mini|St. Margaretakirche in Windsbach St. Margareta ist eine nach der Märtyrerin Margareta von Antiochia benannte Kirche der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Windsbach im mittelfränkischen Landkreis Ansbach, die dem Dekanat Windsbach angehört.

Geschichte und Ausstattung Für das Jahr 1183 ist bezeugt, dass Bischof Otto von Eichstätt in Windsbach eine Margaretenkirche weihte. Die Wehrkirche wurde anstelle der alten, wohl baufällig gewordenen Holzkirche errichtet. 1317 wurde sie vergrößert. 1728/30 kam es unter Beibehaltung der Turmsubstanz unter der Baudirektion von Carl Friedrich von Zocha nach Plänen von Johann David Steingruber zu einem grundlegenden Neubau im schlichten Markgrafenstil mit kreuzförmigem Grundriss, wobei auch Steine der abgegangenen Kirche St. Otto (Hergersbach) verwendet wurden. Typisch für den Markgrafenstil sind die geräumigen Emporen, die auf sogenannten toskanischen Säulen weit in den Kirchenraum hineinragen. Von der Ausstattung ist lediglich die Kanzel ursprünglich. mini|Deckenfresko mit traditioneller Darstellung der vier Evangelisten. Die sonst schmucklose Decke ziert über dem Kreuzungspunkt ein großes Fresko, das die vier Evangelisten mit den üblichen Evangelistensymbole darstellt. Vom Altar aus gesehen oben der Löwe, der für Markus steht, links darunter Johannes (Adler), rechts Matthäus (Mensch) und unten Lukas (Stier). Die Berandung des zentralen Kreises zitiert den Sendungsauftrag „Gehet hin in alle Welt und lehret alle Völker“. mini|Leuchter der Windsbacher Stadtkirche St. Margareta. Aus dem Mittelpunkt hängt der große Leuchter.

Eine umfassende Renovierung erfolgte 1947.

Orgel Die heutige Orgel wurde 2022 von der Firma Hoffmann und Schindler aus Teilen des Vorgängerinstruments aus den Jahren 1928 und 1967 sowie unter Verwendung der ehemaligen Steinmeyer-Orgel des Richard-Strauss-Konservatoriums in München erbaut. Als Besonderheit verfügt sie über ein Teilwerk im Chorraum, welches 1967 erbaut wurde.

Kirchengemeinde Die Kirchengemeinde Windsbach gilt als sogenannte Urpfarrei, die bereits vor dem Jahr 1000 bestanden haben muss. 1530 wurde unter Pfarrer Hans Rumpf die Gemeinde evangelisch-lutherisch. Aktuell hat die Gemeinde 3092 Mitglieder (Stand: 2009) und umfasst folgende Orte:

Windsbach hatte ursprünglich vier Filialen, von denen St. Otto (Hergersbach), 1617 St. Jakobus (Dürrenmungenau) sowie 1730 St. Georg (Bertholdsdorf) und St. Andreas (Wassermungenau) selbständig wurden. Wahrscheinlich war auch St. Marien (Winkelhaid) eine Filiale von St. Margareta.

Bis 1807 gehörten auch einzelne Anwesen von Bechhofen, Haag und Wernsbach zu der Kirchengemeinde.M. Jehle: Kirchliche Verhältnisse und religiöse Institutionen an der oberen Altmühl, Rezat und Bibert, S. 171. Im Zuge einer sogenannten Purification, die die Kammer Ansbach 1807 anordnete, kamen diese Anwesen nach St. Nikolai (Neuendettelsau).M. Jehle: Kirchliche Verhältnisse und religiöse Institutionen an der oberen Altmühl, Rezat und Bibert, S. 174.

Zu der Kirchengemeinde gehören die Gottesruhkapelle St. Stephan und die Friedhofskapelle Christenruh.

Pfarrer

Literatur

Weblinks

St. Margareta auf windsbach-evangelisch.de

Einzelnachweise

Windsbach, Margareta Kategorie:Bauwerk in Windsbach Margareta Windsbach Windsbach Kategorie:Bauwerk von Johann David Steingruber Windsbach Kategorie:Kirchengebäude in Europa