Vernéřov () ist ein Ortsteil der Stadt Aš in Tschechien.

Geographie mini|links|Blick über das Dorf Geographische Lage Vernéřov liegt drei Kilometer östlich von Aš nahe der Grenze zu Deutschland und gehört zum Okres Cheb. Die Ortslage befindet sich am linken Ufer der Weißen Elster im Elstergebirge. Nördlich erhebt sich die Vyhlídka (Leitenberg, 678 m), östlich der Stráž (Wachtberg, 716 m), südöstlich der Záhoř (744 m), im Westen der Skřivánčí vrch (Lerchenberg, 736 m) und nordwestlich der Háj (Hainberg, 757 m). Dreieinhalb Kilometer südöstlich entspringt die Weiße Elster. Nachbargemeinden Nachbarorte sind Dolní Paseky im Norden, Gürth und Kleedorf im Nordosten, Horní Paseky, Röthenbach und Bad Brambach im Osten, Hohendorf, Bärendorf und Výhledy im Südosten, Nebesa im Süden, Mokřiny im Südwesten, Aš im Westen sowie Mikulov, Krásná und Marak im Nordwesten.

Geschichte Der Ort wird 1392 als Wernhersrewt erstmals urkundlich erwähnt. Die Familie von Zedtwitz als Besitzer des Ortes stritt sich mit den Egerer Bürgern um die Verarbeitung von Zinn. Der Abbau von Zinnerz spielte auch in den späteren Jahrhunderten eine wichtige Rolle.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstand südöstlich des Dorfes die Kolonie Rodenbach, die auch Salerberg genannt wurde und später mit Wernersreuth verschmolz.

Die Gemeinde gehörte während der Habsburgermonarchie zum Gerichtsbezirk Asch bzw. Bezirk Asch. Zum Jahresanfang 1976 erfolgte die Eingemeindung nach Aš.

In Vernéřov befinden sich ein Denkmal des Ersten Weltkrieges, ein Schulgebäude und die Petersquelle.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohnerzahl1869 10911880 10611890 10201900 10711910 1257 Jahr Einwohnerzahl1921 10581930 11511950 2251961 1861970 141 Jahr Einwohnerzahl1980 1171991 1042001 1062011 123

Sehenswürdigkeit Östlich des Dorfes befindet sich mit den Vernéřovské doly (Wernersreuther Gruben) ein 1999 als solches ausgewiesenes Naturdenkmal der Tschechischen Republik. Dabei handelt es sich um die Abraumhalde eines alten Bergwerks mit einer Ader aus Quarz, Amblygonit und Mikroklin mit Vorkommen von Lithium- und Zinnerzen. Die Hauptader hat eine Mächtigkeit von 50 bis 70 cm und eine Gesamtlänge von etwa 1 km. Geologische Erkundungen in den Jahren 1954 bis 1958 führten zu dem Ergebnis, dass ein weiterer Abbau unwirtschaftlich sei.

Söhne und Töchter des Ortes Emil Baumgärtel (1885–1939), österreichischer Politiker

Literatur Magdalena Šmrhová: Asch und Umgebung in alten Ansichten. Hosivice 2011, S. 195ff., ISBN 978-80-86914-34-3.

Weblinks

Geschichte bei www.asch-boehmen.de

Einzelnachweise

Kategorie:Ortsteil in Tschechien Kategorie:Ort im böhmischen Vogtland Kategorie:Aš Kategorie:Ersterwähnung 1392 Kategorie:Ehemalige Gemeinde in Tschechien Kategorie:Gemeindeauflösung 1975