Wiesener Forst ist ein km² großes gemeindefreies Gebiet und eine Gemarkung im Landkreis Aschaffenburg und liegt im nördlichen Teil des bayerischen Spessarts. Das Gebiet ist komplett bewaldet.

Gemarkung mini|Gemeindefreies Gebiet Wiesener Forst mini|Gemarkung Wiesener Forst Die Gemarkung Wiesener Forst ist deckungsgleich mit dem gemeindefreien Gebiet Wiesener Forst. Sie hat eine Fläche von 20,174 km² und ist in 76 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 265440,84 m² haben. Die Gemarkung ist unbewohnt.

Geographie Lage Der Forst liegt unmittelbar an der nördlich verlaufenden Grenze zu Hessen. Er umschließt fast vollständig die namensgebende Gemeinde Wiesen. Der höchste Punkt im gemeindefreien Gebiet befindet sich knapp unterhalb des Gipfels der Schindershöh auf , der niedrigste liegt an der jungen Kahl knapp unterhalb der Kahlquellen auf . Weitere markante Berge sind die Erkelshöhe (517 m) und der Greifenberg (483 m). Im nördlichen Teil des Forstes liegt eine Exklave von Wiesen, in der sich der Campingplatz am Wiesbüttsee befindet.

Berge Berggipfel, die vollständig im Wiesener Forst liegen, sind (nach Höhe sortiert): Name des Berges Höhe in Meter Erkelshöhe 517 Sonnberg 513 Eselshöhe 489 Brustberg 486 Greifenberg 483 Birkberg 480 Rehberg 471 Horst 458 Steinberg 439 Koppe 436

Nachbargemeinden

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|links|Eine der beiden Kahlquellen mini|Ruine der Birkberghütte Auf dem Gipfel der Schindershöh in der Nähe von Heinrichsthal steht der markante FMT5 Typenturm.

Der Ursprung des Flusses Kahl liegt im westlichen Teil des Forstes. Die unter Naturschutz stehenden Kahlquellen gehören zu den größten Quellen im Spessart.

Auf der linken Hangseite im Birklersgrund befinden sich am Fuße des Birkberges () die Ruinen einer Glashütte (Birkberghütte). Wegen ihrer besonderen Form wurde der 1765 erbaute und knapp zehn Meter lange Schmelzofen auch „Schmetterlingsofen“ genannt. Die Glasmanufaktur wurde von französischen Großunternehmern gegründet. Bei Ausgrabungen im Jahr 1979 wurden die noch heute sichtbaren Mauerreste freigelegt. In einer Karte von 1769 ist die Birkberghütte als „Schmelz Hütten“ eingezeichnet.Informationstafel im Birklersgrund: Die Glashütte im Birklersgrund

An der Kreuzung der historischen Handelsstraßen Eselsweg und Birkenhainer Straße liegt der Dr.-Karl Kihn-Platz im Norden des gemeindefreien Gebietes.

Verkehr Durch den Wiesener Forst verlaufen die Spessart-Höhenstraße (Kreisstraße AB 2 und Staatsstraße 2905) sowie die Deutsche Ferienroute Alpen–Ostsee (Staatsstraße 2305) und der Kahltal-Spessart-Radweg.

Siehe auch Liste der gemeindefreien Gebiete in Bayern

Weblinks

Gemeindefreies Gebiet Wiesener Forst in OpenStreetMap

Einzelnachweise

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