Titschendorf ist ein Ortsteil der Stadt Wurzbach im Saale-Orla-Kreis in Thüringen.
Geografie Titschendorf befindet sich an der südlichen Grenze des Freistaates Thüringen zu Bayern; Nordhalben ist der westlich gegenüberliegende bayerische Nachbar. Die Höhenlage beträgt im Mittel 668 m über NN. Die Landesstraße 1095 erfasst verkehrsmäßig den Raum um Titschendorf. Titschendorf mit seinen SiedlungenHeinrichshöhe und Rodacherbrunn liegt auf einer Hochfläche des auslaufenden Thüringer Schiefergebirges mit 980 Hektar Grünland. ohne|mini|Niederschlag
Geschichte Die Ersterwähnung von Titschendorf war 1616.Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 216. Die Vorfahren der heutigen Bewohner siedelten um 1610 vom zum Hochstift Bamberg gehörenden Nordhalben aus Glaubensgründen auf den Titschenberg. Sie bauten Hütten und eine Kapelle, 1650 eine Schule und 1661 hatten sie bereits 36 Wohnungen. Die heutigeDreifaltigkeitskirche wurde 1778 gebaut. Der Ort gehörte zur reußischen Herrschaft Ebersdorf, die zeitweise der Linien Reuß-Lobenstein und Reuß-Ebersdorf.Johann Ernst Fabri: Geographie für alle Stände. Theil 1, Band 4: Welcher die Fortsetzung und den Beschluß vom Obersächsischen Kreise enthält. Schwickert, Leipzig 1793, S. 882. 1806 überquerte dort Napoleon das Gebirge und soll in der Umgegend übernachtet haben.
1848 kam der Ort zum Fürstentum Reuß jüngerer Linie, ab 1852 zum Landratsamt Schleiz und 1919 zum Volksstaat Reuß. Seit 1920 gehört der Ort zu Thüringen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er durch die nahe Innerdeutsche Grenze geprägt.Website der Stadt Wurzbach, abgefragt am 14. November 2011 Die Auflösung als Gemeinde erfolgte zum 1. Juli 1999. Titschendorf wurde dabei zusammen mit Grumbach, Heberndorf, Heinersdorf, Oßla und Weitisberga nach Wurzbach eingemeindet.
Die urkundliche Ersterwähnung der in der Gemeinde Titschendorf liegenden Ansiedlungen Heinrichshöhe und Rodacherbrunn war 1801 bzw. am 30. April 1570.Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 116, 234.
Auf einem ehemaligen LPG-Gelände nahe der bayerisch-thüringischen Grenze gibt es seit 1998 das Segelfluggelände Titschendorf des Luftsportclubs Nordhalben.
2017 wurde am Tiegelsbach ein Gedenkstein für das Opfer der DDR-Diktatur Manfred Smolka errichtet.Für Manfred Smolka: Ein Stein gegen das Vergessen in Titschendorf. Ostthüringer Zeitung, 13. Mai 2017.
Söhne und Töchter des Ortes Friedrich Fraaß (1809–1885), Pfarrer und Politiker Harald Bär (1927–1999), Berufsoffizier der Nationalen Volksarmee der DDR Mike Möller (* 1975), Stuntman
Weblinks
Fanseite über Titschendorf Titschendorf auf der Homepage der Stadt Wurzbach
Einzelnachweise
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