mini|Ehemaliges Kloster und Schloss Rauden
Rudy [] (deutsch Groß Rauden) ist ein Ort an der Ruda (Raude) in der Stadt- und Landgemeinde Kuźnia Raciborska im Powiat Raciborski der Woiwodschaft Schlesien in Polen. Zur Unterscheidung von gleichnamigen Orten wird auch die Bezeichnung Rudy Wielkie oder Rudy Raciborskie verwendet. Im Deutschen wird der Ort auch vereinfacht als Rauden bezeichnet.
Geografie Rudy liegt 12 Kilometer östlich von Kuźnia Raciborska, 20 Kilometer nordöstlich von Racibórz und 40 Kilometer westlich von Katowice.
Nachbarorte von Rudy sind im Nordwesten Ruda Kozielska (Klein Rauden), im Norden Bargłówka (Barglowka), im Nordosten Stanica (Stanitz) und Pilchowice (Pilchowitz), im Süden der Rybniker Stadtteil Stodoły (Stodoll) und im Südwesten Jankowice Rudzkie (Jankowitz-Rauden).
Zu Rudy gehören die Weiler Biały Dwór, Brantolka, Kolonia Renerowska (Rennersdorf), Paproć, Podbiała, Przerycie und Szybki.
Geschichte mini|links|Kloster Rauden in der Mitte des 18. Jahrhunderts mini|Kirche auf dem Raudener Friedhof mini|Pfarrhaus mini|hochkant|Waldweg Im 13. Jahrhundert wurde das Zisterzienserkloster gegründet.
Im 19. und 20. Jahrhundert war Schloss Rauden Sitz der Herzöge von Ratibor.
Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 726 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 385 für Polen. Im Gutsbezirk Groß Rauden stimmten 84 Personen für Deutschland und 11 für Polen.Vgl. Groß Rauden verblieb beim Deutschen Reich. Nachdem der Großteil sowie die Kreisstadt des Landkreises Rybnik 1922 zu Polen gekommen waren, wurde Groß Rauden nach der Auflösung des Restkreises zum 1. Januar 1927 Teil des Landkreises Ratibor, zu dem es bis Kriegsende 1945 gehörte.
Nachdem die Rote Armee den Ort erreicht hatte, wurden das Schloss (Klostergebäude) und die Schlosskirche durch Anzünden schwer beschädigt.
Als Folge des Zweiten Weltkrieges fiel Groß Rauden 1945 zur Verwaltung an Polen, wurde in Rudy umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 wurde es in die Woiwodschaft Opole umgegliedert. 1975 wurde Rudy zur Woiwodschaft Kattowitz und 1999 zur neuen Woiwodschaft Schlesien sowie zum wiedergegründeten Powiat Raciborski.
Sehenswürdigkeiten mini|Schmalspurzug in Groß Rauden Die Gebäude und Kirche des ehemaligen Zisterzienserklosters Groß Rauden und späteren Schlosses Rauden im barocken Stil. Erbaut im 13. Jahrhundert. Umgeben von einem Englischen Landschaftsgarten. Kapelle Statue des böhmischen Landesheiligen Johann Nepomuk aus dem Jahr 1724 Pfarrhaus vom Ende des 19. Jahrhunderts Gebäude des Krankenhauses von 1858 Postgebäude Friedhofskirche aus den Jahren 1880–1884 Rauden war ein Zwischenhaltepunkt der Schmalspurbahn von Gleiwitz nach Ratibor. Daran erinnern noch das Bahnhofsgebäude und ein Museum mit Schmalspurbahnen. Waldpark Buk Schweizerteich
Vereine Deutscher Freundschaftskreis
Persönlichkeiten Söhne und Töchter des Ortes Victor II. Amadeus von Ratibor (1847–1923), deutscher Politiker Paul Mucha (1856–1936), deutscher Kunstmaler, in Berlin wirksam Max von Ratibor und Corvey (1856–1924), deutscher Diplomat Karl Prinz von Ratibor und Corvey (1860–1931), deutscher Jurist und Politiker Victor III. von Ratibor (1879–1945), deutscher Land- und Forstwirt und Jurist Franz-Albrecht Metternich-Sandor (1920–2009), Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande
Personen die im Ort gewirkt haben Victor I. Herzog von Ratibor (1818–1893), deutscher Standesherr und Politiker Julius Roger (1819–1865), deutscher Arzt, Naturforscher und Volkskundler
Literatur Georg Hyckel: Groß Rauden. In: Hugo Weczerka (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten. Band: Schlesien (= Kröners Taschenausgabe. Band 316). Kröner, Stuttgart 1977, ISBN 3-520-31601-3, S. 155–156.
Weblinks
Einzelnachweise , abgerufen im November 2011
Kategorie:Gmina Kuźnia Raciborska Kategorie:Ort in Schlesien Kategorie:Ort der Woiwodschaft Schlesien