Hülsdonk (eigentlich: die HülsdonkPeter Norrenberg: Aus dem Viersener Bannbuch, Viersen 1886(Online-Präsentation der Universitätsbibliothek der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, abgerufen am 31. Oktober 2013)) ist ein Ortsteil von Viersen, Kreisstadt des gleichnamigen Kreises im Westen des deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Innerhalb des Viersener Stadtgebiets gehört der Ortsteil Hülsdonk zum Stadtbezirk Alt-Viersen und liegt ca. 1,0–1,5 km östlich der Altviersener Innenstadt.(Herausgegeben vom Land Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 23. März 2019) (4. Auflage, herausgegeben 1989 herausgegeben 1981 vom Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen (jetzt: Bezirksregierung Köln), abgerufen am 31. Oktober 2013)Online-Weltkarte der OpenStreetMap Foundation (abgerufen am 17. November 2011) Innerhalb Nordrhein-Westfalens gehört Hülsdonk außerdem zur Region NiederrheinWikipedia: Niederrhein (Region) (abgerufen am 17. November 2011) und zählt darüber hinaus als Ortsteil von Viersen zur Metropolregion Rhein-Ruhr.Wikipedia: Metropolregion Rhein-Ruhr (abgerufen am 17. November 2011)

Frühere Bezeichnungen für das Gebiet waren, in veralteter niederländischer Schreibweise, zunächst Hulsdunk, Hulßdunk, Hulßdunck oder Hulsdonck (Nachdruck herausgegeben 1966 vom Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen, Bonn-Bad Godesberg (jetzt: Bezirksregierung Köln), abgerufen am 31. Oktober 2013), später dann in veralteter deutscher Schreibweise auch Hülsdonc(Nachdruck herausgegeben 1991 vom Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen, Bonn-Bad Godesberg (jetzt: Bezirksregierung Köln), abgerufen am 23. März 2019). Soweit es dokumentiert ist, war das Gebiet von Hülsdonk bereits seit dem Mittelalter ein Teil der Altviersener Honnschaft Rintgen, von irgendeiner kommunalpolitischen Selbständigkeit ist nichts bekannt.

Etymologie mini|Hülsdonk und Robend zur Franzosenzeit um 1805. Deutlich ist in der Bildmitte der hier damals bereits fertiggestellte Nordkanal zu erkennen.mini|Der Bereich zwischen Zollweg und Krefelder Straße heute (2011):Hier hatte die Hülsdonk ihren Ursprung.mini|Hülsdonk und umliegende Ortsteile von Alt-Viersen.mini|Blick auf die Krefelder Straße im Bereich von Hülsdonk.mini|Abenddämmerung auf der Krefelder Straße in Hülsdonk,von der Papierfabrik der Smurfit Kappa Group in Robend aus gesehen.

Bei der Deutung des Ortsnamens Hülsdonk sind beide Silben getrennt zu betrachten: Die erste Silbe „Hüls“ leitet sich her vom Wort „huls“, das sowohl im Althochdeutschen wie auch im Mittelniederländischen die Stechpalme bezeichnet.HULST (heestersoort (Ilex aquifolium)) (niederländisch, Internetauftritt von etymologiebank.nl, abgerufen am 17. November 2011) Die zweite Silbe „Donk“ weist auf eine vergleichsweise trockene Erhebung in sonst feuchter bzw. sumpfiger Umgebung hin. Zum Ursprung des Begriffs Donk existieren verschiedene Erklärungsmodelle, die das Wort entweder aus dem AltniederländischenLowlands Talk: Niederländisch (deutsch, abgerufen am 17. November 2011) oder zeitlich noch weiter zurückliegend aus dem Keltischen (Webseite der Familie Slickers, abgerufen am 17. November 2011) ableiten.

Geschichte Die ursprüngliche Hülsdonk war das frühere Feld zwischen dem heutigen Zollweg und der Krefelder Straße im Osten der einstigen Altviersener Honnschaft Rintgen. (Herausgegeben 2011 vom Land Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 17. November 2011) In diesem Bereich gab es mindestens seit ca. 1575 einen Bauernhof "up der Hulsdunk" (hochdeutsch: auf der Hülsdonk), in dessen Umgebung sich die Siedlung Hülsdonk dann allmählich entwickelte. Schon im Jahre 1713 bestand dieser anfängliche Hülsdonk-Hof nicht mehr, es gruppierten sich aber mehrere Nachfolge-Gehöfte in dem Gebiet, das gegenüber den im Norden und Osten angrenzenden Bruchlandschaften von Rahser Bruch bzw. Rintger Bruch um etwa 1 bis 2 Meter erhöht ist,(Herausgegeben 2000 vom Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen, Bonn-Bad Godesberg (jetzt: Bezirksregierung Köln), abgerufen am 18. November 2011) weshalb es auch zu Recht als Donk bezeichnet wurde.

