Johann Schneider (* 1963 in Mediasch, Rumänien) ist ein deutscher evangelisch-lutherischer Theologe. Er amtiert als Regionalbischof des Bischofssprengels Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.
Leben Schneider siedelte im Alter von 22 Jahren mit seiner Familie nach Deutschland über, absolvierte zunächst eine Lehre als Werkzeugmacher und studierte dann Theologie in Neuendettelsau, Tübingen, München, Erlangen und Rom. 2004 wurde er an der Universität Erlangen-Nürnberg mit einer Arbeit über die orthodoxe Kirche promoviert: Der Hermannstädter Metropolit Andrei von Saguna.Bewährte Kraft oder externe Lösung? Die Kandidaten für die Wahl des Bischofs in Oldenburg stehen fest. In: IdeaSpektrum, 36.2018, S. 27. Als Pfarrer und Dozent wirkte er an der Universität Erlangen, beim Diakonischen Werk der EKD und beim Lutherischen Weltbund. 2007 wurde er theologischer Oberkirchenrat im Kirchenamt der EKD in Hannover, dort hat er insbesondere im ökumenischen Bereich gearbeitet.
Am 18. November 2011 wurde er von der Landessynode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland zum ersten Regionalbischof des neuen Propstsprengels Halle-Wittenberg gewählt und am 24. Juni 2012 mit einem Gottesdienst in der Marktkirche Halle in sein neues Amt eingeführt.https://www.ekmd.de/aktuellpresse/pm/kps/15801.html Seinen Dienst nahm er am 1. Juli 2012 auf. Als der Propstsprengel zum 1. Januar 2022 mit dem Propstsprengel Stendal-Magdeburg zum Bischofssprengel Magdeburg vereinigt wurde, behielt Schneider sein Amt für den vergrößerten Aufsichtsbereich. Er teilt sich die Verantwortung mit der Regionalbischöfin Bettina Schlauraff.Bischofssprengel Magdeburg auf der Website der EKM.
Schneider ist auch Domherr der Vereinigten Domstifter von Naumburg, Merseburg und Zeitz . und seit März 2014 Kuratoriumsvorsitzender der Diakoniewerks Halle., Meldung auf der Seite des Diakoniewerks vom 1. April 2014 Des Weiteren ist Schneider Stellvertretender Vorsitzender des Gustav-Adolf-Werks.
2017 wurde ihm auf Vorschlag der Theologischen Fakultät der Lucian-Blaga-Universität (Hermannstadt, Rumänien) die Ehrendoktorwürde verliehen.
Er ist verheiratet und hat zwei Söhne.
Publikationen Der Hermannstädter Metropolit Andrei von Șaguna. Reform und Erneuerung der Orthodoxen Kirche in Siebenbürgen und Ungarn nach 1848, Böhlau Verlag Köln-Weimar-Wien 2005 (= Studia Transylvanica 32). Zur gegenwärtigen Lage der Orthodoxen Kirche in Rumänien, in: Una Sancta 57. Jg., 2/2002.
Literatur Regionalbischof gewählt. In: Thüringer Allgemeine, 19. November 2011.
Einzelnachweise
Kategorie:Lutherischer Theologe (20. Jahrhundert) Kategorie:Lutherischer Theologe (21. Jahrhundert) Kategorie:Evangelischer Bischof (21. Jahrhundert) Kategorie:Person des Christentums (Halle (Saale)) Kategorie:Domherr (Vereinigte Domstifter) Kategorie:Person (Evangelische Kirche in Deutschland) Kategorie:Person (Evangelische Kirche in Mitteldeutschland) Kategorie:Ehrendoktor der Lucian-Blaga-Universität Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1963 Kategorie:Mann