Franz Koppelhuber (* 1885 in Steyr; † 1965 ebenda) war ein österreichischer Architekt und Bildhauer.
Werk mini|hochkant|Krematorium am Städtischen Urnenfriedhof
In den 1920er Jahren fertigte er gemeinsam mit Hans Pontiller für den Garten des Neuen Herrenhauses im Sensenwerk Schmiedleithen (Gemeinde Grünburg) am Ort mehrere teils figurengezierte Wasserbecken.Eva Berger: Historische Gärten Österreichs. Band 2. Böhlau, Wien 2003, ISBN 3-205-99352-7, S. 172. Er adaptierte 1923 die Steyrer Industriehalle für die vom Verein Arbeiterheim gegründete Volkskino Gesellschaft. Beginn des Kinobetriebs war 1923.Manfred Brandl: Neue Geschichte von Steyr. Ennsthaler 1980, ISBN 3-85068-093-2, S. 141. In den Jahren 1926/27 wurde das Steyrer Krematorium nach seinen Plänen erbaut, Eröffnung war 1927. Im gleichen Jahr errichtete er gemeinsam mit Paul Theer Gebäude für das Strandbad Klagenfurt.woerthersee-architektur.at: Strandbad aufgerufen am 17. November 2015. Sein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges an der Stadtpfarrkirche Steyr wurde 1933 enthüllt, die über den Namenstafeln angebrachte Bronzefigur des Erzengels Michael ist ein Entwurf Josef Franz Riedels,Christina Seidl: Das Kriegerdenkmal an der Stadtpfarrkirche von Steyr. In: Rudolf Koch und Bernhard Prokisch (Hrsg.): Stadtpfarrkirche Steyr. Ennsthaler 1993, ISBN 3-85068-366-4, S. 307ff. die Herstellung übernahm Adolf Wagner von der Mühl (1884–1962).Neue Geschichte von Steyr. S. 74. Im Entwurf Koppelhubers war ursprünglich eine Marienfigur vorgesehen. Seit 1982 erinnert ein vor dem Denkmal aufgestellter Kubus des lokalen Steinmetzes Helmut Buric auch an die Opfer des Zweiten Weltkrieges.Stadtpfarrkirche Steyr, Personenregister: Eintrag Buric, Helmut. Ab 1954 war Koppelhuber Architekt des Zubaus der Petermandlschen Messersammlung an der Südseite des Innerberger Stadels und des Sensenhammers westlich dahinter (Heimathaus Steyr, heute Stadtmuseum Steyr). Dies geschah nach Plänen des Sensengewerken Josef Zeitlinger aus Leonstein, der den Sensenhammer zur Verfügung gestellt hatte. 1957 wurden Sensenhammer und Messersammlung eröffnet.Neue Geschichte von Steyr. S. 246.
Während der Restaurierung und des Umbaus des Innerberger Stadels für die Oberösterreichische Landesausstellung 2021 wurde der Zubau der Petermandlschen Messersammlung (Nagelschmiede-Gebäude) wieder abgerissen.Innerberger Stadl – Restaurierung und Umbau eines Geschichtsspeichers, Abschnitt Restaurierung und Umbau, aufgerufen am 29. Juli 2026
Andenken mini|hochkant|Schild der Franz-Koppelhuber-Straße bei der Einmündung zur Friedhofstraße in Gleink
Im Steyrer Stadtteil Gleink (Banglmayrgründe) wurde 2002 eine Aufschließungsstraße als Franz-Koppelhuber-Straße neu benannt.Neue Straßennamen in Gleink. In: Amtsblatt der Stadt Steyr von Dezember 2002 (45. Jahrgang) S. 6 auf Steyr dahoam. Aufgerufen am 29. Juli 2026
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Einzelnachweise
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