Dampierre-en-Bresse [] ist eine französische Gemeinde in der Region Bourgogne-Franche-Comté im Département Saône-et-Loire. Sie gehört zum Arrondissement Louhans, zum Kanton Pierre-de-Bresse und zum Gemeindeverband Bresse Nord Intercom’. Sie hat Einwohner (Stand ), sie werden Dampierris genannt.

Geografie mini|links|Lage der Gemeinde im Arrondissement Louhans

Lage und Struktur Die Gemeinde liegt im Norden des Arrondissement Louhans, 8,1 Kilometer südsüdwestlich des Kantonshauptortes Pierre-de-Bresse und 28,9 Kilometer nördlich von Louhans-Châteaurenaud. Sie liegt südlich der Gemeinde Saint-Bonnet-en-Bresse, im Osten grenzt sie an La Chapelle-Saint-Sauveur und im Südosten beginnt Mervans, das zudem an den gesamten Süden anstößt und im Westen liegt die Gemeinde La Racineuse.

Die Gemeinde liegt in der Landschaft der Bresse bourguignonne.

Die Gemeinde wird durch INSEE eingestuft als «ländliche Gemeinde mit weit verstreuter Besiedlung». Lediglich etwa 10 % der Bevölkerung lebt im Bourg, die restlichen 90 % in den Weilern und in Einzelsiedlungen.

Die Gemeinde weist 232 Hektar bewaldete Flächen auf, was 21,0 % der Gemeindefläche entspricht. Die Bewaldung setzt sich zusammen aus 48 % Laubwald und 51 % Eichen- und Buchenwald. Die bewaldeten Flächen liegen vor allem im Osten der Gemeinde – Bois des Vaux, Bois de Montcornot –, kleinere Flächen im Süden – Bois de la Sablonnière – und Nordwesten – Les Vernes, Les Piochis.

In der Gemeinde werden 711,5 Hektar (etwa 64,1 %) als landwirtschaftlich genutzte Flächen deklariert, davon werden 2 Hektaren als Bioanbau anerkannt. Rund 16 % des Landwirtschaftslandes wird permanent als Wiese genutzt, auf 8 % wird Raps, auf 25 % wird Weichweizen und auf rund 30 % Körner- und Silomais angebaut.

Gewässer An stehenden Gewässern finden sich im Gemeindegebiet drei benannte Étangs, nebst etwa 7 kleineren, namenlosen Weihern. Die Gesamtfläche der Stillgewässer macht etwa 10 Hektar (etwa 1 % des Gemeindegebietes) aus.

An fließenden Gewässern ist als wichtigstes La GuyotteLa Guyotte, Länge 41,1 km, Zufluss zum Doubs, Quelle bei in Saint-Usuge auf ca. 205 m, Mündung bei in Navilly auf ca. 175 m, La Guyotte auf sandre.eaufrance.fr zu nennen. Sie fließt von Süden her, aus der Gemeinde Mervans, und bildet praktisch die ganze Westgrenze als natürlicher Grenzverlauf, bis sie einen Kilometer westlich des Weilers Le Grand Breuil nach Osten abbiegt. Sie durchfließt den Weiler und nach etwa 800 Metern nordöstlich verlässt sie die Gemeinde Richtung Saint-Bonnet-en-Bresse.

Vom Weiler Devant les Vaux im Osten fließt der Ruisseau de GrangeRuisseau de Grange, Länge 5,73 km, Zufluss zur Guyotte, Quelle bei in La Chaux auf ca. 205 m, Mündung bei in Saint-Bonnet-en-Bresse auf ca. 181 m, Ruisseau de Grange auf sandre.eaufrance.fr von La Chapelle-Saint-Sauveur her in die Gemeinde, bildet die nördliche Gemeindegrenze und speist den Mühlenteich der Moulin de Grange. Auf seinem weiteren Weg nimmt er den Bief des Étang Jean Truhey auf und mündet an der Grenze zu Saint-Bonnet-en-Bresse in La Guyotte.

Im Südosten entspringt ein Bief, der nach Norden fließt und bei Devant les Vaux in den Ruisseau de la Grange mündet. Er entwässert den Étang Oudot und seinen namenlosen größeren Bruder.

Ganz im Süden, bei der Motte Trénard beginnt ein Étanggürtel mit vier Etangs. Der vierte Étang ist der Étang de la Sablonnière, der bereits auf dem Boden von Mervans liegt. Die Étangs werden bedient durch den Bief de la Sablonnière, der zum Teil die Südgrenze der Gemeinde bildet und etwas südwestlich des Weilers Champagne in die Guyotte mündet.

