miniatur|St. Petrus mini|Der Kirchturm miniatur|Innenansicht von 1897 Die katholische Pfarrkirche St. Petrus ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude in Waltrop, einer Stadt im Kreis Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen).

Geschichte und Architektur miniatur|hochkant=0.5|links|Monstranz Die Gemeinde wurde im 9. oder 10. Jahrhundert als Eigenkirche der Erzbischöfe von Köln gegründet und dann Anfang des 11. Jahrhunderts der Benediktinerabtei Deutz geschenkt. Der Westturm stammt im Kern vom 12. Jahrhundert. Die kurzräumige Hallenkirche wurde um 1500 errichtet. Kreuzrippengewölbe ruhen auf Rundpfeilern und figürlichen Konsolen.

Infolge eines Blitzeinschlages am 28. Mai 1783 geriet der Turm in Brand, die Turmspitze und die Turm stürzten in die Tiefe und die Glocken schmolzen.Karl Jessing: Was alte Dorfquellen erzählen. In: Vestischer Kalender, Jg. 28 (1956), S. 61–64, hier S. 62. Im folgenden Jahr kam der Glockengießer Petit aus Gescher nach Waltrop und goss in einer am Waltroper Stutenteich eigens errichteten Glockenhütte vier neue Glocken. Die feierliche Glockenweihe erfolgte am 14. April 1784. Dazu waren auch die Bewohner der sechs Waltroper Bauerschaften gekommen.Karl Jessing: Was alte Dorfquellen erzählen. In: Vestischer Kalender, Jg. 28 (1956), S. 61–64, hier S. 62–64.

Der alte Chorraum wurde 1891 abgerissen und 1892 wurde mit dem Erweiterungsbau begonnen. Hilger Hertel d. J. erweiterte 1892 die Kirche um einen großen Zentralraum.

Der Turm wurde 1929 aufgestockt, im selben Jahr wurden die Kriegergedächtniskapelle und die Taufkapelle angefügt.

Ausstattung

Ein romanischer Taufstein vom letzten Drittel des 12. Jahrhunderts Eine Halbfigur des Hl. Laurentius aus Holz vom frühen 16. Jahrhundert Eine Hl. Katharina vom Anfang des 16. Jahrhunderts Eine zierliche Monstranz mit Stifterinschrift ist um 1500 entstanden Ein Glöckchen von 1668 Der Westturm trägt vier Bronzeglocken. Neben den beiden Glocken e' und g' von 1784 gibt es auch zwei weitere Glocken a' und c'', gegossen 1969 von Petit & Edelbrock in Gescher.

Orgel mini|Orgel Die Orgel wurde 1984 von der Orgelbaufirma Sauer (Höxter) erbaut. Das Schleifladen-Instrument hat 41 Register auf zwei Manualen und Pedal. Die Spieltrakturen sind mechanisch, die Registertrakturen sind elektrisch.Nähere Informationen zur Orgel

I Hauptwerk C–g3 1. Rohrgedackt 16′ 2. Prinzipal 8′ 3. Hohlflöte 8′ 4. Viola Da Gamba 8′ 5. Oktava 4′ 6. Gedackflöte 4′ 7. Quinte ′ 8. Prinzipal 2′ 9. Cornett V 8′ 10. Mixtur V-VI 2′ 11. Zymbel III ′ 12. Fagott 16′ 13. Trompete 8′ Tremulant Glockenspiel 2′ II Schwellwerk C–g3 14. Flûte Harmonique 8′ 15. Gedackt 8′ 16. Salicional 8′ 17. Vox Coelestis 8′ 18. Prinzipal 4′ 19. Blockflöte 4′ 20. Nasard ′ 21. Waldflöte 2′ 22. Quinte ′ 23. Terzsept II ′ 24. Scharff IV 1′ 25. Dulzian 16′ 26. Hautbois 8′ 27. Vox Humana 8′ 28. Clairon 4′ Tremulant Pedal C–f1 29. Prinzipal 16′ 30. Subbass 16′ 31. Großnasard ′ 32. Praestant 8′ 33. Pommer 8′ 34. Holzoktave 4′ 35. Nachthorn 2′ 36. Hintersatz V ′ 37. Bombarde 32′ 38. Holzposaune 16′ 39. Trompete 8′ 40. Cromone 4′

Literatur Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Nordrhein-Westfalen. Band 2: Westfalen, Deutscher Kunstverlag, München 1969. Hubert Marbach: Geschichte der Pfarrkirche St. Petrus zu Waltrop. In: Heimatverein Waltrop (Hrsg.): Waltrop, Henrichenburg, Horneburg. Heimatverein Waltrop, Waltrop 1974, S. 184–248.

Weblinks

Website der Kirchengemeinde

Einzelnachweise

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