Oberweickenhof ist ein Gemeindeteil der Stadt Velburg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Oberweickenhof liegt in der Gemarkung Oberwiesenacker.

Geographie Der Weiler liegt im oberpfälzischen Jura etwa 1 km nordöstlich des Tales der Schwarzen Laber auf circa .

Verkehr Das Dorf liegt zwischen den Velburger Gemeindeteilen Oberwiesenacker und Unterweickenhof, mit dem es durch Gemeindeverbindungsstraßen verbunden ist. Westlich vom Ort verlaufen die Kreisstraße NM 37 sowie die Bundesautobahn 3. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt in südlicher Richtung zu einem großflächigen Steinbruchgebiet.

Geschichte Oberweickenhof ist wahrscheinlich in karolingischer Zeit durch fränkische Kolonisatoren angelegt worden.Jehle, S. 5 Der Ort gehörte zur Herrschaft Helfenberg; in einer Verkaufsurkunde der ersten Hälfte dieser Herrschaft an Pfalzgraf Ruprecht ist der Weiler 1372 als „Weychenhoffen“ mit zwei Untertanen aufgeführt.Jehle, S. 315 Um 1400 bestand der Weiler aus acht Anwesen, ebenso noch um 1500. Im 17. Jahrhundert waren es dann zwei Anwesen weniger.Jehle, S. 322, 326 Am Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand der Weiler aus sechs kleineren Anwesen und dem gemeindlichen Hirtenhaus; sie unterstanden hochgerichtlich nach wie vor dem pfalz-neuburgischen Amt Helfenberg.Jehle, S. 495

Im Königreich Bayern (1806) wurde um 1810 der Steuerdistrikt Unterwiesenacker gebildet, der dem Landgericht Parsberg zugeordnet war, ihm gehörten Unterwiesenacker, Oberwiesenacker mit der Gehermühle, Oberweickenhof, Unterweickenhof, Hilzhofen und Habertshofen an. Mit dem Gemeindeedikt vom 15. Mai 1818 wurde daraus die parsbergisch-landgerichtliche Ruralgemeinde Oberwiesenacker mit den Ortsteilen Unterwiesenacker, Habertshofen, Habsberg mit Kirche, Hilzhofen, Oberweickenhof, Oberwiesenacker mit Gehermühle (diese seit 1830 eigens aufgeführt), Unterweickenhof mit Kirche und seit circa 1830 Richthof.Jehle, S. 536, 543, 556 f.

In Gemeindeteil Oberweickenhof lebten 1836 42 Einwohner (7 Häuser),Th. D. Popp (Hg.): Matrikel des Bissthumes Eichstätt, Eichstätt: Ph. Brönner, 1836, S. 162 1871 38 Einwohner (22 Gebäude; an Großviehbestand 6 Pferde und 49 Stück Rindvieh),Vollständiges Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern ... nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dez. 1875, München 1877, Sp. 980 1900 42 Einwohner (8 Wohngebäude),Kgl. Statistisches Bureau in München (Bearb.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern... [nach dem Ergebnis der Volkszählung vom 1. Dez. 1900], München 1904, Sp. 903 1925 46 Einwohner (8 Wohngebäude),Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928, München 1928, Sp. 911 1938 45 Einwohner (nur Katholiken),Buchner II, S. 309 1950 50 Einwohner (8 Wohngebäude).Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950, München 1952, Sp. 787 1987 47 Einwohner (9 Gebäude mit Wohnraum, 9 Wohnungen).Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987, München 1991, S. 261 Durch das Neubaugebiet im Norden des Dorfes sind heute 43 Hausnummern vergeben.

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Oberwiesenacker am 1. Mai 1978 in die Stadt Velburg bzw. in die Gemeinde Pilsach eingemeindet; der Weiler Oberweickenhof kam nach Velburg. mini|Flurkreuz bei Oberweickenhof Kirchliche Verhältnisse Der Weiler gehört seit altersher zur Pfarrei St. Willibald zu Oberwiesenacker mit der Filiale Kirchenwinn im Bistum Eichstätt.Popp, S. 162; Buchner II, S. 309 Von 1552 bis 1626 war mit Pfalz-Neuburg die Pfarrei und damit auch Oberweickenhof evangelisch.Buchner II, S. 301 f. Am nördlichen Ortsrand befindet sich die aus dem 18. Jahrhundert stammende private Wegkapelle St. Maria. Siehe Liste der Baudenkmäler in Velburg#Oberweickenhof.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ortsteil von Velburg Kategorie:Weiler im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ersterwähnung 1372