mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Rosenthal

Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Rosenthal beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Rosenthal (Bezirk Pankow) mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.

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Überblick Statistisches Der Ortsteil Rosenthal hat Einwohner (Stand: ) und umfasst den Postleitzahlenbereich 13158.

Die Gesamtlänge der für Rosenthal in der amtlichen Straßenliste aufgenommenen 147 gewidmeten Straßen beträgt 54,8 Kilometer. Die neue Benennung von 65 Privatstraßen zu Beginn der 2010er Jahre erhöhte den Rosenthaler Anteil am Pankower Bezirksstraßennetz. Das öffentliche Straßennetz (2011) im gesamten Bezirk ist 613,0 Kilometer lang. Neben dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf (637,6 km) und dem Bezirk Treptow-Köpenick (668,1 km) verfügt der Bezirk Pankow über eines der größten Straßennetze in der deutschen Hauptstadt.Tiefbauamt Pankow Nach dem Flächenanteil besitzt der Bezirk mit mehr als 1050 Hektar sogar das größte Straßennetz,Jahrbuch 2011, S. 380: Länge der öffentlichen Straßen am 1. Januar 2011 nach Bezirken (PDF; 3,9 MB) wobei der Anteil von 10,2 % an der Pankower Bezirksfläche jedoch (nur) den siebten Platz zuweist.

Entwicklung des Straßensystems

mini|hochkant=1.5|Situation von Rosenthal um 1894 (nach Meyers Lexikon) mit den Gemarkungsnamen

Auf der Karte von 1894 finden sich neben der Dorfstraße durch den Ortskern fünf weitere Straßen und ein Weg von Rosenthal weg. Im Zuge der heutigen Mönchmühler Straße führt ein Weg nach Norden (etwas westlich von der Hauptstraße versetzt) in Richtung Blankenfelde durch Rieselfelder. Südwärts geht die Straße geradlinig im Zuge der heutigen Wilhelmsruher Hauptstraße nach Reinickendorf vorbei an der Haltestelle der Berliner Nordbahn (seit 1937: S-Bahnhof Wilhelmsruh). Die Kolonie Wilhelmsruh (der heutige Ortsteil) ist noch Flur, teilweise sumpfiges Gelände. Von der Dorfmitte an der Kirche führt die Schönhauser Straße nach Osten mit Anschluss an Niederschönhausen. Von dieser geht am östlichen Dorfrand der heutige Hauptweg über die damals dorfferne Chaussee (Dietzgenstraße) direkt zur Ortsmitte von Französisch Buchholz (heutiger Rosenthaler Weg). Am südlichen Ortsrand verläuft eine Straße nach Westen. Diese teilt sich in einen südwestlichen Zweig im Zuge des (heutigen) Wilhelmsruher Damms nach Dalldorf (seit 1905: Wittenau), vorbei an der Haltestelle Dalldorf (seit 1912: S-Bahnhof Wittenau) der Nordbahn. Eine nordwestliche Straße (im Lauf der heutigen Quickborner Straße) geht vorbei an der Fasanerie als Straße nach Wittenau.

Während die Ortslage Nordend 1920 zum Verwaltungsbezirk Pankow kam und in den Nachkriegsjahren eine Ortslage von Rosenthal wird, gehörte sie in den 1930er Jahren (politisch) zu Niederschönhausen, dagegen gehörte Wilhelmsruh als vormaliger Teil der Niederbarnimer Gemeinde Rosenthal Anfang der 1930er Jahre zum Verwaltungsbezirk Reinickendorf und kam mit der Gebietsreform 1938 zum Verwaltungsbezirk Pankow, vergleiche dazu den Hinweis im Adressbuch 1933. Auskunft finder sich an den Gemarkungsgrenzen zwischen Blankenfelde, Rosenthal, Niederschönhausen und Wilhelmsruh und damit an den Bezirksgrenzen auf der Übersichtskarte im 1925er Adressbuch.

