mini|Das Zatra-Haus nach dem Umbau (2011) Das Zatra-Haus ist ein Bürogebäude in der Alexanderstraße 36/38, Ecke Oststraße in Düsseldorf. Es wurde nach dem Entwurf von Paul Schneider-Elsleben 1951–52 erbaut und war ein wichtiges Zeugnis moderner Architektur der Nachkriegszeit in Düsseldorf. Nach einem Umbau ist der ursprüngliche Eindruck heute vollkommen verloren.
Geschichte Das Gebäude wurde von Paul Schneider-Esleben in den Jahren 1951–1952 auf einem Trümmergrundstück erbaut. Auftraggeber war die Firma Zatra, die Transportanlagen (beispielsweise Förderbänder, Hebezeuge und Aufzüge) für größere Werke konzipierte und in der Branche der Transportrationalisierung Anfang der 1950er Jahre in Europa eine führende Stellung innehatte.König (1955), S. 125 Der Name Zatra ist ein Kunstwort, gebildet aus den Anfängen der Nachnamen der Gründer: Zangen und Trappen.König (1955), S. 126 Die ursprüngliche Fassadengestaltung, zu der auch ein großes, von Georg Meistermann entworfenes Wandmosaik an der Giebelseite zur Oststraße gehörte, ist nicht erhalten.Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (Hrsg.), Jörg Heimeshoff: Die Architektur der fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts in Düsseldorf. Profanbauten ohne Schulen und Brücken. (= Rheinische Kunststätten, Heft 360.) Neusser Druckerei und Verlag, Neuss 1990, ISBN 3-88094-671-X, S. 19.
Das funktional gestaltete Gebäude besaß einen Keller und fünf oberirdische Geschosse, wobei das Dachgeschoss zurückgesetzt war, so dass sich eine Terrasse, deren Brüstung aus einem Stahlgeländer mit Drahtglaselementen bestand, bildete. Der Dachaufbau war mit weißem Mosaik verkleidet. Die einzelnen Achsen des Gebäudes waren lediglich 1,2 Meter breit, ein Maß, das sich aus der damaligen durchschnittlichen Büroschreibtischbreite ergab.König (1955), S. 128 Das Erdgeschoss war verglast, so dass die den Gebäudeteil tragenden Betonstützen ebenso sichtbar waren wie die nach außen getragenen Geschossdecken. Bei den verwendeten Materialien handelte es sich neben dem bereits erwähnten Beton um weißes Detopakglas (Fensterbrüstungen), eloxiertes Aluminium (Verbindungen der einzelnen Fensterachsen) und Stahl (Fensterrahmen und Geländer). Die Innenausstattung bestand unter anderem aus grauen Terrazzoböden, die Stufen in den Treppenhäusern waren schwarz.König (1955), S. 128
In der Fassadengestaltung dominierten helle Farben:
Heinrich Klotz beschreibt die Geschichte des Hauses:
Literatur H. König: Das Zatra-Haus in Düsseldorf. In: Architektur und Wohnform, Innendekoration, 63. Jahrgang 1955, Heft 3, S. 123–128. Drei Landhäuser, ein Bürobau, eine Kirche. In: Bauwelt, 46. Jahrgang 1955, Heft 29, S. 564–572, insbes. S. 571.
Weblinks
bilderbuch-duesseldorf.de
Einzelnachweise
Kategorie:Bauwerk in Stadtmitte (Düsseldorf) Kategorie:Erbaut in den 1950er Jahren Kategorie:Bauwerk der Moderne in Düsseldorf Kategorie:Geschäftshaus in Düsseldorf