Wolf-Dietrich Sprenger (* 11. Oktober 1942 in Zeitz) ist ein deutscher Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller.

Leben Wolf-Dietrich Sprenger wuchs in Zeitz auf. 1957 zog er nach West-Berlin, da er befürchten musste, in der DDR keinen Studienplatz zu erhalten.Wolf-Dietrich Sprenger bei rowohlt-theaterverlag.de, abgerufen am 4. März 2024 Dort studierte er nach seinem 1963 abgelegten Abitur an der FU Berlin Germanistik und Theaterwissenschaft.Wolf-Dietrich Sprenger bei komoedie-steinstrasse.de, aus dem Webarchiv abgerufen am 4. März 2024 Während seines Studiums spielte er Studententheater.

1968 erhielt Sprenger ein erstes Engagement an den Städtischen Bühnen Flensburg. Es folgte ein Engagement an den Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach. Dort war er in Max Frischs Andorra und in der Titelrolle in Peter Weiss’ Hölderlin auf der Bühne zu sehen. 1972 wechselte er an das Deutsche Schauspielhaus nach Hamburg. Sprenger wirkte in Ödön von Horváths Glaube Liebe Hoffnung, Henrik Ibsens Gespenster und Die Wildente, in der Inszenierung von Peter Zadek, mit. Unter Jürgen Flimm spielte er in Dantons Tod von Georg Büchner. Im Jahr 1979 folgte er Flimm an das Kölner Schauspielhaus. In Köln stand er unter anderem als „Mephisto“ in Goethes Faust auf der Bühne. 1985 ging er mit Flimm zurück nach Hamburg an das Thalia Theater. In dieser Zeit spielte er den „Truffaldino“ in Carlo Goldonis Der Diener zweier Herren und den „Malvolio“ in Shakespeares Was ihr wollt. Seit 1997 ist er ohne festes Engagement als freier Schauspieler tätig. Zuletzt war Sprenger als „Henrik“ in Ingmar Bergmans Nach der Probe unter der Regie von Luk Perceval im Schauspielhaus Hannover und im Thalia Theater zu sehen.Publikum berührt von psychologischem Theater. Armgard Seegers. In Hamburger Abendblatt vom 10. September 2009, auf abendblatt.de abgerufen am 3. November 2014

Wolf-Dietrich Sprenger ist seit Anfang der 1980er Jahre auch als Theaterregisseur tätig. So inszenierte er am Düsseldorfer Schauspielhaus Endstation Sehnsucht von Tennessee Williams und Die Ratten von Gerhart Hauptmann. Weitere Inszenierungen führten ihn u. a. an das Hamburger Ernst-Deutsch-Theater, das Schauspielhaus Bochum, das Schauspielhaus Zürich sowie das Schauspiel Bremen. Seine Inszenierung von Pierre Sauvils Sonne für zwei wurde 2002 im Renaissance-Theater in Berlin und 2003 in der Komödie Düsseldorf aufgeführt.

Sprenger hat als Autor Theaterstücke, vor allem für Kinder, verfasst. Diese wurden von verschiedenen deutschsprachigen Theatern aufgeführt. bei renaissance-theater.de, abgerufen am 3. November 2014

Er ist seit den 1970er Jahren ein vielbeschäftigter Film- und Fernsehschauspieler. Er wirkte in elf Folgen der Fernsehreihe Tatort mit, in 13 Folgen verkörperte er den Lehrer Grützge in der Serie Unser Lehrer Doktor Specht. Er ist immer wieder in Gastrollen in bekannten Fernsehserien zu sehen, so in Liebling Kreuzberg, Großstadtrevier, Wolffs Revier, Ein Fall für zwei, SOKO Köln, Polizeiruf 110. In der Neuverfilmung von Und Jimmy ging zum Regenbogen spielte er 2008 den Kriminalrat Groll.

Sprenger ist mit der Schauspielerin Victoria Trauttmansdorff verheiratet und Vater zweier Töchter,Wolf-Dietrich Sprenger, Vita bei hsverlag.com, abgerufen am 4. März 2024 eine davon ist die Theaterregisseurin Charlotte Sprenger. Sprenger und seine Frau leben im Hamburger Stadtteil Uhlenhorst.

