Der Leuchtturm Großer Vogelsand stand von 1973 bis Dezember 2008 an der Südseite der Untiefe Großer Vogelsand, in der südöstlichen Nordsee, im Bereich der Außenelbe.

Bau Der Leuchtturm wurde in den Jahren 1973/1974 für 15 Millionen DM (entspricht heute etwa  Millionen EURDiese Zahl wurde mit der Vorlage:Inflation ermittelt, ist auf volle Millionen EUR gerundet und vergleicht 1974 mit Januar .) errichtet und diente der Markierung der Elbfahrrinne sowie als Sektorenfeuer der Markierung mehrerer Nebenfahrrinnen. Der Leuchtturm trug Leitfeuer, Warnfeuer und Orientierungsfeuer. Er wurde vollautomatisch von Cuxhaven aus per Richtfunk gesteuert.

Insgesamt hatte der Leuchtturm drei Präzisions-Sektorenfeuer, eine Dreh-Optik und eine Gürtel-Optik für mehrere Leit-, Warn- und Orientierungsfeuer. Darüber hinaus gab es eine akustische Warnanlage (Luft-Nebelschallanlage) sowie eine Radarantwortbake.

Aufgrund neuerer technischer Entwicklungen sowie einer Verlagerung der Elbfahrrinne wurde der Leuchtturm Ende der 1990er Jahre überflüssig und 1998 nach 24 Betriebsjahren als Leuchtfeuer abgeschaltet. Das Nebelsignal war noch bis 2004 in Betrieb, auch diente der Turm als Zufluchtsort für Schiffbrüchige.

Das 250 Tonnen schwere Turmoberteil wurde am 16. Dezember 2008 demontiert und nach Bremerhaven verbracht. Nachdem der Maritime Denkmalschutz eine Erhaltung bewirkt hatte, wurde der Kopf 2010 auf dem Hof des Havenhostels aufgestellt (neue Position: 53°33'N/8°34'O) und diente zeitweise der Deutschen WindGuard GmbH zum Üben von Kletterarbeiten. Der ebenfalls abgebaute Turmschaft wurde durch ein Stahlrohr ersetzt, welches bis 2024 als Seezeichen ohne Befeuerung diente.

Zwischen September 2024 und Februar 2025 wurden die noch verbliebenen Überreste des Leuchtturms bis auf eine Tiefe von zwei Metern unterhalb der örtlichen Gewässersohle vollständig zurückgebaut.

+ Aufbau (von oben nach unten; vgl. Foto): Gebäudeteil Außenfarbe Höhe Landedeck für Hubschrauber ⌀ 15 m   +44,95 m Luftdeck mit Antennen für Fernüberwachung und Fernsteuerung rot   Laternendeck mit Lichtprojektoren, Dreh- und Gürteloptik rot   Fernsteuerdeck mit Anlagen zum automatischen, fernüberwachten Betrieb und Unterkunft für Wartungspersonal weiß   Maschinendeck zur Energieversorgung rot   Eingangspodest für Schiffbrüchige (Turm hier ⌀ 3,6 m) rot   Sohlensicherung mittels Senkmatten   −8,50 m Bodenverbesserung durch Grobkornzugabe     Gründungsrohr vollständig ausbetoniert ⌀ 5 m   −37,60 m

Siehe auch Vogelsand (Sandbank)

Literatur

Heinrich Bauermeister, Reinhard Scheiblich: Leuchttürme an deutschen Küsten, 4. Auflage. Hamburg und Bielefeld 2013, ISBN 978-3-89225-689-2.

Einzelnachweise

Weblinks

(Informationen über den Turm.)

Kategorie:Leuchtturm in Schleswig-Holstein Kategorie:Bauwerk (Elbe) Kategorie:Leuchtfeuer (Nordsee) Kategorie:Leuchtturm in Europa Kategorie:Erbaut in den 1970er Jahren Kategorie:Stillgelegtes Leuchtfeuer Kategorie:Verkehrsgeschichte (Schleswig-Holstein) Kategorie:Rundturm Kategorie:Turm aus Metall Kategorie:Verkehrsbauwerk (Nordsee)