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Diese Liste gibt den Fortschreibungsstand vom 16. April 2020 wieder und enthält 108 Baudenkmäler.
Ensembles Ensemble Altstadt Röttingen Das Ensemble umfasst das Stadtgebiet innerhalb der Befestigungsmauer des 14./15. Jahrhunderts mit Einschluss der Grabenzone und des Vorfeldes im Osten und Süden mit Friedhof und Gartenanlagen. – Der 1114 erstmals genannte Ort am Zusammenfluss von Rippach und Tauber ist der Burg Brattenstein zugeordnet. Ältester Teil der Siedlung ist wohl das nördliche Gebiet um die Obergasse. Für das 12. Jahrhundert lässt sich hypothetisch eine Ausdehnung des möglicherweise bereits befestigten und stadtähnliche Züge tragenden Gemeinwesens bis zum Marktplatz nach Süden und zu einer Linie jenseits der Kirchgasse nach Westen annehmen. Der im Kern ins 13. Jahrhundert zurückreichende Hohe Bau wäre demnach ursprünglich außerhalb der Stadt in der Flussniederung gelegen, was seiner vermuteten Eigenschaft als eigenbefestigtes Weiherhaus entsprechen würde. Die Vergrößerung der Stadt auf den heutigen Umfang erfolgte wahrscheinlich in zwei Phasen: Ende 13./Anfang 14. Jahrhundert unter der Herrschaft der Hohenlohe Anlage des Marktplatzes und Erweiterung nach Süden bis zum Flusslauf bei streng rechtwinkliger Anordnung der Nebengassen; Mitte 15. Jahrhundert – der Ort befand sich damals bereits in würzburgischem Besitz – Vorverlegung der Mauer nach Westen zur Einbeziehung von Burg und Spital. – Die Hauptstraße durchzieht den Ort im Zuge der Taubertalstraße und erweitert sich in ihrer Mitte zum langrechteckigen Marktplatz; hier zweigt eine Querverbindung zum Tauberübergang ab (Dreitorestadt). Das nördliche, am Hang leicht ansteigende Stadtgebiet weist kurvige Gassenführungen auf; hier befindet sich die spätromanische Pfarrkirche, ursprünglich wohl im befestigten Eigenbezirk. Burg und Spital, in der äußersten südwestlichen Spitze, sind dem Stadtverband nur lose integriert. – Mit Ausnahme des vom barocken Rathaus beherrschten Marktplatzes, wo geschlossene Giebelhausreihung vorherrscht, bleibt die Bebauung ackerbürgerlich locker. Das Ortsbild erscheint auf Grund vielfacher Auswechselungen in der Substanz bereits stark geschwächt. Aktennummer: E-6-79-182-1.
Stadtbefestigung Röttingen mit Burg Brattenstein Die Stadtbefestigung von Röttingen wurde erstmals bereits 1275 erwähnt. Aus dieser Frühzeit sind noch einige nördliche Mauerabschnitte sowie das Jakobstor erhalten. Im 2. und 3. Drittel 14. Jahrhundert ist der Berings an der Nord-, Ost- und Südseite erweitert worden. Nach 1438 wurde der Bering nach Südwesten unter Einbeziehung der Burg Brattenstein und des Spitals erweitert. Der Graben an der Südseite ist erhalten und wird als Mühlgraben benutzt. An der West- und Nordseite ist der Graben teilweise verrohrt, an der Nordseite zugeschüttet und durch die Eisenbahntrasse ersetzt. Mauer und Türme sind sämtlich aus Muschelkalkhaustein erbaut. Von den ehemals 14 Türmen und drei Tortürmen haben sich fünf Türme sowie zwei Tortürme erhalten. Beginnend am Alten Hundheimer Turm im Südwesten sind im Uhrzeigersinn folgende Bestandteile der Stadtbefestigung vorhanden. Aktennummer: D-6-79-182-2. Hauptstraße 2 (): Alter Hundheimer Turm, ehemaliger Torturm, rechteckiger Turm mit Krüppelwalmdach und Fachwerkgiebel, durch einen Wehrgang mit dem Hundheimer Torturm verbunden (D-6-79-182-2) Hauptstraße 2 (): Hundheimer Torturm oder Neutor, Torturm, rechteckiger, viergeschossiger Massivbau mit Fachwerkobergeschoss und Erker, 2. Hälfte 15. Jahrhundert, sowie Mansardwalmdach, 18. Jahrhundert (D-6-79-182-13) Bad Mergentheimer Straße 2, an der Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Lagerweg 2: Burg Brattenstein, Vierecksanlage, ehemals Sitz der Herren von Hohenlohe, erstmals 1230 urkundlich erwähnt, seit 1345 im Besitz des Hochstifts Würzburg, im 16. Jahrhundert Sitz des fürstbischöflichen Amtsmannes, im 19. Jahrhundert Rentamt, heute Freilichtbühne und Museum (D-6-79-182-23) Lagerweg 2 (): Burg Brattenstein, Westflügel, dreigeschossiger Hausteinmauerwerksbau mit Halbwalmdach und Fachwerkgiebel, im Kern 13. Jahrhundert, im 17. und 19. Jahrhundert stark verändert (D-6-79-182-23) Lagerweg 2 (): Burg Brattenstein, Ostflügel, ehemals Zehntscheune, dreigeschossiger Hausteinmauerwerksbau mit Satteldach, im Kern 13. Jahrhundert, im 17. und 19. Jahrhundert