Der Artikel Gesellschaftsstruktur der österreichischen Bevölkerung hat verschiedene Gruppen von solchen Personen zum Thema, die sich dauerhaft auf dem Gebiet der Republik Österreich befinden (Im Jahresdurchschnitt 2009 waren das 8.363.040 PersonenStatistik Austria: Statistisches Jahrbuch 2011, Kapitel 2.12). Beispiele für solche Personengruppen wären: die Inhaftierten, die Rauchfangkehrer, die Katholiken usw. Die Gruppen überschneiden sich oft, ein Rauchfangkehrer kann gleichzeitig Katholik sein.
Dabei wird die gesamte Bevölkerung in Gruppen aufgeteilt, und zwar nach verschiedenen Kriterien. Beispielsweise nach der Art der Arbeit, die eine Gruppe von Personen verrichtet oder nach der Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft usw.
Personengruppen Nach demographischen Merkmalen Nach Gebietskörperschaftszugehörigkeit
Die Bevölkerung Österreichs verteilte sich im Jahr 2009 wie folgt auf seine neun Bundesländer: Wien hatte 1.692.067 Einwohner (das sind 20,23 % der Gesamtbevölkerung), Niederösterreich 1.606.615 (19,21 %), Oberösterreich 1.411.041 (16,87 %), Steiermark 1.207.588 (14,44 %), Tirol 704.792 (8,43 %), Kärnten 560.056 (6,70 %), Salzburg 529.314 (6,33 %), Vorarlberg 368.061 (4,40 %) und das Burgenland 283.506 (3,39 %).Statistik Austria: Statistisches Jahrbuch 2011, Kapitel 2.13
Nach Alter
Im Jahr 2009 waren: 1.252.435 Personen (das sind 14,98 %) der österreichischen Bevölkerung zwischen 0 und unter 15 Jahre alt. 5.646.432 (67,52 %) waren zwischen 15 und unter 65 Jahre alt. 1.464.173 (17,51 %) Personen waren 65 Jahre oder älter.Statistik Austria: Statistisches Jahrbuch 2011, Kapitel 2.13
Nach Geschlecht
Die österreichische Bevölkerung setzte sich im Jahr 2009 durchschnittlich aus: 4.290.174 Frauen (51,30 % der Gesamtbevölkerung) und 4.072.866 Männern (48,70 %) zusammen.Statistik Austria: Statistisches Jahrbuch 2011, Kapitel 2.12
Nach Familienstand
Im Jahr 2001 waren in Österreich: 3.413.954 Personen (42,50 % der Gesamtbevölkerung) ledig, 3.527.786 Personen (43,92 %) verheiratet, 573.318 Personen (7,14 %) verwitwet und 517.868 Personen (6,45 %) geschieden.Statistik Austria: Statistisches Jahrbuch 2011, Kapitel 2.18
Nach Staatsbürgerschaft
Am 1. Januar 2010 lebten in Österreich 7.480.146 österreichische (89,31 % der Gesamtbevölkerung) und 895.144 nicht-österreichische (10,69 %) Staatsbürger.
Bei Personen aus Europa mit nicht-österreichischen Staatsbürgerschaften waren die folgenden am stärksten vertreten: 138.225 (1,65 %) kamen aus Deutschland, 134.159 (1,60 %) aus Serbien und Montenegro, 112.150 (1,34 %) aus der Türkei, 84.291 (1,01 %) aus Bosnien und Herzegowina, 56.302 (0,67 %) aus Kroatien, 37.377 (0,45 %) aus Polen, 35.962 (0,43 %) aus Rumänien, 23.540 (0,28 %) aus Ungarn, 22.320 (0,27 %) aus der Russischen Föderation, 19.262 (0,23 %) aus der Slowakei, 17.274 (0,21 %) aus Mazedonien, 15.056 (0,18 %) aus Italien.
Alle sich in Österreich aufhaltenden Staatsbürger der anderen Kontinente ergaben zusammen folgende Zahlen: 62.543 (0,75 %) kamen aus Asien, 22.083 (0,26 %) aus Afrika, 17.793 (0,21 %) aus Amerika und 1.368 (0,02 %) aus Ozeanien.
Darüber hinaus waren 2947 Personen Staatenlose, von 1723 war die Staatsbürgerschaft unbekannt und von 7032 war sie ungeklärt. Die letzten drei Kategorien wurden also auf insgesamt 11.702 (0,14 %) Personen angewendet.Statistik Austria: Statistisches Jahrbuch 2011, Kapitel 2.15
Nach Geburtsland
Von der österreichischen Gesamtbevölkerung im Jahr 2010 sind 7.082.440 (84,56 %) Personen in Österreich geboren, 1.292.850 (15,44 %) Personen im Ausland.
