Bruno Grosse (* 13. Juli 1892 in Neu-Ulm; † 18. Mai 1976 in Heilbronn) war ein deutscher Maler.
Leben Er absolvierte sein Abitur in Neu-Ulm und studierte anschließend von 1910 bis 1914 Kunsterzieher an der Akademie der Bildenden Künste München bei Heinrich von Zügel. Am Ersten Weltkrieg nahm er als Flieger teil. 1920 kam er als Kunstlehrer nach Heilbronn, wo er zunächst am Realgymnasium (späteres Robert-Mayer-Gymnasium Heilbronn) und nach dem Zweiten Weltkrieg am Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium Heilbronn Kunst unterrichtete. 1929 wurde er zum Vorsitzenden des Heilbronner Künstlerbunds gewählt, jedoch galten seine Werke ab 1934 als Entartete Kunst. Im Zweiten Weltkrieg nahm er nochmals bei der Luftwaffe teil. 1945 entstand in französischer Gefangenschaft in Cherbourg die Radierfolge Gefangenschaft mit Szenen zum Lagerleben.Dankmar Trier: Grosse, Bruno. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 63: Grondona - Grysuk. Saur, München u. a. 2009, ISBN 978-3-598-23030-1, S. 148. Von 1951 bis 1953 stand er erneut dem Künstlerbund Heilbronn vor. 1957 trat er in den beruflichen Ruhestand.
Werk Grosses künstlerisches Werk umfasst vor allem impressionistische, im Spätwerk auch expressionistische Landschaftsgemälde. Er nahm an zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen teil. Einige seiner Werke befinden sich in öffentlichem Besitz, u. a. das Ölgemälde Bolsena See im Besitz der Städtischen Museen Heilbronn.
Literatur
30 Jahre Künstlerbund Heilbronn, Sommerausstellung 1979, S. 74/75.
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Heilbronn) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1892 Kategorie:Gestorben 1976 Kategorie:Mann