miniatur|rechts|250px|Beryl Davis mit Tommy Dorsey 1947. Fotografie von William P. Gottlieb.

Beryl Davis (* 16. März 1924 in Plymouth, England; † 28. Oktober 2011 in Los Angeles, KalifornienNachruf in Los Angeles Times) war eine britisch-amerikanische Sängerin und Schauspielerin.

Leben und Wirken Davis war die Tochter des englischen Bandleaders Harry Davis. Bereits mit 12 Jahren trat sie mit Stéphane Grappellis und Django Reinhardts Quintette du Hot Club de France auf, am 25. August 1939 entstanden in London zwei Plattenseiten für Decca Records (Don’t Worry About Me / Undecided).Vgl. Alexander Schmitz, Peter Maier: Django Reinhardt. Sein Leben Seine Musik Seine Schallplatten. Oreos Verlag (Collection Jazz), Gauting-Buchendorf 1985 Mit Grappelli, der nach Kriegsausbruch in London blieb, nahm sie Bluebirds in the Moonlight auf. Sie konzertierte mit dem Pianisten George Shearing in Londoner Clubs. Während des Zweiten Weltkriegs war sie auch Bandvokalistin in Arthur Youngs Swingtette und in Glenn Millers Army Air Force Band. Nach ihrem Umzug in die Vereinigten Staaten nahm sie für RCA Victor auf (I’m Waiting For Ships That Never Come 1947Billboard Jun 26, 1948) und heiratete 1948 in Hollywood den Diskjockey Peter Potter; die Ehe wurde 1965 geschieden. Nach Kriegsende in der späten Bigband-Ära trat sie in Shows mit Bob Hope, Frank Sinatra (Your Hit Parade) und Benny Goodman auf. In den 1950er Jahren bildete sie ein Vokalquartett mit Jane Russell, Connie Haines und Della Russell, das den Gospelsong Do Lord Remember Me aufnahm.Nachruf in The Guardian Ab den 1970er Jahren trat sie vorwiegend auf Kreuzfahrtschiffen der Princess Line und in Nachtclubs auf. Der Kritiker Leonard Feather schrieb über die Sängerin: „[She] reminds you of the days when nightclub singers of a certain special quality were called chanteuses.“

miniatur|rechts|Beryl Davis (2009)

Diskografische Hinweise I Hear a Dream (1939–46) mit Stephane Grappelli, Django Reinhardt, George Shearing, Arthur Young, Oscar Rabin, Geraldo. Alone Together (1947) I’ll be Seeing You (1999) mit Page Cavanaugh, Al Viola, Pete Candoli, Bob Summers.

Filmografie 1946: Paradies der Liebe (London Town) 1948: Merry-Go-Round 1949: I Remember You (Kurzfilm) 1956: Around the World Revue (Kurzfilm) 1963: The Red Skelton Show (Fernsehserie, eine Folge)

Weblinks

Nachruf in The Telegraph Big Band Buddies Beryl Davis of The 4 Girls Foto by Allan Grant (Time Life Pictures/Getty Images) von Jane Russell in Peter Potters Radioshow mit Beryl Davis und Connie Haines.

Einzelnachweise

Kategorie:Jazz-Sänger Kategorie:Musiker (Vereinigte Staaten) Kategorie:Brite Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1924 Kategorie:Gestorben 2011 Kategorie:Frau