Bei letzteren sind folgende europäische Geburtsländer am stärksten vertreten: Deutschland: 192.470 (2,30 %), Serbien und Montenegro: 187.924 (2,24 %), Türkei: 159.038 (1,90 %), Bosnien und Herzegowina: 133.500 (1,59 %), Rumänien: 60.456 (0,72 %), Polen: 56.775 (0,68 %), Tschechische Republik: 47.317 (0,57 %), Ungarn: 38.259 (0,46 %), Kroatien: 34.419 (0,41 %), Russischen Föderation: 26.647 (0,32 %), Italien: 25.586 (0,31 %), Slowakei: 23.376 (0,28 %), Mazedonien: 18.861 (0,23 %), Slowenien: 15.407 (0,18 %).
Außereuropäische Geburtsländer der österreichischen Bevölkerung waren nach Kontinenten zusammengenommen: Asien: 106.820 (1,28 %), Afrika: 40.371 (0,48 %), Amerika: 29.720 (0,35 %), Ozeanien: 2.660 (0,03 %).
Unbekannt war das Geburtsland von 7.511 (0,09 %) Personen.Statistik Austria: Statistisches Jahrbuch 2011, Kapitel 2.16
Nach Religion
Da bei der letzten Registerzählung 2011 die Religionszugehörigkeit aufgrund rechtlicher Beschränkungen nicht mehr erfasst werden durfte, liegen von Seiten der Statistik Austria lediglich die Ergebnisse der Volkszählung von 2001 vor.Volkszählung 2001 Statistik Austria. Danach bekannten sich 73,6 % der Bevölkerung zur römisch-katholischen und 4,7 % zu einer der evangelischen Kirchen (Protestantismus; überwiegend Augsburger Bekenntnis, seltener Helvetisches Bekenntnis). Etwa 180.000 Christen, das sind 2,2 % der österreichischen Bevölkerung, waren Mitglieder orthodoxer Kirchen. Zur Altkatholischen Kirche bekannten sich etwa 15.000 Gläubige, das sind rund 0,2 % der Bevölkerung.
Wie in Deutschland sind die Mitgliederzahlen der Volkskirchen rückläufig, Ende 2016 betrug der Anteil der Katholiken mit 5,16 Millionen von 8,77 Millionen nur mehr 58,8 % und hat damit den Zwei-Drittel-Anteil an der österreichischen Bevölkerung innerhalb weniger Jahre deutlich unterschritten. Relativ war der Rückgang bei den kleineren evangelischen Kirchen größer, nur noch 3,4 % bekannten sich im Jahr 2016 als Mitglied zu einer der evangelischen Kirchen. Im Jahr 2015 lebten indes ca. 500.000 Orthodoxe Christen im Land. Deren Anzahl ist somit im Vergleich zu 2001 deutlich gestiegen.Anzahl der Gläubigen von Religionen in Österreich, Das Statistik-Portal, zuletzt gesehen am 7. Dezember 2016.
Die größte nicht-christliche Glaubensgemeinschaft in Österreich ist der Islam, der seit 1912 anerkannte Religionsgemeinschaft ist. Bei der Volkszählung von 2001 bekannten sich rund 340.000 Personen, das waren 4,3 %, zum muslimischen Glauben – nach Angaben des Integrationsfonds waren es im Jahr 2009 515.914 Gläubige, was einem Anteil von 6,2 % an der Gesamtbevölkerung entspricht. Nach übereinstimmenden Schätzungen von Innenministerium und Österreichischem Integrationsfonds lebten Anfang 2017 rund 700.000 Moslems in Österreich. Die Zahl stieg vor allem durch Migranten, Geburten sowie Flüchtlinge aus dem arabischen Raum stark.Zahl der Muslime in Österreich wächst rapide
mini|Der Wiener Stadttempel, die einzige erhaltene historische Synagoge Wiens, ist Zentrum der Israelitischen Kultusgemeinde Zum Judentum bekennen sich etwa 8.140 Menschen. Die überwiegende Mehrheit davon, rund 7.000, lebt in Wien. Nach Angaben der Israelitischen Kultusgemeinde Wien sind es österreichweit 15.000.
Zum Buddhismus, der in Österreich 1983 als Religionsgemeinschaft anerkannt wurde, bekennen sich etwas über 10.000 Menschen. Zum Hinduismus, der in Österreich als „eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaft“ gilt, bekennen sich laut Volkszählung 2001 3.629 Personen.
20.000 Personen sind aktive Mitglieder der Zeugen Jehovas. Ihre gesetzliche Anerkennung als Religionsgemeinschaft wurde 2009 beschlossen.
Etwa 12 % der Bevölkerung (rund eine Million Personen) gehören nach der letzten Erhebung im Jahr 2001 keiner der in Österreich gesetzlich anerkannten Religionsgemeinschaften an. Schätzungen zufolge lag die Zahl der Atheisten und Agnostiker 2005 bei 18 % bis 26 % (1.471.500 bis 2.125.500 Personen).
