mini|Kan Chazan Kan Chazan (jap. , auch: Kan Sazan; * 29. Februar 1748 in Kawakita, Yasuna-gun, Provinz Bingo (heute: Kawakita, Kannabe-chō, Fukuyama, Präfektur Hiroshima); † 3. Oktober 1828) war ein japanischer Kanshi-Dichter und konfuzianischer Gelehrter.
Name Chazan war sein Schriftstellername. In seiner Kindheit hatte er als Namen (yōmyō) Kitarō (), sein Name nach der Volljährigkeitszeremonie (gempuku) war Momosuke (), sein wirklicher Name (imina) Tokinori (), sein azana Reikei () und sein Rufname Tachū ().
Leben Kans Vater war Sake-Brauer und ein begüterter Landwirt. Kan studierte von 1766 bis 1770 in Kyōto, dann in Ōsaka bei Nawa Rodō die Lehren des Konfuzius und bei Wada Yasuzumi chinesische Medizin. Dann kehrte er in seine Heimatstadt zurück, wo er 1781 die Kanshi-Schule Kōyō sekiyō sonsha (), später Renjuku () genannt, gründete. Er veröffentlichte die Kanshi-Sammlung Kōyō sekiyō sonshashi () sowie einen Essayband unter dem Titel Fude no susabi ().
Anerkennung Seine Akademie Renjuku und sein Wohnhaus wurden als Ensemble 1953 zur nationalen Besonderen Historischen Stätte (Tokubetsu Shiseki) erklärt und sein Grab 1940 zur präfekturalen historischen Stätte. Zudem wurde das Heimatkundemuseum seiner Heimatstadt nach ihm benannt (, Kan Chazan Kinenkan).
Am 2. Februar 1999 wurde der Asteroid (6846) Kansazan nach ihm benannt.
Weblinks Website des Kan-Chazan-Museums (japanisch) History Today, Vol 51, Issue 8 – Margaret Mehl: Local Heroes (englisch)
Einzelnachweise
Literatur S. Noma (Hrsg.): Kan Sazan. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 743.
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