Schließlich findet sich noch ein kleiner Wasserlauf aus dem Fischteich der Gemeinde Dampierre-en-Bresse. Er fließt aus dem Bourg Richtung Westen und mündet nordwestlich des Weilers Champagne in die Guyotte.

Verkehrswege Aus dem Bourg verläuft die Départementsstraße D204 in nordwestlicher Richtung nach La Racineuse. Sie endet letztlich in Thurey. Ganz im Süden der Gemeinde bildet die D313 einen Teil der Gemeindegrenze zu Mervans und führt über 1,4 Kilometer über das Gemeindegebiet, streift jedoch einzig den Weiler Champ Renaud. Erschließungen mini|Starkstrommast der Freileitung 63 kV Champ Fournier – NavillyDurch die Gemeinde verläuft eine Hochspannungsleitung mit der Bezeichnung Ligne aérienne 63kV N° 1 Champ-Fournier – Navilly mit einer Spannung von 63 kV. Die Leitung kommt von Mervans, erreicht die Gemeinde im Südwesten bei Le Cul du Bois des Nuds, verläuft nordnordöstlich (20°) für 540 Meter, anschließend nach Norden (0,7°) bis Les Vernes, wo sie die Gemeinde nach Saint-Bonnet-en-Bresse verlässt. Auf Gemeindegebiet ist die Leitung 3,03 Kilometer lang und wird von 9 Starkstrommasten (Pylône électrique trois triangles - Dreiecks-Gittermast) getragen.

Weiler und Fluren Zur Gemeinde gehören folgende Weiler und Fluren: Le Borgeot, Le Breuil, Cailloux, Champagne, Champ-Renaud, La Chize, Cholot, En-Haut, L’Étang-Monard, Grange, Haut-de-Grange, La Motte-Trenard, le Palanchat, Le Petit-Breuil, La Picardière, le Roselay, Le Saumon, La Siceigne, les Vaux, Les Yvolots. Höhenprofil mini|400pxDie Guyotte ist eines der wenigen natürlichen Gewässer in der Bresse. Sie fließt von Süden nach Norden und hat ein ausgeprägtes Flusstal gebildet, das im Profil den tiefsten Punkt der Gemeinde darstellt. Es folgt eine Anhöhe mit dem Weiler Le Petit Breuil, gefolgt von einer natürlichen Senke, in der die Départementsstraße D204 verläuft. Es folgt ein Anstieg, in dem der Bourg liegt und etwas höher das alte Schloss La Picardière. Kurz nach dem höchsten Punkt verläuft die Départementsstraße D313. Entlang der Gemeindegrenze fließt ein ehemaliger Bief, ein künstlich angelegtes Gewässer, dem heute keine Aufgabe mehr zukommt, da seine Étangs aufgelassen wurden.

Klima Das Klima in Dampierre-en-Bresse ist warm und gemäßigt. Es gibt das ganze Jahr über deutliche Niederschläge, selbst der trockenste Monat weist noch hohe Niederschlagsmengen auf. Die Klassifikation des Klimas nach Köppen und Geiger ist Cfb ((Gemäßigtes) Ozeanklima). Die Temperatur liegt im Jahresdurchschnitt bei 12,0 °C. Der wärmste Monat ist der Juli mit einer Durchschnittstemperatur von 21,2 °C, der kälteste der Januar mit 3,3 °C. Über ein Jahr verteilt summieren sich die Niederschläge auf 1081 mm, dabei ist der November mit 117 mm der niederschlagsreichste, während Juli als trockenster Monat 72 mm aufweist. Über das ganze Jahr werden etwa 2764 Sonnenstunden gezählt.

Toponymie Der Ort wird erstmals erwähnt im Jahre 1209 als Donperre. Der Name geht auf Domnus Petrus (lateinisch Heiliger Petrus: Dominus = Herr, auch im Sinne von Heiliger – Petrus = Stein, Fels, Name des Jüngers Jesu) zurück, eine Ortsbezeichnung, die im heutigen Frankreich über 50-mal vorkommt.

Geschichte Die Herrschaft wurde 1433 erworben durch Nicolas Rolin und ging nach seinem Tod 1461 an seine Witwe Guigone de Salins über. Ende des 17. Jahrhunderts ging die Herrschaft über an die de Bataille de Mandelot und zu Beginn des 18. Jahrhunderts an die Esmonin und an die de Thiard. Das Schloss de la Picardière wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts durch die Familie Bataille de Mandelot erbaut, wurde jedoch gegen 1920 zerstört, die Nebengebäude gegen 1980. Das Baumaterial wurde für den Bau der heutigen Gebäude verwendet. Im Weiler Cailloux wurden Reste einer Römerstraße entdeckt, sie war vollständig aus Sand erbaut und dürfte verhältnismäßig spät als Verbindung zwischen La Chaux und Mervans erstellt worden sein. Heute entspricht die Départementsstrasse D131 dieser Trasse.