Heutige Situation Seit den 1990er Jahren besteht das wesentliche Straßennetz im Zuge der Friedrich-Engels-Straße und des Wilhelmsruher Damms in der Verbindung von Niederschönhausen zum Märkischen Viertel. Ergänzt wird dies nach Reinickendorf als Hauptverkehrsverbindung durch den Ortsteil Wilhelmsruh über die Hauptstraße. An das Bundesstraßensystem ist Rosenthal über die Kastanienallee zur Dietzgenstraße (im Zuge der B 96a) angeschlossen, ersatzweise durch die Mönchmühler Straße über Blankenfelde. Andernfalls besteht der Anschluss zur B 96 über den Wilhelmsruher Damm. Der Ausbauzustand der Kastanienallee und der Friedrich-Engels-Straße in den 2010er Jahren ist noch durch die Randlage des Ortsteils bis zum Fall der Berliner Mauer 1989 gekennzeichnet. Einst hatte Rosenthal einen eigenen S-Bahnhof an der Heidekrautbahn, neben Buslinien ist die Verbindung zum Berliner Zentrum durch die Metrotramlinie M1 möglich. Die Friedrich-Engels-Straße (bis 1951 Reichskanzlerdamm) ist seit Ende der 1920er Jahre wesentlich für die Erschließung der Ansiedlung Eigene Scholle bei Berlin-Rosenthal (VI 450)Lieselott Enders, Klaus Neitmann, Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XI Orts- und Personenregister. Heinrich Böhlau, Weimar 1995, ISBN 3-491-91988-6. zuständig gewesen. Der heutige Ausbauzustand als Hauptstraße mit übergeordneter Bedeutung bringt die in den 2010er Jahren beginnenden Ausbauarbeiten zum Anschluss an das Märkische Viertel mit sich.

Im Zusammenhang mit der Notwendigkeit, in Gartenanlagen eindeutige Straßenzuordnungen zu schaffen und der Aktivitäten des Bezirks Pankow im Auftrag der Eigentümer, wurden 103 Straßen in den Anlagen Am Rollberg, Einigkeit, Schönwald und Nordend in Abstimmung mit den Siedlern neu benannt und gewidmet, die Grundstücke wurden teilweise anders geordnet. Diese Benennungen am Nordrand des Ortsteils aus den Jahren 2011 bis 2014 sind die jüngsten Straßen im Ortsteil.Drucksachen zur Benennung von Straßen im Bezirk Pankow Diese Straßenbenennungen im schon besiedelten Gebiet stehen dafür, dass der Ausbau Berliner Ortsteile noch in der Entwicklung ist, zumal sich durch Umwidmung von Flächen und Siedlungshäuserbau aus Gartenanlagen auch Wohnsiedlungen bilden. Diese (halböffentlichen) Privatstraßen sind im Zustand der Gartenwege, die Grundstücke wurden teilweise neu zugeordnet.Benennungsabsicht für 30 Privatwege in der Anlage Schönwald und der Kleingartenanlage (KGA) Am Rollberg im Ortsteil RosenthalBenennung von 8 Privatwegen in der Anlage Nordend im Ortsteil Rosenthal, 29. Januar 2014

