Danmarks Vej- og Bromuseum () war ein Museum in der dänischen Stadt Holbæk, das die Geschichte dänischer Brücken und Straßen thematisierte. Es existierte nur von Juni 2011 bis August 2012. Die Ausstellungsstücke stammten unter anderem aus den Sammlungen des ehemaligen Verkehrsmuseums Danmarks Vejmuseum, das sich von 1991 bis 1996 auf der Insel Farø befand, und der Gesellschaft Dansk Vejhistorisk Selskab. Zur Anlage gehörten auch Rekonstruktionen historischer Straßen aus der Wikingerzeit und dem Mittelalter.
Das Museum unterstand dem dänischen Transportministerium. Seine Errichtung basierte auf einer Vereinbarung vom 5. November 2003 zwischen der Regierung Fogh Rasmussen und den Fraktionen von Dansk Folkeparti, Det Radikale Venstre und Kristendemokraterne. Erst siebeneinhalb Jahre später fand am 21. Juni 2011 in Anwesenheit von Museumsdirektor Christian Wedell-Neergaard und Transportminister Hans Christian Schmidt die Eröffnung statt. Museumsneubau und Ausstellung kosteten 11 Mio. DKK. Anfang März 2012 entzog Schmidts Nachfolger Henrik Dam Kristensen im Zuge von Sparmaßnahmen dem Museum die jährlichen öffentlichen Zuschüsse in Höhe von 2,5 Mio. DKK. Der Ausstellungsbetrieb musste deshalb zum 30. August 2012 eingestellt wurde.
Das Gebäude konnte in den folgenden Jahren weder verkauft noch einer neuen Nutzung zugeführt werden, weil sich der dänische Staat und die Kommune Holbæk nicht über die Modalitäten einigen konnten.Sten Jørgensen: Stat og kommune i slåskamp om nedlagt museum Danmarks Radio, 1. September 2015.
Weblinks
Einzelnachweise Dansk Historisk Fællesråd: , abgerufen am 8. November 2011 (dänisch) Gitte Nielsen: Spritnyt museum må lukke. In JydskeVestkysten 8. März 2012, abgerufen am 9. März 2012 (dänisch) . In DR P4 Nordvestsjælland 7. März 2012, abgerufen am 9. März 2012 (dänisch)
Kategorie:Verkehrsmuseum in Dänemark Kategorie:Organisation (Holbæk Kommune) Kategorie:Straßenverkehr (Dänemark) Kategorie:Ehemaliges Museum Kategorie:Museumsgründung 2011 Kategorie:Aufgelöst 2012