Zur Franzosenzeit, also um das Jahr 1800 herum, zeigt eine damals gefertigte detaillierte Landkarte eine Bebauung über die das ursprüngliche Hülsdonk-Feld nach Norden begrenzende Krefelder Straße hinaus bis in den Bereich, durch den heute die Straße bzw. Gasse namens Hülsdonk verläuft. Durch die im 19. Jahrhundert einsetzende Industrialisierung und die damit einhergehende Bevölkerungsexplosion verdichtete sich die Bebauung der Hülsdonk dann im Wesentlichen auf ihren heutigen Umfang.

Verkehr Straßenverkehr Das Gebiet von Hülsdonk wird von West nach Ost (oder umgekehrt) von der nordrhein-westfälischen Landesstraße 29 durchquert, dies ist die ehemalige Bundesstraße 7Abschied von der B 7 (Rheinische Post vom 2. August 2010, Seite C1 ("Grenzland-Kurier"), abgerufen am 19. November 2011), die hier auch "Krefelder Straße" heißt. Die L29 verbindet Hülsdonk in Richtung Westen mit der Alt-Viersener Innenstadt, in Richtung Osten mit dem Willicher Stadtteil Neersen, wo auch Anschluss an die A44 besteht.

Vom Kreisverkehr am Antwerpener Platz zweigt Richtung Norden außerdem die „Kanalstraße“ ab, die Hülsdonk mit Süchteln verbindet. Dabei handelt es sich um eine innerstädtische Nebenstrecke, die im weiteren Verlauf in Rahser zunächst „Sittarder Straße“ heißt und dann in Sittard zur „Rheinstraße“ wird. Am nördlichen Ende von Sittard mündet diese Straße am Ortsanfang von Süchteln gegenüber der Holtzmühle schließlich in die Landesstraße L475 („Tönisvorster Straße“) ein.

Schienenverkehr Personenverkehr Die Bahnstrecken von Mönchengladbach nach Duisburg bzw. von Mönchengladbach nach Venlo verlaufen auf gemeinsamem Bahndamm am südlichen Rand des benachbarten Neubaugebiets Stadtpark Robend, ca. 500 m von der Hülsdonk entfernt. Ein neu errichteter Fußgängertunnel führt hier von Norden her in den Bahnhof Viersen. Dort bestehen Zustiegsmöglichkeiten in eine Regionalbahn- und zwei Regionalexpress-Linien: , bzw. .

Güterverkehr Auf dem Gelände des angrenzenden Neubaugebiets Stadtpark Robend gab es früher ein Depot der Britischen Rheinarmee. Dieses Depotgelände verfügte über einen Gütergleisanschluss an das Deutsche Eisenbahnnetz. Ein Schienenstrang der Gütergleise folgte dabei in etwa dem Verlauf der heutigen Hageau-Promenade im Stadtpark Robend und reichte in der Nähe des heutigen Antwerpener Platzes zumindest bis Mitte der 1970er Jahre fast bis an das Gebiet der Hülsdonk heran.(5. Auflage 1975, herausgegeben 1954 vom Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen, Bonn-Bad Godesberg (jetzt: Bezirksregierung Köln), abgerufen am 19. November 2011)

Busverkehr Als Ortsteil von Viersen zählt der Bereich Hülsdonk zum Tarifgebiet des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr. Die BVR Busverkehr Rheinland GmbH und die Niederrheinwerke Viersen bedienen das Gebiet mit insgesamt fünf Buslinien. Hierdurch bestehen von Hülsdonk aus direkte Verbindungen mit den meisten Viersener Stadtteilen. Die beiden BVR-Linien verknüpfen das Gebiet außerdem mit allen vier Stadtteilen der benachbarten Stadt Willich sowie mit den Düsseldorfer Vororten Meerbusch und Kaarst, wo jeweils Anschluss an das Stadtbahn- oder S-Bahn-Netz besteht:

Öffentlicher Nahverkehr in Viersen-Hülsdonk Typ Linie Strecke Hinweise24px|Bus Viersen, Busbf. – Viersen, Gereonsplatz – Krefelder Str./Kanalstr. – Krefelder Str./Robend – Anrath – Willich – Meerbusch, Haus Meer 16px|verweis=Stadtbahn Busverkehr Rheinland, Haltestellen im Bereich Hülsdonk:Krefelder Str./Kanalstr. und Krefelder Str./Robend. Am Haus Meer besteht Anschluss an die Düsseldorfer Stadtbahn.24px|Bus Düpp, Im Wolfhahn – Robend – Krefelder Str./Robend – Krefelder Str./Kanalstr. – Viersen, Busbf. – Viersen, Gereonsplatz – Hoser – Bockert, Kreuz Niederrheinwerke Viersen, Haltestellen im Bereich Hülsdonk:Krefelder Str./Kanalstr. und Krefelder Str./Robend.24px|Bus Dülken, Am Drouvenhof – Viersen, Busbf. – Viersen, Gereonsplatz – Viersen, Bf. – Krefelder Str./Kanalstr. – Rahser – Sittard – Süchteln, Jugendpsychiatrie Niederrheinwerke Viersen, Haltestellen im Bereich Hülsdonk:Krefelder Str./Kanalstr. und Kanalstraße.24px|Bus Beberich, Berliner Höhe – Viersen, Gereonsplatz – Viersen, Busbf. – Krefelder Str./Kanalstr. – Rahser, Notburgastr. Niederrheinwerke Viersen, Haltestellen im Bereich Hülsdonk:Krefelder Str./Kanalstr. und Kanalstraße.24px|Bus Viersen, Busbf. – Krefelder Str./Gillessen – Krefelder Str./Kanalstr. – Krefelder Str./Robend – Neersen – Schiefbahn – Kaarster See 16px|verweis=S-Bahn Busverkehr Rheinland, Haltestellen im Bereich Hülsdonk:Krefelder Str./Kanalstr. und Krefelder Str./Robend. Am Kaarster See besteht Anschluss an die S‑Bahnlinie S28 ("Regiobahn").Stand: November 2011

