Tobadill ist eine österreichische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Gerichtsbezirk und Bezirk Landeck im Bundesland Tirol.
Geografie Tobadill liegt auf einer schmalen Terrasse 200 m oberhalb von Pians, zwischen Perfuchsberg und dem Eingang ins Paznauntal. Die Gemeinde stellt eine typische Streusiedlung mit einem Kern um die Kirche und umliegenden Weilern und Höfen dar.
Nachbargemeinden
Geschichte Tobadill ist ersturkundlich 1275 als „Taueldilli“ genannt. Der Name leitet sich von tabulat ill („kleiner Heustadel“) ab.
1949 wurde Tobadill als eigenständige Gemeinde von Pians abgetrennt.
Früher war der Bergbau im Flathgebiet bedeutend, es wurden Eisenspat und Eisenkies abgebaut. Heute zählt die Gemeinde zu den einkommensschwächsten Nordtirols. Die meisten Bewohner sind zum Auspendeln zu ihrer Arbeitsstätte gezwungen.
Bevölkerungsentwicklung
mini|Trisannabrücke mit Schloss Wiesberg, Blickrichtung Norden (flussabwärts) mini|Katholische Pfarrkirche hl. Magnus mini|Kapelle Burgfried mini|hochkant|Kapelle Bichl
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Pfarrkirche hl. Magnus im Weiler Feld Schloss Wiesberg, ein Wehrbau an der Trisanna aus dem 13. Jahrhundert Trisannabrücke, ehemals weitestgespannte Eisenbahnbrücke Österreichs Kapelle Burgfried Kapelle Bichl
Radwege Tobadill liegt am Fernradweg, der als Via Claudia Augusta entlang einer gleichnamigen antiken Römerstraße verläuft.
Wirtschaft und Infrastruktur Arbeitsstätten, Erwerbstätige Im Jahr 2011 gab es 37 Arbeitsplätze in Tobadill, fünf in der Landwirtschaft, zwei im Produktionssektor und mehr als achtzig Prozent im Dienstleistungssektor. Im selben Jahr wohnten in der Gemeinde 243 Erwerbstätige. Davon arbeiteten 28 in Tobadill; beinahe achtzig Prozent pendelten aus, blieben aber zum Großteil im Bezirk Landeck.
Fremdenverkehr Jährlich zählt Tobadill rund 20.000 Übernachtungen. Diese verteilen sich auf eine Spitze mit monatlich 4000 Übernachtungen im Februar und einem zweiten Maximum im Sommer mit 2500 Übernachtungen im Juli.
Verkehr Durch den Nordwesten des Gemeindegebietes führt die Arlbergbahn. Der nächste Bahnhof befindet sich sieben Kilometer nordöstlich in Landeck.
Am nordwestlichen Rand von Tobadill verläuft die Silvrettastraße B 188.
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat mit elf Mitgliedern hat nach der Gemeinderatswahl 2016 folgende Verteilung: Partei202220162010Stimmen%MandateSt. % M. St. % M.Bürgermeisterliste – Miar für Tobadill 1)20060,617124 35,43 4 nicht kandidiertDorfliste Tobadill 13039,394201 43,14 5 151 100 11Die Alternative Tobadillnicht kandidiert75 21,43 2 nicht kandidiert 1) Die Partei kandidierte 2016 unter dem Namen „Miar für Tobadill“.
Bürgermeister
bis 2016 Franz Kathrein seit 2016 Martin Auer
Wappen Blasonierung: „Von Silber und Rot gezinnt geteilt, rechts überhöht von einem gleichfarbigen dreizinnigen Turm; im unteren Feld ein schwarzer Einhornkopf.“
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde
Ferdinand Zangerl (1813–1865), Baumeister des Klassizismus Josef Siegele (1858–1945), Politiker
Weblinks
www.tobadill.tirol.gv.at, Homepage der Gemeinde Tobadill
Einzelnachweise
Kategorie:Samnaungruppe Kategorie:Paznaun Kategorie:Ort im Einzugsgebiet Sanna (Inn) Kategorie:Ersterwähnung 1275