mini|Szene vor Rennstart bei den Weltmeisterschaften 2015 Die Shorttrack-Weltmeisterschaften sind die von der Internationalen Eislaufunion (ISU) veranstalteten internationalen Meisterschaften im Shorttrack. Die ersten offiziellen Weltmeisterschaften fanden 1981 statt. Rückwirkend wurden auch vorherige Wettkämpfe seit 1976 zu Weltmeisterschaften erklärt. In: Short Track Speed Skating Media Guide 2021/22. S. 23. Abgerufen am 21. Januar 2022 auf isu.org. Die Weltmeisterschaften finden jährlich am Ende der Weltcupsaison statt, zumeist im März.

Bis 2000 wurden bei Männern und Frauen ausschließlich Weltmeister im Mehrkampf und in der Staffel gekürt, seit 2001 vergibt die ISU zusätzlich Titel auf den Einzelstrecken 500, 1000 und 1500 Meter. In: Short Track Speed Skating Media Guide 2021/22. S. 23. Abgerufen am 21. Januar 2022 auf isu.org; International Skating Union: . „Single distance Championship titles will be included in next season’s World Short Track Speed Skating Championship.“ Außerdem wird ein 3000-Meter-Rennen gelaufen, in dem keine Medaillen vergeben werden.SPECIAL REGULATIONS & TECHNICAL RULES SHORT TRACK SPEED SKATING 2021 as accepted by an online vote June 2021 auf isu.org. Abgerufen am 14. Dezember 2021. S. 40. „See Rule 285, paragraph 4, for the 3000 m Super-Final. These Super-Finals are non-medal races“. Im Mehrkampf werden alle vier Einzelstreckenergebnisse gewertet, der Erstplatzierte über jede Strecke bekommt 34, der Zweite 21, der Dritte 13, der Vierte 8, der Fünfte 5 und der Sechste 3 Punkte. Die besten acht Athleten nach den Wettkämpfen über 500, 1000 und 1500 m starten dann im 3000-m-Superfinale, um den Titel im Mehrkampf zu ermitteln. Die Staffel findet bei den Frauen über 3000 und bei den Männern über 5000 m statt.

Austragungsorte Die Weltmeisterschaften wurden bislang von 17 Ländern aus vier Kontinenten ausgetragen. Mit sechs Austragungen waren Großbritannien und Kanada häufigster Gastgeber, es folgen die Niederlande mit fünf Austragungen. Veranstaltung Ort Datum als Weltveranstaltung (World Competition) WM 1976 9. bis 11. April 1976 WM 1977 15. bis 17. April 1977 als ISU-Meisterschaften WM 1978 8. bis 9. April 1978 WM 1979 7. bis 8. April 1979 WM 1980 22. bis 23. März 1980 als ISU-Weltmeisterschaften WM 1981 4. bis 5. April 1981 WM 1982 2. bis 4. April 1982 WM 1983 8. bis 10. April 1983 WM 1984 6. bis 8. April 1984 WM 1985 15. bis 17. März 1985 WM 1986 4. bis 6. April 1986 WM 1987 3. bis 5. April 1987 WM 1988 9. bis 11. Februar 1988 WM 1989 7. bis 9. April 1989 WM 1990 16. bis 18. März 1990 WM 1991 22. bis 24. März 1991 WM 1992 2. bis 4. April 1992 WM 1993 26. bis 28. März 1993 WM 1994 31. März bis 2. April 1994 WM 1995 17. bis 19. März 1995 WM 1996 1. bis 3. März 1996 WM 1997 29. bis 30. März 1997 WM 1998 20. bis 22. März 1998 WM 1999 19. bis 21. März 1999 WM 2000 10. bis 12. März 2000 WM 2001 29. bis 31. März 2001 WM 2002 5. bis 7. April 2002 WM 2003 21. bis 23. März 2003 WM 2004 19. bis 21. März 2004 WM 2005 11. bis 13. März 2005 WM 2006 31. März bis 2. April 2006 WM 2007 9. bis 11. März 2007 WM 2008 7. bis 9. März 2008 WM 2009 6. bis 8. März 2009 WM 2010 19. bis 21. März 2010 WM 2011 11. bis 13. März 2011 WM 2012 9. bis 11. März 2012 WM 2013 8. bis 10. März 2013 WM 2014 14. bis 16. März 2014 WM 2015 14. bis 15. März 2015 WM 2016 11. bis 13. März 2016 WM 2017 10. bis 12. März 2017 WM 2018 16. bis 18. März 2018 WM 2019 8. bis 10. März 2019 WM 2020 entfallen WM 2021 5. bis 7. März 2021 WM 2022 8. bis 10. April 2022 WM 2023 10. bis 12. März 2023 WM 2024 15. bis 17. März 2024 WM 2025 14. bis 16. März 2025 WM 2026 13. bis 15. März 2026

