Adrienne Kennedy (* 13. September 1931 in Pittsburgh, Pennsylvania) ist eine US-amerikanische Autorin und Dramatikerin, die unter anderem dreimal mit dem Obie Award ausgezeichnet wurde. Sie wurde außerdem 2003 für ihr Lebenswerk mit dem Anisfield-Wolf Book Award ausgezeichnet.

Leben Adrienne Kennedy studierte nach dem Schulbesuch Pädagogik an der Ohio State University und schloss dieses Studium mit einem Bachelor of Arts (B.A. Education) ab.

Sie begann Mitte der 1960er mit ihrer literarischen Tätigkeit als Dramatikerin und veröffentlichte mit Funnyhouse of a Negro 1964 ihr Debüttheaterstück, für das sie ihren ersten Obie Award erhielt. Für die beiden Stücke June and Jean in Concert und Sleep Deprivation Chamber wurde sie 1996 erneut mit dem Obie Award geehrt und erhielt darüber hinaus 2008 einen weiteren Obie Award für ihr Lebenswerk. Mit ihrem untraditionellen und unkonventionellen Stil und ihren von eigenen Erfahrungen als Afroamerikanerin handelnden Arbeiten prägte sie die Werke jüngerer afroamerikanischer Autorinnen wie das der Pulitzer-Preisträgerin Suzan-Lori Parks.

Neben ihrer literarischen Tätigkeit war sie auch als Lecturer an der Yale University, Princeton University, University of California, Berkeley und der University of California, Davis tätig. Darüber hinaus war Adrienne Kennedy als Filmproduzentin tätig und produzierte nach der Fernsehserie WLRN Perspectives (2007) und dem Fernsehfilm Muhammad Ali: Made in Miami (2008) zuletzt im Jahr 2011 den Dokumentarfilm Prohibition and the South Florida Connection.

2019 wurde sie in die Anthologie New Daughters of Africa von Margaret Busby aufgenommen.

Veröffentlichungen Dramen 1964: Funnyhouse of a Negro 1965: A Beast’s Story 1965: The Owl Answers 1966: A Rat’s Mass 1967: The Lennon Play: In His Own Write 1968: A Lesson In Dead Language 1969: Boats 1969: Cities in Bezique 1969: Sun 1973: Evening With Dead Essex 1976: A Movie Star Has to Star in Black and White 1980: A Lancashire Lad 1980: Black Children’s Day 1980: Orestes And Electra 1992: Ohio State Murders 1992: The Film Club 1994: She Talks To Beethoven 1996: Sleep Deprivation Chamber 2001: June And Jean In Concert 2008: Mom, How Did You Meet The Beatles?

Sonstige Veröffentlichungen People who led to my plays, 1986 Adrienne Kennedy in one act, 1988 Deadly triplets, 1990 The Alexander plays, 1992 The Adrienne Kennedy reader, 2001

Hintergrundliteratur Philip C. Kolin: Understanding Adrienne Kennedy, 2004, ISBN 1570035792

Weblinks

Veröffentlichungen (openlibrary.org) Eintrag (Complete Guide to Playwrights)

Kategorie:Autor Kategorie:Drama Kategorie:Filmproduzent Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1931 Kategorie:Frau