mini|Porträt Vogells (Gipsabdruck vom Grabmal) Christian Adolf VogellHelmut Plath: Hannover im Bild der Jahrhunderte. 3., erweiterte und verbesserte Auflage. Madsack, Hannover 1966., auch Adolph VogellVergleiche die Angaben unter der GND-Nummer 1035179059 der Deutschen Nationalbibliothek, (* 2. März 1806 in Celle; † 25. Januar 1865 in HannoverM.: Christian Adolf Vogell. In: Zeitschrift des Architecten- und Ingenieur-Vereins für das Königreich Hannover, 12. Jahrgang 1868, Heft 4, Sp. 525 f. (Google Books, abgerufen am 18. Februar 2025) ) war ein deutscher Architekt und königlich hannoverscher Baubeamter sowie Stahlstecher.

Leben und Werk mini|Ernst-August-Hospital in Göttingen, Stich von Friedrich Besemann (um 1850) Vogell war eines von zehn Kindern des zweiten Bürgermeisters von Celle, Justizrat Friedrich (Samuel Ernst) Vogell (1774–1853). Über den Bruder seines Großvaters schrieb Pastor Otto Rautenberg (Lauenau) 1954: „Der geistig hervorragendste war wohl Christian Adolf, in der Familie als Onkel Christel bekannt. Künstlerisch begabt widmete er sich der Baumeisterlaufbahn und starb am 25. Januar 1865 als Oberhofbaumeister in Hannover. In meinem Besitz ist der Gipsabdruck seines feinen Kopfes auf seinem Grabdenkmal auf dem Friedhof am Klagesmarkte und Zeichnungen aus seiner italienischen Reise.“

Seine Ausbildung bestand aus „Studien in der Baukunst“ in Hannover, die er auf ausgedehnten Reisen und in einem längeren Italienaufenthalt erweiterte. 1826 trat er als Hofbauconducteur in den Dienst der königlich hannoverschen Bauverwaltung. 1845 erfolgte unter Georg Ludwig Friedrich Laves seine Beförderung zum Hofbaumeister. Ab 1858 stand er der Landbauinspektion Hannover II vorLars Ulrich Scholl: Ingenieure in der Frühindustrialisierung. Staatliche und private Techniker im Königreich Hannover und an der Ruhr (1815–1873) (= Studien zu Naturwissenschaft, Technik und Wirtschaft im neunzehnten Jahrhundert, Band 10). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1978, ISBN 3-525-42209-1, S. 262. und erhielt dazu 1860 den Titel Oberlandbaumeister.

1842 wurde Vogell in den Vorstand des Architekten- und Ingenieurvereins für das Königreich Hannover berufen. Er war auch Sekretär des Kunstvereins für das Königreich Hannover.

Vogell war auch als Grafiker und Kunstschriftsteller tätig. Um 1840 schuf er den kolorierten Stahlstich vom Haus der Väter, das von 1620/1621 bis 1852 in der Leinstraße in Hannover stand. 1845 erschienen mehrere seiner Radierungen in den von ihm herausgegeben Kunst-Arbeiten aus Niedersachsens Vorzeit.Kunst-Arbeiten aus Niedersachsens Vorzeit, 3 Hefte. Schrader, Hannover 1845. (Neuauflagen 1859 und 1856)

