mini|hochkant=1.2|Straßensystem von Berlin-Heinersdorf(aus: OpenStreetMap)
mini|hochkant=1.2|Ortsverbindungen in Heinersdorf 1894Süd: Berliner Straße (Heerstraße)Nord: Blankenburger Weg (Heerstraße)Ost: Malchower WegWest: Mühlenweg, auch Pankower WegSO: Kaiser-Wilhelm-Straße (Neu-Weißensee) mini|hochkant=1.2|Lage der Straßen von Heinersdorf zu Berlin und Weißensee, 1866 (Heinersdorf liegt in der Mitte am oberen Bildrand)
Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Heinersdorf beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Heinersdorf (Bezirk Pankow) mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.
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Überblick Statistisches Der Ortsteil Heinersdorf hat Einwohner (Stand: ), deren Wohnbauten in 77 gewidmeten Straßen stehen. Die Gesamtlänge der in der amtlichen Straßenliste enthaltenen Straßen beträgt 30,2 Kilometer. Das sind fünf Prozent des Pankower Straßennetzes. Wege innerhalb der Kleingartenanlagen sind nicht erfasst, doch nehmen Garten- und Erholungsanlagen einen großen Anteil an der Fläche des Ortsteils ein.Tiefbauamt Pankow Der Ortsteil Heinersdorf umfasst den Postleitzahlenbereich 13089. Auffallend an Heinersdorf im Vergleich zu anderen Ortsteilen ist, dass neben Gewerbe- und einigen Ödflächen alle Grünflächen durch Kleingärten genutzt werden, wobei einige Gewerbeflächen erst nach 1990 umgewidmet wurden.
Geschichte Im Berliner Adressbuch von 1897 ist Heinersdorf noch nicht aufgenommen, erstmals 1898 sind für diesen Vorort sechs Straßen verzeichnet. Die Dorfstraße liegt zwischen Heinersdorfer Straße (Neu-Weißensee) über Blankenburger Weg und Franz-/ Rothenbachstraße. Die Franzstraße ist als unbebaut angegeben, von dieser geht die Maxstraße zur Prenzlauer Chaussee. Diese verläuft von der Neu-Weißenseer Feldmark über Rothenbach-, Max- zur Neukirchstraße. An der Neukirchstraße besitzen Gärtner 11 von den 13 Grundstücken. An der Rothenbachstraße zwischen Prenzlauer Chaussee und Dorfstraße liegt das Grundstück Nummer 1 des Mühlenbesitzers Rothenbach, auf der gegenüberliegenden Straßenseite sind die Grundstücke 2–8 angegeben.Adressbuch für Berlin und seine Vororte 1900 > 7. Heinersdorf Vormalige Ortsverbindungen wechselten mit ihrer Befestigung nach 1900 von ‚Weg‘ zu ‚Straße‘ und wurden so in das Adressbuch aufgenommen. So weist das Adressbuch 1903Berliner Adressbuch 1903 → V. Vororte von Berlin → 7. Heinersdorf die Berlinerstraße (von der Dorfstraße südwärts nach Berlin), Blankenburgerstraße (von der Dorfstraße nordwärts nach Blankenburg), Bungestraße (vorher: Franzstraße), Kaiser-Wilhelm-Straße (vorher: Dorfstraße), Kronprinzenstraße (unbebaut, der vormals Buchholzer Weg), Malchowerstraße (Weg nach Malchow), Tiniusstraße (vorher: Maxstraße) und von der Berlinerstraße abgehend die unbebaute Treskow- und Wenzelstraße aus.Berliner Adressbuch 1933 → Teil IV. Einwohner und Firmen nach Straßen geordnet → Verwaltungsbezirk Pankow → Blankenburg, Blankenfelde, Buch, Buchholz, Heinersdorf, Karow
Der Ausbau der Straßen ging einher mit der Erschließung im Ortsteil durch Zuzug von Berliner Bürgern, dem Engagement von Investoren und Baugesellschaften. Der Vorort sollte eine Gartenstadt mit vielen Villen werden.Bebauungsplan 1908 der Gemeinde HeinersdorfBebauungsplan 1912 der Gemeinde Heinersdorf Die Planungen aus den Jahren 1908 und 1912 sahen eine dichte Straßenführung und eine Anbindung an das Eisenbahnnetz vor. In den Siedlungsplänen wurden neue, zunächst nummerierte Straßen aufgenommen, bereits angelegte Straßen erhielten amtliche Namen. Die Pläne eines Villenvororts wurden in den folgenden Jahren 1914 bis 1923 (Erster Weltkrieg und Inflation) jedoch nur unvollständig umgesetzt,Berliner Adressbuch 1923 → IV. Straßen und Häuser von Berlin → Heinersdorf sodass viele Straßen auch in den 1930er Jahren noch unbebaut waren. Ergänzungsplanungen in den 1920er Jahren führten zur Trassierung neuer Straßenverläufe, die sporadisch von den Häuserbauern benannt wurden. Obwohl damit nicht amtlich, gelangten sie so in das Adressverzeichnis. Nach 1930 vergab die Verwaltung des Bezirks für diese Anliegerstraßen neue amtliche Namen, aber auch teilweise wieder die Nummerierung (wie Alpenstraße zu Straße 42). Thematisch entstanden Siedlungsgebiete mit Straßennamen nach Opern (im Süden), nach Örtlichkeiten in den Alpen (im Südosten) und nach der nordischen Mythologie (im Norden). Für die Siedlung ‚Opernviertel‘ waren Straßenführungen nach Norden bis zur Rothenbachstraße und südlich der Straße Am Wasserturm vorgesehen. Die Entwicklung auf der Heinersdorfer Feldmark führte zu Gartenkolonien, die vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg zu den Kleingartenanlagen östlich der Prenzlauer Allee und im Süden des Ortsteils führten. Dadurch sind Straßen teilweise mit ihrer Wohnbebauung von Siedlungshäusern durch Gartenkolonien unterbrochen.