Zeitplan Der zeitliche Ablauf der Weltmeisterschaften sah bei den Weltmeisterschaften 2021 wie folgt aus:Ergebnisprotokoll der Weltmeisterschaften 2021 als PDF auf shorttrack.sportresult.com. Abgerufen am 21. Januar 2022.

Tag 1, Freitag Viertelfinale 1500 m Vorläufe 500 und 1000 m Tag 2, Samstag Halbfinale und Finale 1500 m Finalrunden 500 m Halbfinale Staffel Tag 3, Sonntag Finalrunden 1000 m 3000 m Finale Staffel

Teamweltmeisterschaften

Von 1991 bis 2011 fanden immer zum Abschluss einer Saison Teamweltmeisterschaften statt. Es nahmen bei Frauen und Männern jeweils acht Mannschaften mit maximal fünf Athleten teil. Die acht Mannschaften wurden auf zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Mannschaft jeder Gruppe qualifizierte sich direkt für das A-Finale, die zweit- und drittplatzierte Mannschaft für die Hoffnungsrunde und die viertplatzierte Mannschaft für das B-Finale. Die ersten beiden Mannschaften der Hoffnungsrunde zogen ebenfalls ins A-Finale ein, während die dritt- bzw. viertplatzierte Mannschaft im B-Finale antreten musste. Die Läufe der Vorrundengruppen und der Hoffnungsrunde wurden am ersten Wettkampftag absolviert, A- und B-Finale am zweiten.

Über 500 und 1000 m traten in vier Läufen jeweils ein Athlet eines Landes gegeneinander an. Über 3000 m gab es nur einen Lauf, wobei jedes Land zwei Athleten einsetzte. In der Staffel starteten vier Läufer eines Landes. In jedem Einzelrennen bekam der Erste fünf Punkte, der Zweite drei Punkte, der Dritte zwei Punkte und der Vierte einen Punkt. In der Staffel wurden doppelt so viele Punkte vergeben, zehn für die erste Staffel, sechs für die zweite, vier für die dritte und zwei für die vierte. Bei einer Disqualifikation wurde kein Punkt zugesprochen. Die Addition aller Punkte der Athleten eines Landes entschied über die Platzierung.

Medaillenspiegel

Die erfolgreichsten Nationen bei Shorttrack-Weltmeisterschaften sind Südkorea, Kanada und China. Die Athleten mit den meisten Titeln sind die Chinesinnen Wang Meng und Yang Yang (A) sowie der zunächst für Südkorea und später für Russland startende Wiktor Ahn mit jeweils 18 WM-Goldmedaillen.

Nicht enthalten sind in diesem Medaillenspiegel die Shorttrack-Teamweltmeisterschaften. Stand: 23. März 2021. Rang Nation Gold Silber Bronze Gesamt 1 104 77 64 245 2 65 79 66 210 3 64 47 44 155 4 18 15 13 46 5 16 16 30 62 6 13 19 22 54 7 7 10 9 26 8 5 14 25 44 9 4 9 4 17 10 3 4 6 13 11 2 5 3 10 12 1 2 6 9 13 1 1 – 2 14 – 1 4 5 14 – 1 4 5 16 Russische Eislaufunion – 1 2 3 17 – 1 1 2 18 – 1 – 1 18 – 1 – 1 Gesamt 303 304 303910

Siehe auch Shorttrack-Juniorenweltmeisterschaften

Literatur Beat Häsler & William Markland: Results 1978–1992. World Short Track Speed Skating Championships. Davos 1993.

Weblinks John Hurdis: A Brief History of Indoor Short Track (PDF-Datei auf sjspeedskaters.ca) World Short Track Speed Skating Championships Overview in der Ergebnisdatenbank der Internationalen Eislaufunion (ISU) – Überblick über alle Medaillengewinner seit 1976, Klick auf die Jahreszahlen und dann auf die Disziplin führt zu weiteren Details inklusive Staffelläufer Website der ISU

Einzelnachweise

Kategorie:Erstveranstaltung 1976