Bauten Als „die bedeutendste der selbständig von ihm entworfenen und ausgeführten Bauanlagen“ gilt das 1846–1851 in Göttingen errichtete Ernst-August-Hospital.Jan Volker Wilhelm: Das Baugeschäft und die Stadt. Stadtplanung, Grundstücksgeschäfte und Bautätigkeit in Göttingen 1861–1924. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2006, ISBN 3-525-85425-0, S. 31.Alfred Oberdiek: Göttinger Universitätsbauten. Die Baugeschichte der Georg-August-Universität. 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, Verlag Göttinger Tageblatt, Göttingen 2002, ISBN 3-924781-46-X, S. 55.Volker Zimmermann: „Eine Medicinische Facultät in Flor bringen“. Zur Geschichte der Medizinischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen. Universitätsverlag Göttingen, Göttingen 2009, ISBN 978-3-940344-98-4, S. 41 f. (Digitalisat auf core.ac.uk, abgerufen am 16. April 2023)Emanuel Hübner: Himmlisches Haus und Ernst-August-Hospital. Die Geschichte der Gebäude des Theologischen Stifts. In: Bernd Schröder, Heiko Woijtkowiak (Hrsg.): Stiftsgeschichte(n). 250 Jahre Theologisches Stift der Universität Göttingen (1765–2015). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2015, ISBN 978-3-525-57037-1, S. 369–380. Der repräsentative, breit gelagerte klassizistische Putzbau mit Werksteingliederungen am Rand der Göttinger Innenstadt (Geiststraße 9–11) ist heute Sitz der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und seit 1983 auch Sitz des Theologischen Stifts der Universität Göttingen.Theologisches Stift an der Universität Göttingen (Alte Geschichte) auf uni-goettingen.de, abgerufen am 21. September 2023. Vor dem Zugang zur Bibliothek hängt nun der Porträtgipsabdruck aus dem früheren Besitz von Pastor Otto Rautenberg, der dem Stift von Erardo Cristoforo Rautenberg geschenkt wurde.

1838: Artilleriekaserne am Steintor in HannoverArnold Nöldeke (Bearbeiter): Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover. Bd. 1, H. 2, Teil 1, Hannover 1932, S. 387 f. (Artilleriekaserne am Steintor). 1841–1842: Friederiken-Kapelle in Bad Rehburg 1845/46: Innenrenovierung des Wallmodenpalais in Hannover-Nordstadt, Georgengarten 1Stefan Amt: Die Planungs- und Baugeschichte des Wallmodenpalais (Digitalisat auf bhb-hannover.de, abgerufen am 21. September 2023), S. 77 und Anm. 23. Ausbau des Celler Schlosses 1846–1851: Ernst-August-Hospital in Göttingen, Geiststraße 9–10 1858–1861 (mit Georg Ludwig Comperl): Restaurierung des Klosters Marienwerder bei Hannover 1864: Magnus-Denkmal bei Gehrden

Schriften Das Universitäts-Krankenhaus zu Göttingen. In: Notiz-Blatt des Architekten- und Ingenieur-Vereins für das Königreich Hannover, Bd. III, 1854, Heft 4, Sp. 485–490, Bl. 91–92.

Literatur (chronologisch) M.: Christian Adolf Vogell. In: Zeitschrift des Architecten- und Ingenieur-Vereins für das Königreich Hannover, 12. Jahrgang 1868, Heft 4, Sp. 525 f. (Google Books, abgerufen am 18. Februar 2025) Wilhelm Rothert: Allgemeine Hannoversche Biografie, Band 2, Im Alten Königreich Hannover 1814–1866. Sponholtz, Hannover 1914, S. 587. Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover. Band 1, Heft 2, Teil 1: Stadt Hannover. Bearbeitet von Arnold Nöldeke. Selbstverlag der Provinzialverwaltung, Hannover 1932. (als Nachdruck: Wenner, Osnabrück 1979, ISBN 3-87898-151-1, S. 387 f.: Artilleriekaserne am Steintor). – (Digitalisat, abgerufen am 17. Juli 2025) Helmut Plath: Hannover im Bild der Jahrhunderte. 3., erweiterte und verbesserte Auflage. Madsack, Hannover 1966, S. 37, S. 106. Lars U. Scholl: Ingenieure in der Frühindustrialisierung. Staatliche und private Techniker im Königreich Hannover und an der Ruhr (1815–1873) (= Studien zu Naturwissenschaft, Technik und Wirtschaft im neunzehnten Jahrhundert, Band 10). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1978, ISBN 3-525-42209-1, S. 262. () RWLE Möller: Celle-Lexikon, von Abbensen bis Zwische. Lax, Hildesheim 1987, ISBN 978-3-7848-4039-0, S. 231. Jan Volker Wilhelm: Das Baugeschäft und die Stadt. Stadtplanung, Grundstücksgeschäfte und Bautätigkeit in Göttingen 1861–1924. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2006, ISBN 3-525-85425-0, S. 31. ()

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