überformt, Teileinsturz, 1971 (D-6-79-182-23) Herrnstraße 1, an der hinteren Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Herrnstraße 11, an der hinteren Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-27) Herrnstraße 13, an der hinteren Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Herrnstraße 15, an der hinteren Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Herrnstraße 17, an der hinteren Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-29) Herrnstraße 19, an der hinteren Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-30) Obergasse 3, an der hinteren Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Obergasse 5, an der hinteren Grundstücksgrenze (): Sogenannter Schweinehirtenturm, rechteckiger Turm mit Walmdach, 14. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Obergasse 7, an der hinteren Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Obergasse 9, an der hinteren Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Obergasse 11, 13, 15, an der hinteren Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Obergasse 17, an der hinteren Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Erbsengasse 1, an der hinteren Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2)
Erbsengasse 3 (): Torturm, sogenanntes Jakobstor, rechteckiger Massivbau mit Walmdach, Haustein und Buckelquader, Südseite Fachwerk, 13./14. Jahrhundert (D-6-79-182-1) Erbsengasse 5, an der hinteren Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Erbsengasse 6, an der hinteren Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Erbsengasse 7, an der hinteren Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Erbsengasse 9, an der hinteren Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Erbsengasse 9 (): Sogenannter Schneckenturm, halbrund mit Kegeldach, 14. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Erbsengasse 11, am östlichen Straßenrand (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Erbsengasse 12, am östlichen Straßenrand (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Erbsengasse 14, an der Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Erbsengasse 16 (): Sogenannter Rippacher Turm, halbrund, mit leicht auskragendem Obergeschoss und Kegeldach, 14. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Obergasse 31, an der Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Obergasse 33, an der Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-64) Obergasse 35, an der Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Obergasse 37, an der Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Hauptstraße 31, an der Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2)
Das Tor in der Hauptstraße ist abgegangen. Südlich der Hauptstraße verläuft die Stadtmauer wie folgt: Hauptstraße 28, an der Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Untergasse 3, 5, 7, an der Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Untergasse 9, 11, 15, 17, 19, an der Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Mauer zwischen Untergasse und 23 abgegangen Untergasse 23, 25, 27, an der Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Untergasse 29, an der Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Untergasse 31, an der Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Untergasse 33, an der Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Untergasse 35, 37, an der Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 14./15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Untergasse 39, an der Grundstücksgrenze (): Sogenannter Mühlenturm, Rundturm mit Kegeldach, 14. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Hauptstraße 4, an der Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 15. Jahrhundert (D-6-79-182-2) Hauptstraße 3, an der Grundstücksgrenze (): Stadtmauer, 15. Jahrhundert (D-6-79-182-2)
Baudenkmäler nach Gemeindeteilen
Röttingen
Aufstetten
Strüth
Ehemalige Baudenkmäler
Abgegangene Baudenkmäler
Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Röttingen
Anmerkungen
Literatur Die Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern. III. Regierungsbezirk Unterfranken und Aschaffenburg, Band 1: Bezirksamt Ochsenfurt. Bearbeitet von Hans Karlinger, 1911. Nachdruck ISBN 3-486-50455-X und vollständig bei:
Weblinks
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Einzelnachweise
Rottingen ! Baudenkmaler Rottingen