Nach Todesursache
Im Jahr 2009 starben in Österreich 77.381 Personen, das waren 0,93 % der Gesamtbevölkerung.Statistik Austria: Statistisches Jahrbuch 2011, Kapitel 3.11 Davon machten die Selbstmörder 1273 (0,02 % der Gesamtbevölkerung) ausStatistik Austria: Statistisches Jahrbuch 2011, Kapitel 3.10, die tödlich Verunfallten 2.587 (0,03 %).Statistik Austria: Statistisches Jahrbuch 2011, Kapitel 3.10
Nach Ausbildung
Teilt man die österreichische Bevölkerung nach dem höchsten erreichten Ausbildungsstatus ein, kann man zuerst diejenigen zusammennehmen, die noch nicht 15 Jahre alt sind und also noch keine Ausbildung fertig abgeschlossen haben können. Im Jahr 2006 waren das 1.297.927 Personen (15,67 % der Gesamtbevölkerung). Die verbleibenden 6.983.368 Personen mit mindestens 15 Jahren (84,33 %) hatten als ihre höchste abgeschlossene Ausbildung die Pflichtschule, 2.153.135 (26,00 %), eine Lehre, 2.264.540 (27,35 %), eine Berufsbildende mittlere Schule, 1.010.568 (12,20 %), eine Allgemein bildende höhere Schule, 407.281 (4,92 %), eine Berufsbildende höhere Schule, 484.064 (5,85 %), ein Kolleg, 42.751 (0,52 %), eine Hochschulverwandte Lehranstalt, 130.098 (1,57 %) oder eine Universität bzw. Fachhochschule, 490.931 (5,93 %) absolviert.Statistik Austria: Statistisches Jahrbuch 2011, Kapitel 2.20
Nach ihrer Arbeit Nach dem Erwerbsstatus
Nach dem heute (2011) international gängigen Labour-Force-Konzept (Arbeitskraftkonzept) kann man die Gesamtbevölkerung im Jahresdurchschnitt 2010 von 8.387.700Die Zahlen in diesem Abschnitt sind auf die Hunderterstelle gerundet. Personen folgendermaßen unterteilen: 128.100 (1,53 % der Gesamtbevölkerung) Personen lebten in Anstalten oder leisteten Präsenz- oder Zivildienst ab. Es bleiben 8.259.600 Personen (98,47 %), die so weiter unterteilt werden: 4.284.600 Personen (51,08 %) waren Erwerbspersonen. Davon waren 4.096.400 Personen (48,84 %) tatsächlich Erwerbstätige. Davon arbeiteten 3.066.100 PersonenStatistik Austria: Arbeitskräfteerhebung 2010, Tabellen E3, E4, S. 203f. (36,56 %) ständig Vollzeit (mindestens 36 Stunden pro Woche). 1.030.400 PersonenStatistik Austria: Arbeitskräfteerhebung 2010, Tabellen E3, E4, S. 203f. (12,29 %) arbeiteten nicht ständig Vollzeit (zum Beispiel Teilzeit, geringfügig Beschäftigte). 188.200 Personen (2,24 %) waren Arbeitslose. 3.975.000 Personen (47,39 %) waren Nichterwerbspersonen, zum Beispiel Kinder, Schüler und Arbeitsunfähige.Statistik Austria: Arbeitskräfteerhebung 2010, Tabelle A5, S. 100
Nach der Stellung im Beruf
Im Jahr 2009 waren in Österreich durchschnittlich rund 4.077.700 PersonenHier wird auf Hunderterstellen gerundet. (48,76 % der Gesamtbevölkerung) erwerbstätig. Nach ihrer Stellung im Beruf unterteilten sie sich folgendermaßen: Selbständige und Mithelfende: 545.400 (6,52 % der Gesamtbevölkerung) Selbständige: 457.700 Personen (5,47 %) Mithelfende (Familienangehörige): 87.700 Personen (1,05 %) Unselbständige: 3.532.300 (42,24 %)Statistik Austria: Statistisches Jahrbuch 2011, Kapitel 7.05 Lehrlinge Arbeiter Angestellte Staatsbedienstete Beamte Vertragsbedienstete
Nach Erwerbstätigkeit
Insgesamt waren in Österreich 2010 durchschnittlich 4.096.400Die Zahlen in diesem Abschnitt sind auf die Hunderterstelle gerundet und beziehen sich auf die Erwerbstätigen in Privathaushalten ohne Präsenz- und Zivildiener. Personen (48,84 % der Gesamtbevölkerung) erwerbstätig. Nach der in Österreich gängigen Klassifikation in ÖNACE Abschnitte teilen sich diese Erwerbstätigen auf folgende Bereich auf: Land- und Forstwirtschaft A Land- und Forstwirtschaft; Fischerei: 214.600 (2,56 %) Produktion B Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden: 10.000 (0,12 %) C Herstellung von Waren: 624.500 (7,45 %) D Energieversorgung: 27.200 (0,32 %) E Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen: 18.200 (0,22 %) F Bau: 340.700 (4,06 %) Dienstleistungen G Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz: 624.900 (7,45 %) H Verkehr und Lagerei: 197.200 (2,35 %) I Beherbergung und Gastronomie: 253.200 (3,02 %) J Information und Kommunikation: 109.400 (1,30 %) K Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen: 148.600 (1,77 %) L Grundstücks- und Wohnungswesen: 38.100 (0,45 %) M Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen: 216.900 (2,59 %) N Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen: 140.100 (1,67 %)