mini|rechts|Die Niedercrinitzer Kirche

Niedercrinitz, eine ehemalige Landgemeinde, ist seit 1998 ein Ortsteil der Gemeinde Hirschfeld im sächsischen Landkreis Zwickau.

Geographie Geografische Lage rechts|mini|Crinitzer Wasser in Niedercrinitz

Das Dorf liegt am Fuße des Erzgebirges, am Nordwestrand des Kirchberger Granitstocks auf einer Höhe zwischen 310 und 360 m. Durch den Ort fließt das namensgebende Crinitzer Wasser, ein Seitenbach des Rödelbachs, welcher in die Zwickauer Mulde mündet.

Nachbargemeinden Angrenzende Gemeinden waren vor den Gebietsreformen im Norden Rottmannsdorf und Culitzsch, im Westen Cunersdorf, im Süden Kirchberg, Wolfersgrün und Hirschfeld und im Osten Ebersbrunn.

Geschichte Das Waldhufendorf Niedercrinitz wurde um 1300 gegründet und gehörte nachweislich ab 1606 zum Amt Zwickau und später anteilig zum Amt Zwickau und zum Amt Wiesenburg, welches im Jahre 1843 in Amt Kirchberg umbenannt wurde. 1856 kam der Ort zum Gerichtsamt Kirchberg und gehörte seit 1875 zur Amtshauptmannschaft Zwickau, deren Nachfolger der Landkreis Zwickau war.

In den 1940er Jahren plante man zur besseren Trinkwasserversorgung des Zwickauer Raumes, den Crinitzbach oberhalb der Quarksteine zu einer Talsperre aufzustauen. Es kam aber nur zum Bau der in Wolfersgrün.

Am 1. Januar 1998 wurde Niedercrinitz in die Gemeinde Hirschfeld eingemeindet.

Namensherkunft Niedercrinitz hat seinen Namen von dem durch den Ort fließenden Crinitzbach. Dass der Ort wahrscheinlich schon eher von Slawen bewohnt war, lässt sich aus dem Wort Crinitz deuten, welches aus dem tschechischen Wort Krivnica / Krivnice (zu deutsch: Krummbach oder Quellbach) abgeleitet ist. Der Name wird auch mit dem umgangssprachlichen Wort Krinitz für den Fichtenkreuzschnabel in Verbindung gebracht (z. B. im Siegel von Obercrinitz).

Religionen Die Kirchgemeinde Niedercrinitz gehört mit dem Nachbarort Culitzsch zur evangelisch-lutherischen Michaelisgemeinde Wilkau-Haßlau.

Sehenswürdigkeiten mini|Der Filzteich bei Niedercrinitz mini|Quarksteine bei Niedercrinitz

denkmalgeschützte Kirche Die Granitblockformation Quarksteine befindet sich an der Straße nach Wolfersgrün. Der (nicht zu verwechseln mit dem Filzteich bei Schneeberg) ist ein 13 ha großer Teich, der heute zur Karpfenzucht genutzt wird.

Verkehr Nach Niedercrinitz wurde ein Rastplatz an der nahegelegenen A 72 benannt. Von ihm aus hat man einen guten Blick zum Hohen Forst bei Hartmannsdorf und auf die Höhen des Erzgebirges.

Literatur Hugo Leitpoldt: Geschichte der Kirchfahrt Culitzsch mit Niedercrinitz 1300-1900. Kandel, Kirchberg 1900 (Digitalisat)

Weblinks

Ortsteil Niedercrinitz In: Webauftritt der Gemeinde Hirschfeld.

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Zwickau Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Zwickau) Kategorie:Gemeindeauflösung 1998 Kategorie:Hirschfeld (Sachsen)