Betriebsstilllegungen nach der Wende 1990 führten zur Umwandlung von Gewerbeflächen zu Wohnanlagen und Gartenanlagen, wie der neu entstandene ‚Blumenwinkel‘. Verbliebene Ackerflächen, auch die Trasse der ehemaligen Industriebahn und der vormalige Güterbahnhof (später Gewerbefläche) beeinflussten die bestehende Straßensituation.
Straßensystem Das durch den Ortsteil führende Hauptstraßennetz besteht aus den übergeordneten Straßenverbindungen (Klasse II nach Straßenentwicklungsplan – StEP) Romain-Rolland-/Rothenbachstraße zwischen Weißensee und dem Autobahnanschluss und nach Norden gehört die Blankenburger Straße dazu. Die Berliner Straße besitzt den Rang einer regionalen Straßenverbindung. Der nördliche Abschnitt der Romain-Rolland-Straße im Ortsteil sowie die Malchower Straße mit Anschluss durch die Stadtrandsiedlung Malchow über die Ortnitstraße zur B 2 gelten als ergänzende Hauptstraßen im Berliner System. Wegen der regelmäßigen Staugefahr aus der Weißenseer Rennbahnstraße vor der Einmündung der Berliner Straße am Ortskern war Mitte der 1990er Jahre eine Umgehung auf der Trasse der Niederbarnimer Industriebahn zur Blankenburger Straße im Gespräch, die bisher nicht realisiert wurde. Im Jahr 2013 wurden die Pläne zur beabsichtigten Änderung des Berliner Flächennutzungsplans (FNP) zur Verkehrsplanung und Verkehrsberuhigung des Ortskerns von Heinersdorf noch einmal öffentlich ausgelegt. Vier Planungsvarianten stehen zur Wahl, die den Ortskern von Heinersdorf und die Prenzlauer Promenade entlasten sollen. Insbesondere ist eine übergeordnete Hauptverkehrsstraße zwischen Blankenburger Straße und der A 114 (Anschlussstelle ‚Am Feuchten Winkel‘) vorgesehen, die auf der Trasse der alten Industriebahn verläuft. Zudem ist am südlichen Ortsteilrand eine übergeordnete Straße Am Steinberg vorgesehen.Kurznachrichten aus Pankow: Heinersdorf
Abgesehen von neuen Eigenheimen aus den 1990er Jahren auf einem vormaligen Gewerbegebiet ist der Siedlungsraum abgeschlossen. Nördlich der Malchower Straße liegen Straßen mit Bezug zum Berner Oberland. Dieser Namensbezug wurde Mitte der 1990er Jahre für die Siedlungserweiterung bis zur Romain-Rolland-Straße auf einer vormaligen Industriefläche westlich der Industriebahnstrecke fortgeführt. Östlich der Industriebahn bis zu den Häusern am Wischbergeweg entstand das ‚Blumenviertel‘ mit nach Kulturpflanzen benannten Straßen.
