Maria Sabine Augstein (* 1949 in Hannover) ist eine deutsche Rechtsanwältin, die sich vor allem für die Rechte von trans Menschen einsetzt.
Leben Als ältestes Kind des deutschen Verlegers Rudolf Augstein und seiner Ehefrau Lore Ostermann studierte Augstein nach der Schulzeit Rechtswissenschaften. Augstein unterzog sich 1977 mit 28 Jahren einer geschlechtsangleichenden Operation zum weiblichen Geschlecht. Sie setzte sich in verschiedenen Gerichtsprozessen erfolgreich für die Rechte transgeschlechtlicher Menschen in Deutschland ein. 1992 bestellte sie für das erste prominente Lesbenpaar Hella von Sinnen und Cornelia Scheel das Aufgebot, das damals jedoch abgelehnt wurde. Erst 2001 wurden mit dem Lebenspartnerschaftsgesetz die Standesämter in Deutschland geöffnet. Seit 1978 lebt Augstein mit der Malerin und Fotografin Inea Gukema-Augstein (* 1946) zusammen, seit 2001 in eingetragener Partnerschaft. Das Paar lebt in Tutzing. Für ihre langjährige Arbeit wurde sie im Frühjahr 2015 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Auszeichnungen 2008: Zivilcouragepreis des CSD Berlin 2013: Maneo Tolerantia Award 2015: Bundesverdienstkreuz
Literatur
Weblinks
Dagmar von Taube: Vom Mann zur Frau: Maria Sabine Augstein In: Die Welt, 29. Januar 2007
Einzelnachweise
Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland) Kategorie:LGBT-Aktivist (Deutschland) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Kategorie:Transgeschlechtliche Person Maria Sabine Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1949 Kategorie:Frau