Das Städtische Theodolinden-Gymnasium (TLG) ist ein Gymnasium in München-Harlaching. Es trägt diesen Namen nach der bayerischen Herzogin und Königin der Langobarden Theodolinde seit dem Jahr 1960.

Lage und Geschichte Die Schule ist aus dem früheren Städtischen Mädchen Realgymnasium hervorgegangen, das im Jahr 1939 gegründet wurde, nachdem die seit 1843 von den Armen Schulschwestern von unseren lieben Frau geführte Mädchenschule (Angerkloster) auf Druck der nationalsozialistischen Führung seit 1936 sukzessive ihren Dienst einstellen musste. Im Jahre 1956 bezog die Schule das auch heute noch genutzte Gebäude am Staudengarten. Seit 1977 wird das bis dahin nur Mädchen vorbehaltene Realgymnasium koedukativ geführt. Seit 1999 ist das Theodolinden-Gymnasium Partnerschule des Leistungssports mit jeweils einer Sportklasse pro Jahrgang.

Die Schulgebäude liegen auf einem weitläufigen Gelände, auf dem sich auch die Grundschule an der Rotbuchenstraße befindet. Das Gebäude wurde 1935/36 als Schule für die zeitgleich entstandenen Wohnsiedlungen an der Grünwalder und Naupliastraße erbaut und nach dem 1935 verstorbenen nationalsozialistischen Kultusminister Hans Schemm benannt. Nach dem Krieg wurden die unzerstörten Gebäude von den US-Amerikanern requiriert und erst 1956 der Stadt zurückgegeben.Geschichte der SchuleGisela Graßl, Die Entstehung unserer Schule, in: Andrea Haunschild u. a. (Hrsg.), 50 Jahre Theodolinden-Gymnasium München, Festschrift und Jahresbericht, München 1989, S. 7f Die Schule erhielt im Jahr 2008 eine schuleigene Mensa. Die neue Sporthalle wurde 2015 fertiggestellt. Die Planungen für einen notwendigen Erweiterungsbau wurden 2025 eingestellt und ruhen bis mindestens 2028.

Ausbildungsrichtungen und Sprachenfolge Sprachliches Gymnasium (SG): Englisch (ab 5. Kl.), Latein (ab 6. Kl.), Französisch (ab 8. Kl.) Sozialwissenschaftliches Gymnasium (SWG): Englisch (ab 5. Kl.), Französisch (ab 6. Kl.), Sozialkunde und Sozialwissenschaftliche Grundbildung (ab 8. Kl.) Sportwissenschaftliches Gymnasium (Fußball): Englisch (ab 5. Kl.), Französisch (ab 6. Kl.), Sport und Sporttheorie als Profilfach (ab 8. Kl.) In der 11. Jahrgangsstufe kann die zweite Fremdsprache durch die spätbeginnende Fremdsprache Russisch oder Französisch ersetzt werden, die dann bis zum Abitur gewählt werden muss.

Pädagogische Angebote offene Ganztagsbetreuung bis 16.15 Uhr (Mo–Do) Mittagessen in der schuleigenen Mensa qualifizierte Hausaufgabenbetreuung bzw. Förderunterricht durch Lehrkräfte der Schule (Klassen 5–8) mehrwöchige Betriebspraktika (10) bzw. Trainerlehrgänge (Kl. 10 und 11) Austauschprogramme mit Frankreich, Italien, Russland und Schottland Schulbibliothek mit eigener Bibliothekarin zwei Theatergruppen

Besonderheiten Russischunterricht für Anfänger (als Rezeptivkurs) und Muttersprachler bis hin zur Abiturprüfung Einführungsklasse in der 11. Jahrgangsstufe für Absolventen mit mittlerem Schulabschluss Partnerschule des TSV 1860 München, SpVgg Unterhaching, FC Bayern MünchenSchulhomepage dazu, Abruf am 26. November 2025 und vom DFB als Eliteschule des Fußballs zertifiziert.

Bekannte Absolventen Adrian Fein (* 1999), Fußballspieler Philipp Franck (* 2001), Schauspieler Ludwig Hoegner (* 1979), Photogrammeter und Informatiker Collin McMahon (* 1968), Autor, Drehbuchautor und Übersetzer Maximilian Wittek (* 1995), Fußballspieler Markus Ziereis (* 1992), Fußballspieler Christopher Schindler (* 1990), Fußballspieler

Weblinks

Website des Theodolinden-Gymnasiums

Einzelnachweise

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