Radwanderwege Drei Themenrouten des nordrhein-westfälischen Radwegenetzes verlaufen auf einem gemeinsamen Fahrweg ein kurzes Stück durch Hülsdonk, und zwar auf dem Radweg neben der Kanalstraße:

Die internationale Radwanderstrecke Fietsallee am Nordkanal auf dem Weg von Süchteln Richtung Donk.Radwandern im Kreis Viersen, Radwanderkarte 1:50.000, 4. Auflage 2009(Herausgegeben durch Bielefelder Verlag GmbH & Co. KG, Bielefeld und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Viersen mbH, Viersen, ISBN 978-3-87073-122-9)ADFC-Regionalkarte: Niederrhein-Süd, 1:75.000, 2. Auflage 2006(Herausgegeben durch Bielefelder Verlag GmbH & Co. KG, Bielefeld und Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V. (ADFC), Bremen, ISBN 978-3-87073-318-6) Die Deutsche Fußballroute NRW, hier speziell zwischen den Städten Krefeld und Mönchengladbach. Außerdem verläuft hier auch, zwischen Süchteln und Neuwerk-Donk auf gemeinsamem Fahrweg mit der Fietsallee am Nordkanal, ein Teilabschnitt des Euroga-Radwegsystems.

mini|Unter Denkmalschutz:Die frühere Katholische Volksschule Hülsdonk auf der Krefelder Straße.

Sehenswürdigkeiten Ehemalige Katholische Volksschule Hülsdonk Der allgemeine Bevölkerungszuwachs im 19. Jahrhundert und der damit verbundene Kinderreichtum erforderten auch neue Schulen, so kam es im Jahr 1867 zur Gründung der Katholischen Volksschule Hülsdonk, die sich seit 1878 an der Krefelder Straße 123–125 befand. Das Gebäude steht mit der Listennummer 460 seit 2005 unter Denkmalschutz.Denkmäler: Katholische Volksschule Hülsdonk (Internetauftritt der Stadt Viersen, abgerufen am 19. November 2011) Der östliche Teil des Gebäudekomplexes (Krefelder Str. 125) ist nach wie vor als Schulgebäude in Betrieb, hier befindet sich eine Dependance der Städtischen Gemeinschaftsgrundschule Rahser. Bis zum Ende des Schuljahres 2010/11 war hier die Astrid-Lindgren-Grundschule untergebracht.RP Online: Viersen: Künftig nur eine Grundschule fürs Rahser (abgerufen am 19. November 2011) Der westliche Teil des früheren Schulgebäudes (Krefelder Str. 123) heißt heute „Hubert Vootz Haus“. Hier befindet sich das Vereinsheim des Viersener Ortsverbandes der Sozialistischen Jugend Deutschlands (SJD – Die Falken). (abgerufen am 19. November 2011)

Vereinswesen und Gesellschaftsleben Karnevalsgesellschaft Fideles Kränzchen Viersen e. V.Karnevalsgesellschaft Fideles Kränzchen Viersen e. V. (abgerufen am 19. November 2011) St. Josefs und St. Gereon Schützenbruderschaft 1883 / 1710 e. V., Krefelder Straße, ViersenSt.Josefs u. St. Gereon Schützenbruderschaft 1883 / 1710 e. V., Krefelder Straße, Viersen (abgerufen am 19. November 2011) SJD – Die Falken (Sozialistische Jugend Deutschlands), Ortsverband Viersen St. Martinsverein Krefelder Straße, Hormesfeld 4, Viersen-HülsdonkVereine: St. Martinsverein Krefelder Straße (offizieller Internetauftritt der Stadt Viersen, abgerufen am 19. November 2011)

mini|"Casino", der Spielsalon in Hormesfeld.mini|Der Eingangsbereich zur Shopping-Mall des Einkaufszentrums Kanalstraße:Hier gibt es nicht nur real,-.

Sport und Freizeit