mini|Hans Piesbergen (2018) Hans Piesbergen (* 1961 in Stuttgart) ist ein deutschsprachiger Schauspieler.

Leben Hans Piesbergen wuchs ab 1967 in Wien/Österreich auf und lebt seit 1990 wieder in Deutschland. Nach seiner Ausbildung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien (Max-Reinhardt-Seminar) spielte er ab 1981 an verschiedenen Bühnen in Wien (Volkstheater, Theater in der Josefstadt, Schauspielhaus, Theater Der Kreis, Beinhardt-Ensemble, Rabenhof Theater). 1990-1993 war er Ensemblemitglied am Bayerischen Staatsschauspiel in München, 1993-1995 am Stadttheater Heidelberg und 1995-1997 am Staatstheater Braunschweig. In den Jahren danach gastierte unter anderem am Schauspiel Frankfurt, Schauspielhaus Düsseldorf, Theater Bonn, am Schlosspark Theater Berlin und war mehrfach auf Tournee.

Er selbst bezeichnet die Arbeit mit den Regisseuren Wilfried Baasner, George Tabori, Robert Lepage, Barrie Kosky, Leander Haußmann, Steven Berkoff, Gavin Quinn und der Regisseurin und Theaterleiterin Silvia Armbruster als wegweisend für sein künstlerisches Schaffen.

Von 2003 bis 2005 war er Scar in Disneys Der König der Löwen in Hamburg, anschließend König Ludwig XIII. im Musical 3 Musketiere im Theater des Westens, Berlin.

Von 2005 bis 2012 arbeitet er mit Robert Lepage und dessen Theater Ex Machina, Quebec, an dem multilingualen Theaterepos Lipsynch und gastierte mit dieser Produktion weltweit auf Festivals (London, New York, Toronto, Montreal, Sydney, Melbourne, Moskau, Madrid, Neapel, Wien und Taipeh).

Er spielte vielfach im deutschsprachigen Fernsehen wie Tatort, Derrick, Der letzte Zeuge, SOKO Wien, SOKO Leipzig und drehte internationale Kinofilme (u. a. Bandaged, Triptyque, We are Dancers).

Der kanadische Kinofilm Triptyque (Regie: Robert Lepage und Pedro Pires, in dem er die männliche Hauptrolle spielte, wurde im Herbst 2013 beim Filmfestival in Toronto uraufgeführt, war danach auf den Filmfestivals in Montreal und Santa Barbara (Kalifornien) zu sehen und erlebte seine europäische Erstaufführung bei der Berlinale 2014.

Der britische Kurzfilm We are Dancers von Joe Morris mit Hans Piesbergen in der Hauptrolle „Hansi Sturm“ war 2019 und 2020 bei den Filmfestivals in Cardiff, Sydney, Melbourne, Moskau, Mumbai zu sehen und war unter den acht Finalisten des STUDENT ACADEMY AWARD 2020.

Hans Piesbergen wirkte an vielen Hörbüchern mit, u.a. Die Ursache (Thomas Bernhard), Das Bildnis des Dorian Gray (Oscar Wilde), Wahlverwandtschaften (Goethe).

Von 2016 bis 2025 war Hans Piesbergen am T:K-Theater in Kempten fest unter Vertrag als Schauspieler, Regisseur sowie dramaturgischer und organisatorischer Mitarbeiter der künstlerischen Direktorin Silvia Armbruster. Auch weiterhin wird er dort als Gast arbeiten.

Aus seiner entfernten Ähnlichkeit mit David Bowie entstand die szenisch-musikalische Hommage David Bowie-Asteroid 342843 mit 25 Live-Songs (Text: Ernst Konarek, Inszenierung: Silvia Armbruster), die seit 2022 mit großem Erfolg im süddeutschen Raum gespielt wird.

Filme 1986: Strindbergs Früchte (aus der Reihe Tatort) 1990: Wiener Blut (aus der Reihe Schwarz Rot Gold) 1991: Isoldes tote Freunde (aus der Reihe Derrick) 1998: Das Paar des Jahres (Fernsehfilm) 2000: Ohne Skrupel (aus der Reihe: Medicopter 117 – Jedes Leben zählt) 2000: Gehetzt (aus der Reihe: Medicopter 117 – Jedes Leben zählt) 2006: Medicopter 117 – Jedes Leben zählt – Ohne Skrupel 2006: Tod eines Tänzers (aus der Reihe Der letzte Zeuge) 2009: Bandaged (Regie: Maria Beatty) 2011: Thomas (Regie: Robert Lepage / Pedro Pires) 2012: Heiter bis tödlich: Fuchs und Gans (Fernsehserie, Episode Glück im Spiel) 2013: Triptyque (Regie: Robert Lepage / Pedro Pires) 2013: Herzensbrecher – Vater von vier Söhnen (Fernsehserie, Episode Love-Storys) 2015: SOKO Leipzig (Fernsehserie, Episode Töchter und Söhne) 2016: Droge. Macht 2016: Jeder stirbt für sich allein 2017: Tatort: Schock 2017: SOKO Wien (Fernsehserie, Episoden Ein ganz normaler Tag, Der falsche Mann) 2017: In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte (Fernsehserie, Episode Unter die Haut) 2019: We Are Dancers (Kinofilm) 2020: WaPo Bodensee (Fernsehserie, Episode Vom Fischer und seiner Frau)