Übersicht der Straßen und Plätze

Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAbajstraße ()180Ibrahim Abaj Kunanbajew (1845–1904), kasachischer Dichter und Komponistalign="right" Bis zum Jahr 2000 wurde diese als Straße 90 bezeichnet. Südlich der Straße im Karree Nordendstraße / Eschenallee / Abajstraße / Taufsteinweg auf dem vorher unbebauten Gelände hat die Botschaft Kasachstans ihren Sitz. Damit steht die Namenswahl und die feierliche Benennung nach dem kasachischen Dichter im Zusammenhang, die unter Teilnahme des Botschafters am 18. Februar 2000 stattfand. Die Straße liegt zwischen Taufsteinweg und Eschenallee in der Ortslage Nordend.Die Ortslage Nordend ist neben ihrer Zugehörigkeit zum Ortsteil durch die Zuordnung zum LOR-Planungsraum 9 und 10 charakterisiert. 140px|Abajstraße von Eschenallee nach WestenAhornallee ()280Ahorn, Baumartalign="right" Sie liegt zwischen Nordendstraße und der namensähnlichen Kastanienallee in der Ortslage Nordend. Auf einer Karte von 1905 eingezeichnet und im Nachweiser für Berlin und Umgebung 1908 genannt.Grenzlage Nordend im Stadtplan Berlin 1907 Die Ahornallee ist im 1943er Adressbuch noch für Niederschönhausen eingetragen. Baudenkmal: Das Landhaus Ecke Ahornallee 9 / Nordendstraße wird auf die Zeit zwischen 1875 und 1880 datiert. Im Adressbuch 1943 ist sie (zu Niederschönhausen gehörig) mit vier Mehrfamilien- und drei Einfamilienhäusern auf den neun Grundstücken bebaut zwischen Kastanienallee und Nordendstraße aufgenommen. Das Wohnhaus 1/2 ist ein Doppelgrundstück und das Grundstück 3 gehört zur Schönhauser Straße 3, der ehemaligen Klinik für Gehirnmedizin. 140px|Ahornallee von der Mitte der Straßenlänge nah Norden gesehenAffensteinweg () 100 Affensteine, Felsgruppe in der Sächsischen Schweizalign="right" Der Affensteinweg ist eine Privatstraße in der Gartenkolonie Anlage Schönwald und liegt als zweiter Querweg ab Schönhauser Straße vom Liliensteinweg nach Süden zum Lasensteinweg. Vor der Benennung innerhalb der Anlage als Weg 2 benannt. Die Benennung des Gartenwegs durch den Bezirk Pankow als Privatstraße erfolgte zur besseren Georeferenzierung der Grundstücke in Vorbereitung der bundesweiten Einführung des computergestützten Liegenschaftskatasterinformationssystems. 140px|Affensteinweg vom Lasensteinweg ausAkazienallee ()280Akazie, artenreiche Baumartalign="right" Sie liegt zwischen Nordendstraße und der namensähnlichen Kastanienallee in der Ortslage Nordend. Auf einer Karte von 1905 eingezeichnet und im „Nachweiser für Berlin und Umgebung 1908“ ist sie für die „Landhauskolonie Nordend“ genannt. Im Adressbuch 1943 ist sie (zu Niederschönhausen gehörig) mit acht Einfamilienhäusern auf den 14 Grundstücken bebaut zwischen Kastanienallee und Nordendstraße aufgenommen. 140px|Akazienallee von Nordendstraße nach NordenAltarsteinweg () 100 Altarstein, Felsen in der Sächsischen Schweizalign="right" Der Altarsteinweg ist eine Privatstraße in der Gartenkolonie Anlage Schönwald und liegt ab Schönhauser Straße als dritter Querweg vom Liliensteinweg nach Norden zum Rotsteinweg. Vor der Benennung innerhalb der Anlage als Weg 14 benannt. Die Benennung des Gartenwegs durch den Bezirk Pankow als Privatstraße erfolgte zur besseren Georeferenzierung der Grundstücke in Vorbereitung der bundesweiten Einführung des computergestützten Liegenschaftskatasterinformationssystems. 140px|Altartsteinweg vom Lasensteinweg nach NordAm Meisenwinkel ()30 symbolischer Name für die Naturverbundenheit der Anlieger align="right" Die Straße ist eine östliche Stichstraße von der Friedrich-Engels-Straße zwischen Zingergraben und dem nördlicher parallelen Im Igelgrund in der Ortslage Nordend. Die Benennung erfolgte auf Antrag und auf Kosten der Eigentümergemeinschaft als Erschließungsweg des Baufelds an der Friedrich-Engels-Straße 112. Im Zusammenhang mit der Neubebauung der Fläche der ehemaligen KGA „Friedrich-Engels-Straße“ wurden für die Erschließung der neu gebildeten Grundstücke zwei Erschließungswege errichtet. Die Antragsteller haben sich für die Namen „Im Igelgrund“ und „Am Meisenwinkel“ entschieden, um damit ihre Naturverbundenheit darzustellen. Zu dieser Privatstraße gehören die Grundstücke 2 und 3, die Wohnanlage wurde auf 6000 m² errichtet und grenzt an die Hinterseite der südwestlichen Grundstücke an der Weißdornallee. Anmerkenswert ist es, dass die sehr kurze Zufahrtsstraße beim Anlegen der Einfamilienhäuser nicht als Querstraße der Friedrichs-Engels-Straße geführt wurde, sondern dass die anliegenden Grundstücke bereits eine georeferenzierbare Anschrift erhielt, wie sie in Vorbereitung des ALKS vom Bezirk Pankow betrieben wurden. 140px|Am Meisenwinkel östlich der Friedrich-Engels-StraßeAm Tempelgraben