Filmografie (Auswahl) 1973: Dem Täter auf der Spur – Stellwerk 1980: Looping 1981: Polnischer Sommer 1983: Is was, Kanzler? 1983: Ruhe sanft, Bruno 1983: Kiez – Aufstieg und Fall eines Luden 1984: Tatort – Täter und Opfer 1985: Tatort – Doppelspiel 1986: Mit meinen heißen Tränen 1987: Drachenfutter 1988: Tatort – Winterschach 1988: Der Fahnder – Ernst kommt raus 1988–1994: Liebling Kreuzberg (5 Folgen) 1989: Tatort – Schmutzarbeit 1989: Peter Strohm – Das blaue Wunder 1990: Abenteuer Airport – Notlandung 1991: Tatort – Kinderlieb 1991–2004: Großstadtrevier (2 Folgen) 1992: Tatort – Experiment 1992: Vogel und Osiander 1992–1993: Unser Lehrer Doktor Specht (13 Folgen) 1993: Tatort – Amoklauf 1993–1994: Wolffs Revier (2 Folgen) 1994: Polizeiruf 110 – Samstags, wenn Krieg ist 1994: Tatort – Ein Wodka zuviel 1994: Der letzte Kosmonaut 1994: Alles außer Mord – Der Mann im Mond 1994: Unsere Hagenbecks – Jede Menge Pläne 1995: Svens Geheimnis (Fernsehfilm) 1995: Tatort – Bienzle und der Mord im Park 1996: Polizeiruf 110 – Kleine Dealer, große Träumer 1996: Schuldig auf Verdacht 1997: Tatort – Gefährliche Übertragung 1997: Buddies – Leben auf der Überholspur 1997: Sperling – Sperling und sein Spiel gegen alle 1997: Rosa Roth – Die Stimme 1998: Die Straßen von Berlin – Terror 1998: Der Pirat 1998: Ein Fall für zwei – Folge 162 : Gunst der Stunde 1999: Dr. Robert Schumann, Teufelsromantiker 1999: Stubbe – Von Fall zu Fall – Die Seherin 1999: Die Männer vom K3 – Jugendliebe 2000: Der Kapitän – Kein Hafen für die 'Anastasia' 2001: Santa – Ein Weihnachtsmärchen 2001: Die Manns – Ein Jahrhundertroman 2001: Der Tunnel 2002: Doppelter Einsatz – Todesangst 2002: Der letzte Zeuge – Die Entführung 2003: Adam & Eva 2005: Die Braut von der Tankstelle 2006: Ein Fall für zwei – Folge 239 : Todesangst 2006: Beutolomäus und der geheime Weihnachtswunsch 2006: Ein starkes Team – Zahn um Zahn 2006: Unser Kindermädchen ist ein Millionär 2006–2008: SOKO Köln (2 Folgen) 2006: SOKO Kitzbühel – Bis dass der Mord uns scheidet 2007: Küstenwache – Ewiger Schlaf 2008: Und Jimmy ging zum Regenbogen 2009: Kommissar Stolberg – Die Nacht vor der Hochzeit 2009: Die Treuhänderin 2009: Es liegt mir auf der Zunge 2010: Tatort – Borowski und der vierte Mann 2011: Großstadtrevier – Frohe Weihnachten, Dirk Matthies 2012: Eine Hand wäscht die andere (Fernsehfilm) 2014: Polizeiruf 110 – Familiensache 2014: Mord in Aschberg 2015: Komm schon! 2018: Am Ende ist man tot 2019: Stralsund – Schattenlinien 2020: Drinnen – Im Internet sind alle gleich (Comedyserie auf ZDFneo; ab Folge 3) 2021: Der Zürich-Krimi – Borchert und der eisige Tod 2023: 2 unter Millionen 2023: Das Fest der Liebe

Hörspiele 1991: Adolf Schröder: Berger und Levin (David Levin) – Regie: Bernd Lau (Kriminalhörspiel in sechs Teilen – NDR) 2006: Friedrich Christian Delius: Die Minute mit Paul McCartney – Regie: Christiane Ohaus (Hörspiel – RB/WDR) 2013: Jakob Arjouni: Bruder Kemal – Bearbeitung und Regie: Alexander Schuhmacher (NDR)

Weblinks

Wolf-Dietrich Sprenger bei seiner Agentur

Einzelnachweise

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