mini|Kirche St. Georg in Böhen St. Georg ist eine katholische PfarrkircheBistum Augsburg in Böhen im Landkreis Unterallgäu in Bayern. Sie steht unter Denkmalschutz.Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege: Eintragung D-7-78-119-1
Lage Die Kirche befindet sich an einem steilen Abhang im Osten des Ortes Böhen.
Geschichte mini|Innenansicht
Die ursprüngliche Kirche stammt aus dem 15. Jahrhundert. Das Langhaus wurde in den Jahren 1907 und 1908 erweitert. Renovierungen fanden 1951, 1952 und 2015 statt.
Baubeschreibung Der Kirchenbau ist aus Nagelfluh errichtet und nicht verputzt. Die Kirche besteht aus einem eingezogenen Chor mit Kreuzgratgewölbe und 5/8 Schluss. Das Langhaus ist ein aus fünf Fensterachsen bestehender Saalbau mit Flachdecke. Der Turm befindet sich nördlich und ist ein ungegliederter Bau mit Satteldach. Die Sakristei ist ein moderner Anbau auf der Südseite der Kirche.
Ausstattung Der aus Holz gefertigte Hochaltar wurde im Jahr 1738 geweiht. Die Fassarbeiten am Hochaltar stammen von Johann Friedrich Sichelbein aus Wangen und wurden 1807 aus der in Eldern abgebrochenen Kapelle St. Maria übernommen. Der Hochaltar wird durch Freisäulen und Pilaster an beiden Seiten begrenzt. Davor, zwischen den Säulen, befinden sich Holzfiguren des hl. Thomas und des hl. Philippus. Auf dem Hochaltarblatt von 1783 ist die Himmelfahrt Mariens dargestellt, gemalt von Franz Anton Zeiller. Die beiden Seitenaltäre entstammen dem 18. Jahrhundert. Auf dem rechten Seitenaltar befindet sich ein Reliquienschrein. Die ebenfalls aus Holz gefertigte marmorierte Kanzel befindet sich an der Nordwand der Kirche und stammt aus dem 18. Jahrhundert.
Orgel mini|Orgel von 1907 mit neobarockem Orgelprospekt Die Orgel wurde 1907 von Franz Borgias Maerz mit 18 Registern auf zwei Manualen und Pedal erbaut. Die pneumatische Registertraktur, Taschenladen und Disposition blieben im Originalzustand erhalten und wurden 1990 von der Orgelbaufirma Steinmeyer restauriert.
Disposition: Hauptwerk C–f31.Bourdun16‘2.Tibia8′3.Viola da Gamba8′4.Principal8′5.Trompete8′6.Octave4′7.Traversflöte4′8.Mixtur′Schwellwerk C–f39.Geigenprincipal8′10.Lieblich Gedeckt8′11.Oboe8'12.Salicional8′13.Vox Coelestis8'14.Fugara4'Pedal C–d115.Subbaß16′16.Violon16'17.Octavbaß8′18.Violoncello8'
Koppeln: II/I, I/P, II/P, Super-Octav II/I, Sub-Octav II/I
Glocken St. Georg besitzt ein fünfstimmiges Geläut, das 1947 von der Glockengießerei Gebhard in Kempten als Ersatz für die im Zweiten Weltkrieg als Metallspende vernichteten Glocken gegossen wurde. NrGießerGussjahrGewichtSchlagton1Glockengießerei Gebhard, Kempten19472400 kgc21450 kges31000 kgf4700 kgg5500 kgb
Friedhof mini|hochkant|Grabdenkmal an der Fassade von St. Georg An der Südseite der Außenfassade des Langhauses sind mehrere Grabdenkmäler aus dem 17. und 18. Jahrhundert eingelassen. Ebenso befindet sich auf dem Friedhof nördlich der Kirche das Grab des 1971 verstorbenen Firmengründers von Multivac, Sepp Haggenmüller.
Siehe auch Liste der Kirchen und Kapellen in der Verwaltungsgemeinschaft Ottobeuren
Literatur
Weblinks
Informationen zur Orgel auf OrganIndex
Einzelnachweise
Bohen Bohen, Georg Bohen, Georg Kategorie:Bauwerk in Böhen Bohen, Georg Bohen, Georg Bohen Kategorie:Kirchengebäude in Europa Kategorie:Disposition einer Orgel