mini|Der Kupferstich Brauttafel von Frans Hogenberg. Der Kupferstich Brauttafel des Kupferstechers Frans Hogenberg wurde anlässlich der Hochzeit des Erbprinzen Johann Wilhelm mit Jakobe von Baden-Baden in Düsseldorf im Jahre 1585 geschaffen und zeigt die Brauttafel. Es wurde von dem Hofjuristen und bergischen Landschreiber Diederich Graminaeus in dem Band „Beschreibung derer Fürstlicher Gülig’scher Hochzeit, so im jahr Christi tausent fünfhundert achtzig fünff, am sechszehenden Junij und nechstfolgenden acht tagen, zu Düsseldorff mit grossen freuden, Fürstlichen Triumph und herrligkeit gehalten worden“ in Köln 1587 veröffentlicht.
Beschreibungen Georg Spickhoff Spickhoff beschreibt eingehend den Kupferstich. So war der Boden des Festsaals mit Blumen bestreut und dessen Wände waren mit Bildteppichen geschmückt. Thema der Wandteppiche war die Apostelgeschichte des Lukas mit dem Leben und Wirken des Apostels Paulus: Darunter die Geschichte, als in Lystra Paulus und Barnabas für Götter gehalten wurden (Apg 15,1–35), weiter die Geschichte, als der galiläische König Agrippa Paulus als Gefangenen nach Rom schickte (Apg 27,1-28,31). Ebenso werden die Hochzeitsgäste an der Tafel beschrieben, neben der Braut und dem Bräutigam den Vertreter des Kaisers, und Gesandten aus Herzogs von Parma, Niederlanden, Bayern, Köln, Trier und Mainz. Weiter beschreibt er die in der Mitte befindliche Gruppe, die die Gerichte zur Tafel bringt. Die Gruppe besteht aus einer Reihe von Edelleuten, darunter dem Herrn von Hatzfeld-Wildenburg, Ahne der Herren von Nesselrode. Sie werden von dem Zeremonienmeister geleitet, der sie zur Tafel führt. Die Adligen durften zuvor die Gerichte an den Saaltüren abholen und tragen sie durch den Raum. An der Tafel angekommen, durften sie die Speisen den Dienern des Hofes an der Tafel überreichen. Im Vordergrund befinden sich die Fanfarenbläser und Pauker, Musiker und Sänger, darunter bedeutende Musiker aus Lüttich und Köln:
Diederich Graminaeus Gramineus beschreibt in seinem Werk, die Brauttafel:
Unterhalb der Bildtafel schrieb Diederich Graminaeus: Da sich der tag geneigt zur nacht Auch die betefelung schon vollnbracht, Mitt zulag und Ehelicher pflicht und köstlich alles zugericht Braudt und Breudegam erscheinen Die ganze freudtschaft ins […] Gehen zu Tisch und abend […] Thun aller traurigkeit vergessen, Angetragen mitt großer pracht daß köstligst bis in die nacht, und volendet das abent essen, Ist Gottes lob doch nitt vergesßen.
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Einzelnachweise
Weblinks
Literatur Diederich Graminaeus: Beschreibung derer Fürstlicher Gülig’scher Hochzeit, so im jahr Christi tausent fünfhundert achtzig fünff, am sechszehenden Junij und nechstfolgenden acht tagen, zu Düsseldorff mit grossen freuden, Fürstlichen Triumph und herrligkeit gehalten worden, Köln 1587.
Kategorie:Bildende Kunst (Düsseldorf) Kategorie:Kunstwerk (Grafik) Kategorie:Essen und Trinken (Bildende Kunst) Kategorie:Werk (16. Jahrhundert) Kategorie:Werk über Paulus von Tarsus Kategorie:Essen und Trinken (Christentum) Kategorie:Hochzeit in der Kultur