mini|Johanneskirche in Bürglein mini|Innenausstattung St. Johannes ist eine nach Johannes dem Täufer benannte Kirche der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bürglein (Dekanat Windsbach).

Geschichte Die Johanneskirche wurde im Wesentlichen erst 1725/26 im schlichten Markgrafenstil errichtet (Kirchenschiff und Ausstattung). Bauherren waren Georg Ebner und dessen Sohn Georg Conrad Ebner. Der gotische Westturm aus Sandstein stammt aus dem 13. Jahrhundert, wohl von der zu dieser Zeit bezeugten Vorgängerkirche.

1862 wurde die Innenausstattung der Kirche renoviert. Hinzu kamen drei Buntfenster und die Bemalung von zwei Chorfenstern. Ursprünglich war die Kirche von einem Friedhof umgeben. Als dieser zu klein wurde, erfolgte 1938 eine Verlegung an den Korngrundweg.

Orgel Die Orgel mit 12 Registern auf zwei Manualen und Pedal wurde 1905 von Johannes Strebel erbaut. Nach verschiedenen Umbauten durch Steinmeyer lautet die Disposition heute:Orgeldatenbank Bayern v5 (2009) (online), abgerufen am 10. Dezember 2025.

I. Manual Prinzipal 8′ Tibia 8′ Octav 4′ Flöte 4′ Octav 2′ Mixtur 1′ II. Manual Lieblich Gedeckt 8′ Salicional 8′ Prinzipal 4′+′+′ Pedal Subbass 16′ Choralbass 4′

Koppeln: II/I, I/Pl, II/P Spielhilfen: Superoktav I, drei feste Kombinationen: mf, f, ff

Pfarrpersonen Ulrich von Bürglein (um 1400) Jobst Beck (nachweisbar 1481–1793) Caspar Beck oder Bernbeck (bis 1528) Lorenz Heller (1528[?]–1536) Jodocus Stoll (1536–1543) Andreas Schmidt (1543–1553) Leonhard Kettner (1550–1553[?]) Johann Eitenberger bzw. Entenberger (1556) Ulrich Werner (1556) Michael Grimm (1557–1618) Georg Lorenz Renner (1618–1645) Kaspar Ihring (1645–1651) Michael Wattenbach (1651–1671) Vitus Ziegelmüller (1671–1675) Martin Georg Schenk (1675–1714) Erasmus Kirchner (1714–1736) Christoph Friedrich Küffner (1736–1742) Johannes Friedrich Stadelmann (1742–1769) Georg Wolfgang Hoffmann (1769–1817) Friedrich Jakob Ludwig Böswillibald (1818–1830) David August Hopfer (1831–1856) Magnus Alexander Lips (1857–1864) Johann Georg Schüßler (1864–1882) Gustav August Alexander Sperl (1883–1891) Antonius Nikolaus Heilmreich (1892–1898) Wilhelm Koller (1899–1901) Karl Zahn (1902–1906) Johann Georg Hilpmann (1907–1912) Siegfried Wild (1913–1925) Heinrich Ludwig Wilhelm Wolfrum (1925–1931) Ludwig Wilhelm Plesch (1931–1935) Hermann Friedrich Stöhr (1936–1952) Friedrich Krug (1952–1965) Ludwig Steinbauer (1965–1975) Berthold Hager (1975–1996) Karl-Gottfried Hupfer (1996–2005) Hans-Martin GernertAutor der Veröffentlichung „Die Pfarrer von Bürglein“, Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Bürglein, Rubrik Geschichte (abgerufen am 10. Dezember 2025) - online (2006–?) Dörte Knoch Bastian Frank (seit 2022)

Mitgliederentwicklung 1987: 1.160 Mitglieder 2009: 1.089 Mitglieder 2023: 878 Mitglieder

Glocken Die Johanneskirche in Bürglein besitzt in ihrem Geläute drei kunsthistorisch äußerst wertvolle Bronzeglocken aus der Gotik und Spätgotik. Alle drei Glocken wurden Maria geweiht. Wegen ihrer hohen Qualität und ihrer prachtvollen Zier sind sie ein Schatz von besonderem Wert für die Region und für die Bayerische Landeskirche. 1997 wurden alle drei Glocken in der Fa. Lachenmeyer in Nördlingen einer Runderneuerung unterzogen.

Die kleinste Glocke hat den Schlagton f2 und einen Durchmesser von 63,5 cm. Sie stammt aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts und wurde im Umfeld von Hermann Kessler II. gegossen.

Die mittlere Glocke hat den Schlagton e2 und einen Durchmesser von 73,5 cm. Sie stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts.

Die größte Glocke hat den Schlagton f1 und einen Durchmesser von 107 cm. Sie stammt aus dem Ende des 15. Jahrhunderts und wurde im Umfeld der Familie Glockengießer in Nürnberg gegossen.

Kirchengemeinde Bis 1810 gehörte die Pfarrei zum Dekanat Langenzenn. Nach dessen Auflösung wurde sie dem 1810 neu gegründeten Dekanat Windsbach zugeordnet.

Zur evangelischen Kirchengemeinde Bürglein gehören die Ortschaften Böllingsdorf, Bonnhof, Höfstetten, Betzendorf, Markttriebendorf (seit dem 17. Jh.), Hörleinsdorf, Münchzell, Ziegelhütte, Weihersmühle, Wendsdorf und Gottmannsdorf.

Zu der Kirchengemeinde gehören auch die Kirchen St. Matthäus in Markttriebendorf und die Reste einer ehemaligen Kirche in Gottmannsdorf.

Literatur

Weblinks

buerglein-evangelisch.de Glocken der Johanneskirche Bürglein bei YouTube

Einzelnachweise

Fußnoten

Burglein, Johannes Burglein Burglein Kategorie:Bauwerk in Heilsbronn Kategorie:Baudenkmal in Heilsbronn Kategorie:Kirchengebäude in Europa Kategorie:Disposition einer Orgel