Die SEHA-Liga ist ein supranationaler Handball-Wettbewerb, der in der Saison 2011/12 erstmals ausgetragen wurde. Veranstalter ist die South Eastern Handball Association, ein eigens zur Austragung dieser Liga gegründeter Verband, der von den nationalen Handballverbänden der Teilnehmer getragen wird. Die zwölf teilnehmenden Mannschaften der ersten Saison kamen aus Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Nordmazedonien, Montenegro, Serbien und der Slowakei, ab 2012 nahm ein belarussisches und ab 2014 ein ungarisches Team teil. Meister in der ersten Spielzeit wurde RK Vardar Skopje aus Nordmazedonien.

Modus Die zwölf Teilnehmer treten in der Hauptrunde in einer Liga jeweils zweimal gegeneinander an. Einmal in heimischer Halle und einmal auswärts. Die besten vier Teams qualifizieren sich nach Abschluss der Runde für die Play-offs, die im ersten Jahr in Zagreb ausgetragen wurden. Ungewöhnlich für den Handball ist die Punktvergabe in der Liga. Der in der SEHA federführende Handball-Verband Bosnien-Herzegowinas hat dabei das auch in der heimischen Liga angewendete System der sogenannten „englischen Tabelle“ übernommen, in dem es drei Punkte für einen Sieg und einen für ein Remis gibt. Einige der an der SEHA-Liga teilnehmenden Vereine sind von der Hauptrunde ihrer nationalen Ligen befreit und steigen dort erst mit Beginn der Play-offs oder Meisterrunden ein. Dennoch litt die erste Saison der Liga unter Terminproblemen. Mehrere Hauptrundenspiele wurden nicht ausgetragen. Erster Sieger des Wettbewerbs wurde der RK Vardar Skopje, der im Finale in Zagreb den Stadtrivalen RK Metalurg Skopje besiegen konnte.

In der Saison 2012/13 nahmen nur noch zehn Mannschaften an der SEHA-Liga teil. Neulinge waren der Meister und ehemalige Europapokalfinalist aus Bosnien-Herzegowina, RK Sloga Doboj sowie der belarussische Vizemeister Brest GK Meschkow.bgk-meshkova.com Meldung auf der Website von Brest HC, abgerufen am 10. Juli 2012 Zur dritten Saison 2013/14 nahmen die serbischen Vereine RK Partizan Belgrad und RK Vojvodina Novi Sad die Plätze von RK Sloga Doboj und HRK Izviđač Ljubuški ein. Meister wurde zum zweiten Mal Vardar Skopje.

Zur Saison 2014/15 sollten die Teilnehmerländer auf Ungarn und Slowenien ausgeweitet werden, jedoch entschieden sich sowohl die slowenischen Vereine RK Celje, RK Velenje und RK Maribor Branik als auch der ungarische Vizemeister Pick Szeged aufgrund der geforderten Beitrittsgebühr von 150.000 € vorerst nicht teilzunehmen, so dass nur der ungarische Rekordmeister MKB-MVM Veszprém als Neuling hinzustieß. Zweiter Neuling war der serbische Verein RK Radnički Kragujevac, während der RK Lovćen Cetinje und RK Partizan Belgrad ausschieden.www.handball-world.com SEHA-Teilnehmerfeld steht fest vom 27. Juni 2014, abgerufen am 28. Juni 2014

Die Saison 2015/16 wurde erstmals ohne RK Metalurg Skopje ausgetragen, da sie ihren Startplatz in der Mazedonischen nationalen Meisterschaft an RK Maks Strumica verloren hatten. Der RK Spartak Vojput übernahm auf die gleiche Weise einen serbischen Startplatz und ersetzte damit den RK Radnički Kragujevac.

Zur Saison 2018/19 nahm erstmals eine Mannschaft aus Rumänien teil. Am 28. August 2018 gewann Steaua Bukarest gleich ihr erstes Spiel mit 26:25 gegen Tatran Prešov. Durch die Modusänderungen in der slowenischen Liga nahmen Celje und Velenje nicht teil.

Teilnehmer Team Nation 2011/12 2012/13 2013/14 2014/15 2015/162016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21RK Vardar Skopje 1.2. 1.4. 2.1.1. 1. 2. RK Zagreb 3. 1. 3. 3. 3.4. 2.2. 4. Brest GK Meschkow 4. 2. 2. 4.3. 4.3. 3. RK Našice 5. 7. 6. 6. 6.7. 8.4. 5. HT Tatran Prešov 4. 5. 4. 5. 5. 9. 6.5. 7. RK Vojvodina 7. 9. 7. 106. 8. KC Veszprém 1. 1.2. 1. Metaloplastika Šabac 8. 10. Beijing Sport University 12. HK Motor Saporischschja 6. RK Eurofarm Rabotnik 9. Spartak Moskau 11. Steaua Bukarest 7. RK Železničar 1949 8. RK Metalurg Skopje 2. 3. 5. 7. 8.7.9. HRK Izviđač Ljubuški 9. 9. 10. 10. RK Celje 5. 3. RK Velenje 6. 5. RK Dinamo Pančevo 9. RK Borac Banja Luka 7. 8. 8. 8. 8. RK Spartak Vojput 9. RK Maks Strumica 10. RK Radnički Kragujevac 10. RK Lovćen Cetinje 6. 6. 9. RK Partizan Belgrad 10. RK Sloga Doboj 10. RK Sutjeska Nikšić 10. RK Bosna Sarajevo 11. RK Roter Stern Belgrad 12. Meister Final-4 Teilnehmer nicht für F4 qualifiziert nicht teilgenommen

Final Four SaisonEndspielortFinaleSpiel um Platz 3ChampionErgebnisPlatz 2Platz 3ErgebnisPlatz 42011/12Zagreb Vardar Skopje21:18 Metalurg Skopje Zagreb31:29 Prešov2012/13Skopje Zagreb25:24 n. V. Vardar Skopje Metalurg Skopje26:21 Brest2013/14Novi Sad Vardar Skopje29:27 Brest Zagreb36:28 Prešov2014/15Veszprém Veszprém32:21 Brest Zagreb26:23 Vardar Skopje2015/16Varaždin Veszprém28:26 Vardar Skopje Zagreb24:23 Brest2016/17Brest Vardar Skopje26:21 Veszprém Brest23:19 Zagreb2017/18Skopje Vardar Skopje26:24 Zagreb Celje31:28 Brest2018/19Brest Vardar Skopje26:23 Zagreb Brest24:19 Nexe2019/20Zadar Veszprém35:27 Vardar Skopje Brest29:24Zagreb

Medaillenspiegel Stand nach der Saison 2019/20. Rang Verein 25px|Goldmedaillen 25px|Silbermedaillen 25px|Bronzemedaillen 45px|Gesamt 1 RK Vardar Skopje 5 3 1 9 2 Telekom Veszprém 3 1 - 4 3 PPD Zagreb 1 2 4 7 4 Meshkov Brest - 3 2 5 5 HC Metalurg Skopje - 1 1 2 6 RK Celje - - 1 1

Weblinks Offizielle Website der Liga (englisch) Tabellen und Ergebnisse Offizieller YouTube-Kanal mit Highlights, Livestreams, Spielaufzeichnungen und SEHA-Magazin

Einzelnachweise

Kategorie:Erstveranstaltung 2011