mini|Stepanowa, damals noch Russanowa, bei den Hallenweltmeisterschaften 2012 in Istanbul Julija Igorewna Stepanowa (, engl. Transkription Yuliya Stepanova, geb. Russanowa – – Rusanova; * 3. Juli 1986) ist eine russische Mittelstreckenläuferin, die sich auf die 800-Meter-Distanz spezialisiert hat.

2011 wurde sie bei den Halleneuropameisterschaften 2011 in Paris Dritte und bei den Weltmeisterschaften in Daegu Achte. Bei den Hallenweltmeisterschaften 2012 in Istanbul wurde sie Sechste. 2013 wurden ihr wegen Auffälligkeiten in ihrem biologischen Pass diese und alle anderen Platzierungen seit dem 3. März 2011 aberkannt und eine zweijährige Sperre gegen sie verhängt. . In: Handelsblatt. 26. Februar 2013

Sie ist mit Witali Stepanow, einem ehemaligen Angestellten der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA verheiratet. Beide berichteten 2014 in der ARD-Dokumentation Geheimsache Doping – Wie Russland seine Sieger macht von Hajo Seppelt ausführlich über systematisches Doping im russischen Sport.WDR Presselounge: Geheimsache Doping – Wie Russland seine Sieger macht. 3. Dezember 2014ARD-Doku entlarvt Russlands Sportsystem. In: leichtathletik.de. 3. Dezember 2014

Nach den Dopingberichten verließ das Ehepaar Russland und soll sich in den USA aufhalten.Spiegel Online: IAAF stellt Julija Stepanowa Comeback in Aussicht 23. Juni 2016 Nach der Suspendierung der gesamtrussischen Leichtathletik-Föderation (ARAF) durch den Weltleichtathletikverband (IAAF) trat die IAAF für den Start von Julija Stepanowa bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro unter neutraler Flagge ein.Jens Weinreich: IAAF-Entscheidung: Ein Feiertag für den Sport. Spiegel Online, 17. Juni 2016 Stepanowa durfte bei den Europameisterschaften in Amsterdam starten.Christoph Zöpfl: Julia Stepanowa: Die Überläuferin. OÖN, 8. Juli 2016, abgerufen am 12. Juli 2016. Das IOC lehnte jedoch die aktive Teilnahme Stepanowas an den Olympischen Spielen am 24. Juli 2016 mit dem Verweis auf das durch sie jahrelang betriebene Doping ab und lud sie lediglich als Gast nach Rio ein.Sommerspiele in Rio: Whistleblowerin Stepanowa darf nicht starten, Spiegel Online, 24. Juli 2016, abgerufen am 24. Juli 2016

Stepanowa wurde 2016 mit dem Anti-Doping-Preis der Doping-Opfer-Hilfe ausgezeichnet.Stepanowa erhält Anti-Doping-Preis der Opfer-Hilfe, Augsburger Allgemeine, 19. Juli 2016

Persönliche Bestzeiten 800 m: 1:58,99 min, 23. Juli 2009, Tscheboksary Halle: 1:58,14 min, 17. Februar 2011, Moskau 1000 m: 2:39,81 min, 6. September 2009, Dubnica nad Váhom 1500 m: 4:06,08 min, 26. Juni 2009, Brjansk Halle: 4:16,08 min, 9. Februar 2008, Moskau

Weblinks

Doping-Kronzeugin Stepanowa: „Doper lassen sich besser vermarkten“, Interview mit Michael Reinsch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, 17. Dezember 2014

Fußnoten

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