Theaterrollen 1983: Vatermord (Bronnen), Regie: Wilfried Baasner, Volkstheater Wien 1984: Romeo und Julia (Shakespeare), Regie: Meret Barz & Christoph Emrich, Beinhardt-Ensemble Wien 1985: Merlin (Dorst), Regie: Jaroslav Chundela, Volkstheater Wien 1985: Frühlings Erwachen (Wedekind), Regie: Meret Barz, Beinhardt-Ensemble Wien 1987: Der Eismann kommt (O’Neil), Regie: Martin Fried, Der Kreis/Schauspielhaus Wien 1988: Die Räuber (Schiller), Regie: Meret Barz, Beinhardt-Ensemble Wien 1989: Verliebte und Verrückte (Shakespeare/Tabori), Regie: George Tabori, Der Kreis/Schauspielhaus Wien 1990: Mein Kampf (Tabori), Regie: Martin Fried, Bayerisches Staatsschauspiel München 1991: Nathans Tod (Lessing/Tabori), Regie: George Tabori, Bayerisches Staatsschauspiel München 1993: Romeo und Julia (Shakespeare), Regie: Leander Haußmann, Bayerisches Staatsschauspiel München 1993: Map of Dreams (Shakespeare/Lepage), Regie: Robert Lepage, Bayerisches Staatsschauspiel München 1996: Peer Gynt (Ibsen), Regie: Tatjana Reese, Staatstheater Braunschweig 1997: Philoktet (Müller), Regie: Karst Woudstra, Staatstheater Braunschweig 1998: Wahlverwandtschaften (Goethe/Armbruster), Regie: Silvia Armbruster, Team-Theater München 2001: Medea (Euripides/Wolf), Regie: Barrie Kosky, Schauspielhaus Wien 2003: Der König der Löwen (Disney), Regie: Julie Taymor, Hafentheater Hamburg 2007: Lipsynch (Lepage u. a.), Regie: Robert Lepage, Théâtre Ex Machina - Welttournee 2018: Der Sturm (Shakespeare), Regie: Silvia Armbruster, T:K-Theater in Kempten 2022: David Bowie Asteroid 342843 (Konarek), Regie: Silvia Armbruster, T:K-Theater in Kempten

Hörspiele 1989: Wolfsspiel-Golbzeit 1992: Gottes und des Menschen Zorn 1993: Wüstenzeit (Les mariés du désert) 1993: Gyges und Kandaules 1993: Tod den Geschichten 1994: Graf Maluco (2 Teile) 1994: Die Nächte von St. Germain (2 Teile) 1995: Die Schattenlinie 1998: Marita – oder die Unbetrauerte 1995: Die Applausmaschine (8 Teile) 1995: Futschlinien (2 Teile) 1997: Die falsche Sanftmut des Schnees 1998: Familienalbum 1999: Schrödingers Katze 2001: Die fliegende Frieda 2002: Meobi 2003: Das Hotel zur Sehnsucht 2003: Liebes Stück 2003: Inspektor Jury spielt Katz und Maus 2003: Mondgöttin 513 2005: Zwischen den Zeilen 2006: Nebelflecken

Auszeichnungen 1982/1983: Karl-Skraup-Preis: Bester Nachwuchs/Nebenrolle 1983: Kainz-Medaille: Förderungspreis 1984: O.-E.-Hasse-Preis 2010: Nominierung für den Beverly Hills Outlook Award 2019: Best Male Lead des Sydney Indie Filmfestivals 2019 für WE ARE DANCERS

Weblinks Offizielle Website hanspiesbergen.de

Ex Machina / Lipsynch https://www.oscars.org/news/meet-2020-student-academy-awards-finalists

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Hörspielsprecher Kategorie:Träger der Kainz-Medaille Kategorie:Karl-Skraup-Preisträger Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1961 Kategorie:Mann