Übersicht der Straßen und Plätze
Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAidastraße ()240Aida, Oper von Verdi Die Straße liegt am Rand des ‚Opernviertels‘ und führt mit ‚Am Wasserturm‘ die Tino-Schwierzina-Straße geradlinig fort, die ihrerseits abbiegend rechtwinklig auf die Kirche zuführt. Im Adressbuch 1927 ist die Aidastraße zwischen Berliner Straße und Gartenland ausgewiesen. Die Grundstücke sind in Hufeisenform nummeriert. Einige Parzellen (1–9 und 16–20) sind jedoch noch Baustellen, die Nummern 15, 21 und 22 sind bebaut. Im 21. Jhd. umfasst die Straße die Hausnummern bis 23, wobei 7 und 8 am Nordende der Straße querliegen. Die Grundstücke 11 und 13 sind Gärten mit Sommerhaus und auf 12 stehen (12, 12a, 12b) drei Siedlungshäuser. Die gegenüberliegende Straßenseite gehört (eh. 1–6) zur KGA ‚Eigenheim an der Rothenbachstraße‘.140px Alpnacher Weg ()175Alpnach, Gemeinde im Schweizer Halbkanton Obwalden Im Bebauungsplan als Straße 12 wurde sie nichtamtlich von den Anliegern Luxstraße genannt. Es ist eine kurze Verbindung zwischen der Malchower Straße und dem Wildstrubelweg. An der Straße liegen die Grundstücke 2–16 (gerade, incl. 4a) und ungerade (3–13). Im Jahr 1930 wird die Luxstraße mit unnummerierten Grundstücken zwischen Malchower Straße und Feldmark gezeichnet, das Noack’sche (Heizer), Kühn’sche (Waldaufseher), Dannel’sche (Kriminalassistent, Reichs-Amtssekretär), Krause’sche (Bügler, Maurer und Buchhalter) sowie das Neumann’sche Haus (Pensionärs H. Neumann) sind angegeben.140px|Alpnacher Weg Am Feuchten Winkel ()250 (im Ortsteil)Feuchter Winkel, hiesiges Flurstück am Schmöckpfuhlgrabenvergleiche dazu das Bild 2 Ortsverbindungen 1894. Auf Heinersdorfer Gebiet befinden sich der östliche Ast der Straße und die Kleingartenanlage ‚Am feuchten Winkel‘, das Grundstück 21. Die Straße setzt sich westlich der Bahnlinie an der Blankenburger Ortsteilgrenze (mit Grundstück 15, ‚Anlage Blankenburg Abteilung II‘) und in Pankow (mit Grundstück 11, Tankstelle) – hier als asphaltierter und breit ausgebauter Autobahnzubringer der A 114 – fort. Bei der Benennung der Straße im Jahr 2001 bestand noch eine Durchfahrt unter der Stettiner Bahn zwischen Heinersdorf und Blankenburg, die bei Bauarbeiten an der Bahnstrecke nach 2006 beseitigt wurde.Beispielsweise ist im Stadtplan des offiziellen Hauptstadtportals eine Bahnbrücke angegeben, per Augenschein vor Ort im Jahr 2013 und auch bei FIS-Broker – Karte von Berlin 1:5000 (K5-Farbausgabe) ist keine Ost-West-Straßenverbindung mehr vorhanden. Damit verlor Am Feuchten Winkel den Charakter einer Stadtstraße, obwohl im Ortsteil noch ein Asphaltband besteht. Die Zufahrt zum Heinersdorfer Abschnitt der Straße ist seither von der Heimdallstraße möglich.140px|Am Feuchten Winkel, Blick zur vormaligen Durchfahrt 140px|Diesseits der Bahnanlage der Straßenteil in Heinersdorf. Am Steinberg ()1400(im Ortsteil – nur Nordseite) Steinberg, auch „Heinersdorfer Berg“ mit einer Höhe von 52 Metern ist eine sanfte Erhebung der Gemarkung von Heinersdorf nördlich der Rothenbachstraße Die Straße auf Heinersdorfer Gebiet hieß zuerst Straße 212. Die Verlängerung auf Weißenseer Gebiet erhielt ihren Namen erst am 30. Oktober 1936. Sie war bis in die 1950er Jahre mit der Romain-Rolland-Straße verbunden. Die Fahrbahn der Straße gehört wie die südliche Bebauung auch heute nicht zu Heinersdorf, sondern liegt in Weißensee. Am nördlichen Straßenrand verläuft die Ortsteilgrenze, entlang der Straße befinden sich die Kleingartenanlagen ‚Freies Land‘, ‚Grüne Wiese‘ und ‚Am Steinberg‘. Die Straße Am Steinberg war als Teilstück einer Umgehung des Ortskerns an der Kirche HeinersdorfFlächennutzungsplan: Änderungsantrag vom Januar 2013 Verkehrslösung Heinersdorf nach den Planungen einer Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2009 vorgesehen. Dafür sollte sie zur Romain-Rolland-Straße verlängert werden und dort an die ehemalige Industriebahn-Trasse anschließen. Bis Mitte des Jahres 2014 ist nichts Derartiges in angriff genommen worden.140px|Am Steinberg, rechts der nördliche zu Heinersdorf gehörende Am Wasserturm