folgte der Gemeinderat von Ilfeld.

Als Name der neuen Landgemeinde war ursprünglich Hohnstein vorgesehen. Er wurde später auf Südharz geändert. Wegen der Namensgleichheit zur Gemeinde Südharz (Sachsen-Anhalt) wurde auch dieser Name vom Thüringer Innenministerium verworfen und der Doppelname Ilfeld-Niedersachswerfen in das Gesetzgebungsverfahren eingebracht.Thüringer Gesetz zur freiwilligen Neugliederung kreisangehöriger Gemeinden im Jahr 2011. Gesetzentwurf vom 28. Juni 2011 (PDF; 227 kB) In einer BürgerbefragungMehrheit will „Harztor“ als Namen für neue Landgemeinde, in: Thüringer Allgemeine, 2. November 2011 sprachen sich die Einwohner der beiden Gemeinden mehrheitlich für den Namen Harztor aus. Der Zusammenschluss sollte ursprünglich bereits am 1. Dezember 2011 erfolgen, wurde aber um einen Monat verschoben.

Eingemeindungen Zum 6. Juli 2018 wurden die Gemeinden Harzungen, Herrmannsacker und Neustadt/Harz eingemeindet, wodurch die Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/Südharz aufgelöst wurde.Thüringer Gesetz- und Verordnungsblatt Nr.7 2018 vom 5. Juli 2018, aufgerufen am 6. Juli 2018

Einwohnerentwicklung Jahr 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Einwohner 6081 6050 6067 6059 6060 5995 7588 7577 7543 7476 7405 7406 7306 Datenquelle: ab 1994 Thüringer Landesamt für Statistik – Werte vom 31. Dezember

Politik Gemeinderat Die Kommunalwahl am 26. Mai 2024 führte zu folgendem Ergebnis für die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Parteien und Wählergemeinschaften Stimmenanteil ± %p Sitze ± BF-UWL Bürgerforum–Unabhängige Wählerliste 50,0 % + 6,7 11 + 2 CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 40,2 % − 2,0 8 ± 0 Linke Die Linke6,4 % + 6,41 + 1 Grüne Bündnis 90/Die Grünen 3,4 % − 2,0 0 − 1 SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands n. a. − 5,9 – − 1 FDP Freie Demokratische Partei n. a. − 3,2 – − 1 Gesamt 100 20 Wahlbeteiligung: 55,2 %

Bürgermeister Seit 2012 ist Stephan Klante (BF-UWL, ehemals CDU) Bürgermeister von Harztor. Von 2014 bis 2022 war er außerdem Mitglied des Kreistags. Er wurde zuletzt 2024 mit 97,5 Prozent der Stimmen wiedergewählt.

Verkehr Harztor liegt an der Bundesstraße 4 und besitzt mehrere Bahnstationen – eine an der Südharzstrecke (Niedersachswerfen) und mehrere an der Harzquerbahn (Niedersachswerfen Herkulesmarkt, Niedersachswerfen Ost, Ilfeld, Ilfeld Neanderklinik, Ilfeld Bad, Netzkater, Bahnhof Eisfelder Talmühle, Tiefenbachmühle und Sophienhof). In Niedersachswerfen und Ilfeld verkehrt zudem die Straßenbahnlinie 10 nach Nordhausen.

Weblinks

Website der Gemeinde Harztor

Einzelnachweise

Kategorie:Landgemeinde in Thüringen Kategorie:Gemeindegründung 2012