mini|Marie von Berks, um 1901 Marie Edle von Berks, geb. Čop, (* 10. August 1859 in Livorno, Italien; † 25. Mai 1910Österreichs Illustrierte Zeitung. Heft 36, 5. Juni 1910, S. 911 (Digitalisat). in Görz) war eine österreichische Schriftstellerin. Sie schrieb unter dem Pseudonym Mara Čop-Marlet.

Leben Sie kam als Tochter des österreichischen Offiziers Anton Čop in Livorno zur Welt, ihre Mutter stammte aus Mainz; (siehe auch: Festung Mainz). Infolge der italienischen Revolution verlor die Familie ihr Vermögen und zog nach Kroatien, wo Berks aufwuchs. In erster Ehe heiratete sie 1889lt. Pataky, Friedrichs; lt. Žura Vrkić 1886. in Algerien den französischen Rechtsanwalt Charles Lenger-Marlet; eine gemeinsame Tochter starb nach kurzer Zeit. Mit ihrem Mann unternahm sie verschiedene Weltreisen, die sie unter anderem nach Nordafrika und zu verschiedenen Mittelmeer-Inseln brachte. Sie begann zu dieser Zeit für verschiedene französische Zeitungen und Tagesblätter, darunter die Nouvelle revue, über ihre Reiseeindrücke zu schreiben. Besonders hoben Zeitgenossen ihre ethnografischen Studien zu Sinti und Roma hervor,Pataky, Bd. 1, S. 57 für die sie von der englischen Gypsy Lore Society zum korrespondierenden Ehrenmitglied ernannt wurde. Die französische Académie des Palmiers ernannte sie zu ihrem Mitglied. Für die ungarische ethnographische Gesellschaft arbeitete sie als Referentin.

Nach dem Tod ihres ersten Ehemanns zog Berks nach Graz und heiratete 1894 in zweiter Ehe den Großgrundbesitzer und österreichischen Reichstagsabgeordneten Hugo von Berks († 1906), mit dem sie einen Sohn hatte. Die Familie lebte auf Schloss Reifenstein bei St. Georgen, Steiermark. Nach dem Tod ihres Gatten (1906) übersiedelte Berks nach Görz, wo sie Anfang Juni 1910 verstarb.

Neben Artikeln für Zeitungen und Zeitschriften schrieb Berks Novellen, die unter anderem in der Wiener Mode und im Jahresbuch der Dioskuren erschienen, sowie Schauspiele und Dramen. Sie übersetzte zudem Schauspiele ins Deutsche, darunter Guy de Maupassants Pierre et Jean (1890 unter dem Titel Muschelkinder).

Werke 1887: Aus den Edelhöfen des Balkan. Novellen 1887: Dankos Glück. Ethnographische Studie aus Afrika 1888: Südslawische Frauen. Auf Höhen und Tiefen der Balkanländer 1890: Ein Goldstück. Schauspiel 1890: Das Hochzeitslied. Lustspiel 1890: Muschelkinder. Opernlibretto 1890: Psyche. Schauspiel 1897: Vom Pariser Macadam. Novellen und Skizzen 1907: Die Sünderin. Roman aus der österreichischen Gesellschaft 1908: Gestrandet. Roman aus der Gesellschaft 1909: Ins Bad. Milit.-humoristischer Roman

Aufsätze Vlaho Bukovac,

Literatur

Berks, Marie von. In: Elisabeth Friedrichs: Die deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 18. und 19. Jahrhunderts. Ein Lexikon. Metzler, Stuttgart 1981, ISBN 3-476-00456-2, (Repertorien zur deutschen Literaturgeschichte 9), S. 22. Slavica Žura Vrkić: Prva hrvatska etnografkinja Mara Čop. In: Etnološka tribina. Band 33, Nr. 26, 2004, S. 91–105.

Einzelnachweise

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