Wilhelm Heinrich Martin WagnerGeburtsurkunde 2175/1884 Mairie Strasbourg (* 1. August 1884 in Straßburg; † 21. November 1970 in Darmstadt) war ein deutscher Geologe.
Leben Wagner wurde 1884 als Sohn des evangelischen Eisenbahnbetriebssekretärs Ludwig Anton Wagner und dessen evangelischer Ehefrau Henriette Luise Wagner, geborene Gravenhorst, in Straßburg geboren. Wilhelm Wagner widmete sich nach abgelegtem Abitur einem Studium an der Universität Straßburg sowie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, das er 1908 mit dem Erwerb des akademischen Grades eines Dr. rer. nat. abschloss. Während seines Studiums wurde er 1906 Mitglied der Schwarzburgbund-Verbindung Burschenschaft Rheno-Germania Bonn.Hermann Goebel (Hrsg.): Mitgliederverzeichnis des Schwarzburgbundes. 8. Aufl., Frankfurt am Main 1930, S. 145 Nr. 3387. Er bekleidete in der Folge ab 1909 eine Assistenzstelle an der Geologischen Landesanstalt von Elsaß-Lothringen, 1917 erfolgte seine Bestellung zum Landesgeologen. 1922 übernahm er die Stelle des Landesgeologen in Hessen, 1924 habilitierte er sich an der Technischen Universität Darmstadt für Geologie.
Dort wurde ihm 1934 in der Nachfolge von Alexander Steuer der Lehrstuhl für Geologie und technische Gesteinskunde übertragen, den er bis zu seiner Emeritierung 1954 ausfüllte. Gleichzeitig fungierte er auch als Direktor der geologisch-mineralogischen Abteilung des Hessischen Landesmuseums.
Wagner war in seiner Darmstädter Zeit zeitweise Mitglied des Nationalsozialistischen Deutschen Dozentenbundes (NSDDB).
Schriften Geologische Beschreibung der Umgebung von Fladungen vor der Rhön, Dissertation, Königliche Geologische Landesanstalt, 1910 Die Lagerungsverhältnisse am Westufer des Mainzer Beckens bei Kreuznach und die Kochsalzquellen von Bad Kreuznach und Bad Münster am Stein, Darmstadt, 1924 Mit Ernst Kraus: Elsass, Gebrüder Borntraeger, Berlin, 1924 Bodenkarte der Hessischen Weinbaugebiete : [Mit 1 Nebenkarte], Zaberndruck-Verlag, Ph. von Zabern, Mainz, 1928 Der Radiumgehalt und die Radioaktivität der Mineralquellen der Nahetalbäder Bad Kreuznach und Bad Münster am Stein, 1938
Literatur Deutsche Quartärvereinigung: Eiszeitalter und Gegenwart, Bände 22-25, Verlag Hohenlohesche Buchhandlung., 1971, Seite 437. Walther Killy und Rudolf Vierhaus (Hrsg.): Deutsche Biographische Enzyklopädie. Band 10, K.G. Saur Verlag GmbH & Co. KG, München, 1996, ISBN 3-598-23163-6. Seite 290. Melanie Hanel: Normalität unter Ausnahmebedingungen. Die TH Darmstadt im Nationalsozialismus, Darmstadt 2014.
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Einzelnachweise
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