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Ensembles Ensemble Ortskern Randersacker mini|200px|Randersacker, Ansicht von Südwesten Das Ensemble () umfasst den Weinbauernort in seiner spätmittelalterlichen Ausdehnung mit Einschluss des 1817 am ehemaligen Flussufer angelegten Damms für die Maintalstraße. Das 1119 erstmals erwähnte, 1451 zum Markt erhobene Randersacker unterscheidet sich von anderen Mainorten durch die Unregelmäßigkeit seiner topographischen Struktur und das Fehlen einer Befestigungsmauer. Die Lage an der Ausmündung eines kleinen Seitentals und die damit verbundene Wegegabelung bedingen eine dreiecksförmige Gesamtform. Die mittelalterliche, mainparallele Durchgangsstraße im Zuge Wegscheide, Herrngasse, Badergasse, Am Alten Rathausbogen, Spielberg buchtet halbkreisförmig in das Seitental ein; an der Abzweigung des Nebenweges nach Gerbrunn befindet sich der ausgedehnte Platz (Flecken), auf dem seit dem Spätmittelalter die Märkte abgehalten wurden und wo seit dem 16. Jahrhundert auch das Rathaus stand. Die Ausbuchtung der alten Durchgangsstraße ist möglicherweise auf den Verlauf einer alten Kernbefestigung zurückzuführen. Von dieser Hauptachse zweigen unter sich parallele Gassen ab, die auf das ehemalige Mainufer zulaufen. Der den Ort durchziehende Bach ist heute von der Klosterstraße überbaut. Innerhalb der Ansiedlung bildeten im Mittelalter die Weingüter verschiedener Herren und Klöster sowie der Pfarrbezirk eigenbefestigte Inseln. Von ihnen haben sich der ehemals im Besitz des Klosters Heilsbronn befindliche Mönchshof, der ehemalige domkapitelsche Zehnthof und die Kirchenburg in den Hauptzügen erhalten. Den historischen, wirtschaftlich-sozialen Grundlagen des Gemeinwesens entsprechend besteht die Bebauung aus stattlichen Weinbauernhöfen in den Hauptgassen (hauptsächlich in der Main- und der Herrngasse) und kleineren Schiffer-, Fischer- und Handwerkeranwesen in den Nebengassen. Die Weinbauernhöfe weisen gestreckte Traufseitfronten mit breiten Hoftoren auf, auch bei kleineren Bauten herrscht Traufseitigkeit vor. Für die Erscheinungsweise sind das 17. und 18. Jahrhundert maßgebend, die Bausubstanz ist im Kern teilweise älter. Schwerpunkt im etwas unübersichtlich wirkenden Gassengewirr ist der deutlich abgesonderte Kirchenbezirk, in dessen Mitte sich die Pfarrkirche mit romanischem Turm und Langhaus der Julius-Zeit erhebt. Ein weiterer markanter Punkt ist das Torgebäude; ursprünglich beherrschte es den Bachübergang, durch die Bachüberdeckung ist die Situation heute allerdings unkenntlich geworden. Der Chausseebau von 1817, an dessen Bauzeit noch zwei Gasthäuser aus dem Biedermeier erinnern, sowie spätere Flussregulierungen haben die Uferzone verändert. Ursprünglich endeten die Gassen unmittelbar am Fluss. Das Gartenhaus Balthasar Neumanns erinnert daran, dass die Uferzone in der Barockzeit teilweise auch mit Gartenanlagen besetzt war. – Der im Ganzen gut erhaltene Ort bietet das weitgehend ungestörte Bild eines mainfränkischen Weinbauerndorfs in seiner kennzeichnenden Mischung aus Mittelalter und Barock. Umgrenzung: Hintere Grundstücksgrenze der Anwesen Schiffergasse mit ungeraden Hausnummern bis Wegscheide 13, östliche Grundstücksgrenzen von Friedhofstraße 11, südlicher Rand der Friedhofstraße, südlicher Rand der Schulstraße bis zur Steige, hintere Grundstücksgrenze von Flecken 3 sowie Anwesen Friedensstraße 33, 35, südlicher Rand der Klosterstraße nach Westen, östlicher Rand des Steilhangs über Euweg und Spielberg bis Ochsenfurter Straße 21, westlicher Rand der Ochsenfurter und Würzburger Straße. Aktennummer: E-6-79-175-1.

Ensemble Ortskern Lindelbach mini|200px|Lindelbach: Lindelbachstraße, Ansicht 2014 von Westen, die evangelische Kirche am Ende der Straße Das Dorf () besitzt ein Y-förmiges Straßengefüge, in dessen Winkel die die Dorfstraße beherrschende Pfarrkirche sich erhebt. Das Dorf zeichnet sich durch eine einheitlich wirkende Bebauung aus, die weitgehend in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden ist. Zweigeschossige Sandsteinhäuser bzw. Bruchsteinhäuser mit Hausteingliederung, teils als Satteldachhäuser, teils als Walmdachhäuser, umstehen die Straßenzüge; in schlichter Neurenaissance oder nachbiedermeierlicher Gestaltung. Gegenüber dieser nördlichen, das Architekturbild des Dorfes einheitlich prägenden Häuserzeile finden sich südlich der Straße noch einzelne Bauten des 18./19. Jahrhunderts in verputztem Fachwerk. Die Straßengabelung ist als öffentlicher Platz durch das Brunnenhaus von 1720 charakterisiert. Umgrenzung: Lindelbachstraße 18–2 (gerade Nrn.), Wäldleinstraße 1–9 (ungerade Nrn.), Wäldleinstraße 6–2 (gerade Nrn.), Rebhügel 1–9 (ungerade Nrn.), Rebhügel 10–2 (gerade Nrn.), Lindelbachstraße 1–17 (ungerade Nrn.). Aktennummer E-6-79-175-2.

Baudenkmäler nach Ortsteilen Randersacker

Lindelbach

Ehemalige Baudenkmäler

Abgegangene Baudenkmäler

Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Randersacker

Anmerkungen

Literatur

Weblinks

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