Die heutige Kirche datiert aus dem 18. Jahrhundert und ist ebenfalls dem Petrus geweiht, 1879 wurde die Mairie-École erbaut, die Mädchenschule 1905 und das Pfarrhaus 1889. Vor dem Schulhausbau wurden die Mädchen durch die Schwestern unterrichtet, die im Ortszentrum ein Haus besaßen. 1988 bestanden noch 14 Landwirtschaftsbetriebe. Die Herren von Dampierre Dampierre gehörte zur Baronie von Mervans, Vasallen waren die Fyot de la Marche.Die Herren von La Chaux waren lange Zeit auch die Herren von Dampierre. 1730 war François Bataille, Écuyer, der Bruder des Herrn von la Chaux, Herr von Dampierre. Ihm folgte 1760 Henri, Marquis de Bataille. 1765 war das Lehen im Besitz von Antoine Esmonin, Ritter, Herr de la Palud, zusammen mit den Weilern les Vaux, Trenard, la Vesvre und le Breuil.

Mit der Französischen Revolution 1789 wurden die Vorrechte des Adels abgeschafft, sie behielten lediglich noch ihre Titel.

Heraldik Seit dem 10. Juli 1991 benutzt die Gemeinde Dampierre-en-Bresse das Wappen, das ehemals von Guigone de Salins-la Tour, der Gattin von Nicolas Rolin, getragen wurde. Sie war im 15. Jahrhundert Herrin von Dampierre-en-Bresse. Blasonierung: In Blau ein dreifach bezinnter Turm in Gold, Mauerwerk, Tür und Maueröffnungen in Schwarz. Das Wappen ist sichtbar auf einem Stein beim Eingang zur Mairie und wird auf offiziellen Briefköpfen der Gemeindeverwaltung benutzt.

Bevölkerung mini|Sankt Peterskirche von Dampierre-en-Bresse mini|Kirche von Dampierre-en-Bresse mini|Steinkreuz am Straßenrand der Rue de la Picardière im Wald

+ Bevölkerungs- und Wohnstruktur Bevölkerungsstruktur Anzahl Einwohner männlich weiblich davon Ausländer Anteil %1738291148,1

Die Bevölkerungsstruktur weist einen Überhang zugunsten der Frauen auf, die 52,3 % der Bevölkerung ausmachen, wobei 32 % der Bevölkerung jünger als 45 Jahre sind und 49 % der Einwohner älter als 60 Jahre und damit im Rentenalter. Wohnstruktur Anzahl Wohneinheiten davon Häuser Wohnungen Sonstige Zu-/Abnahme seit 19991211174+23,5 % = 23 WE davon Hauptwohnsitz 95Zweit- oder Ferienwohnsitz12vakant14

Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen, Betriebe, Ladengeschäfte und Einrichtungen

In der Gemeinde befinden sich nebst Mairie und Kirche folgende Unternehmen nach Branchen: +Wirtschaftlich aktive Betriebe in der Gemeinde nach Branchen (31.12.2023) Branche Anzahl BetriebeIndustrie und verarbeitendes GewerbeBaugewerbeGroß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie2Information und KommunikationFinanz- und VersicherungsdienstleistungenGrundstücks- und WohnungswesenFreiberufliche, wissenschaftliche und technische DienstleistungenÖffentliche Verwaltung, Unterricht, Gesundheits- und SozialwesenSonstige DienstleistungenLand- und Forstwirtschaftsbetriebe1 In der Gemeinde befinden sich keine Ladengeschäfte oder Handwerksbetriebe. Für die Güter des täglichen Bedarfs versorgen sich die Einwohner in Mervans oder Saint-Germain-du-Bois.

Geschützte Produkte in der Gemeinde Als AOC-Produkte sind in Dampierre-en-Bresse Volaille de Bresse und Dinde de Bresse zugelassen.

Bildungseinrichtungen Dampierre-en-Bresse verfügt über keine eigenen schulischen Einrichtungen. Die Kinder werden in Schulen der umliegenden Gemeinden ausgebildet. Öffentlicher Verkehr Es besteht keinerlei Anbindung an den Öffentlichen Verkehr in der Gemeinde.

Literatur

Weblinks

Siehe auch Geschichte der Bresse Römerstraßen in der Bresse Bresse, Geografie, Geomorphologie, Wirtschaft Bresse bourguignonne, Beschreibung der Bresse als Naturlandschaft Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Bourgogne-Franche-Comté