Die Wallburg in Sonnborn ist eine vermutlich frühmittelalterliche Wallburg, deren Existenz nicht nachweislich gesichert ist. Sie soll auf dem Gebiet des heutigen Wuppertaler Ortsteil Sonnborn gelegen haben.
Sie wird in der Chronik Sonnborns erwähnt, die 1888 vom Sonnborner Bürgerverein zusammengestellt und 1958 vom Nachfolgeverein, der Bürgergemeinschaft Sonnborn-Zoo-Varresbeck, neu publiziert wurde. So heißt es in der Chronik von 1888 mit Überarbeitungen aus dem Jahr 1958:
Weiter heißt es:
Topologie Der mutmaßliche Standort (Burgstall) lag nördlich des Ortskerns Sonnborn, rund 600 Meter nördlich der Hauptkirche Sonnborn, die einen Vorgängerbau aus dem 9. oder 10. Jahrhundert besaß. Die in der Chronik erwähnte Burg Elberfeld (= Burg Elverfelde) lag rund 3,5 Kilometer östlich dieses Standortes. Haus Lüntenbeck, eine alte Siedlungsstelle im Bereich Sonnborns, liegt rund 1,4 Kilometer nördlich entfernt. Haus Lüntenbeck war der Oberhof von Sonnborn. Westlich der Anlage führt die Kirchhofstraße von Sonnborn kommend vorbei. Sie geht wahrscheinlich auf die Altstraße Neuss–Herdecke zurück. Eine Funktion als Warte ist somit ebenfalls denkbar.
mini|Alte Sonnborner Kirche von 1838, um 1860. Dahinter die Erhebung
Die Wallburg, vielleicht sogar aufgrund der exponierten Lage eine Hügelburg, befand sich demzufolge bei der Ortslage Kirberg (= Kirchberg) auf dem Gipfel der 207,5 mTopografische Karte, TK25 hohen Erhebung, die teils nach der alten Ortslage Kirberg genannt wird. Auf einer Karte der Gemarkung Sonnborn von 1830 ist die Erhebung mit dem Flurnamen „Am Kuckuck“ versehen.Wilfried Heimes: Die Anfänge der Gemarkung Sonnborn im Bergischen Land und deren Entwicklung, 1961
Der beschriebene Sportplatz wurde 1929 unter Eigenleistung des Sonnborner Jünglingsvereins (Vorgängerverein vom CVJM Wuppertal-Sonnborn e. V.) errichtet. abgerufen im November 2011 Auf einem Stadtplan von Wuppertal, der auf das Jahr 1930 datiert ist, ist auf dem Gipfel der Erhebung eine ringförmige Struktur eingezeichnet. Diese 25 Meter durchmessende Struktur auf der Karte liegt rund 70 Meter weiter nördlich des Sportplatzes.Die Lage wurde bestimmt, indem der alte Stadtplan als Overlay in Google Earth unterlegt wurde.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände des Sportplatzes mit Einfamilienhäusern und einer kleinen Zeile Reihenhäuser überbaut, die von einer Einliegerstraße der Kirchhofstraße erschlossen wird.Topografische Karte von 1953, TK25 Die Stelle mit der Ringstruktur im Stadtplan wurde zwischen 1974 und 1983Topografische Karte von 1983, TK25 mit einer kleinen Zeile Reihenhäuser überbaut, die von der Straße Duisbergstraße erschlossen wird.
Einzelnachweise
Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Wuppertal Kategorie:Burgwall in Nordrhein-Westfalen Kategorie:Befestigungsanlage in Wuppertal