mini|Wellige Blätter mini|Olearia paniculata Olearia paniculata (Trivialnamen sind englischsprachig: Akiraho, Golden Akeake und in : Akeake) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Olearia innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist in Neuseeland beheimatet.

Beschreibung Olearia paniculata wächst als immergrüner, reich verzweigter Strauch oder kleiner Baum, der Wuchshöhen von bis über 6 Meter und Stammdurchmesser von 15 bis 60 Zentimeter erreichen kann. Die rissige, fransige und bräunlich-graue Borke ist abblätternd. Die eckigen, gerillten Zweige besitzen eine dicht behaarte Rinde.

Die wechselständig an den Zweigen angeordneten, ledrigen, meist stumpfen und ganzrandigen, eiförmigen bis elliptischen Laubblätter sind kurz gestielt. Die Blattränder sind oft deutlich gewellt. Die Blattunterseite ist dicht, filzig mit weißen Härchen bedeckt, die Oberseite ist glatt und glänzend.

Die kleinen, einblütigen Blütenkörbe mit einer ledrigen, röhrigen, drüsig-klebrigen, und fast kahlen Hülle stehen in end- oder achselständigen Schirmrispen. Die duftenden, weißen, zwittrigen und seidig behaarten Röhrenblüten erscheinen im März bis Mai. Die kleinen und behaarten Früchte, Achänen mit Pappus, enthalten einen einzelnen Samen und reifen im April bis Juni.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = ca. 288.

Vorkommen, Standortbedingungen in Kultur und Gefährdung Olearia paniculata ist in Neuseeland auf der Nordinsel südlich des 38. Breitengrades und auf der Südinsel südlich bis Greymouth und Oamaru vom küstennahen Tiefland bis in die subalpine Zone beheimatet.

Olearia paniculata gedeiht auf feuchten, leichten bis schweren, gut entwässerten Böden. Sie toleriert saure, neutrale und basische Böden und kann auch auf stark alkalischem Boden wachsen. Allerdings gedeiht sie am besten auf leichten Lehm oder torfigen Boden. Im Schatten gedeiht sie nicht. Olearia paniculata ist sehr tolerant gegen meeresnahe, salzige und windige Standorte und kann hier als Windbrecher bzw. als Hecke eingesetzt werden. Sie ist nur gegen leichten Frost tolerant. In Großbritannien haben sie sich in milderen, vom maritimen Klima dominierten Gebieten als frosthart erwiesen.

Olearia paniculata ist als „nicht bedroht“ eingestuft.

Vermehrung in Kultur Die Vermehrung erfolgt in gemäßigten Breiten durch Aussaat im Gewächshaus in einem leicht feuchten Substrat oder durch Stecklingsvermehrung.

Taxonomie Das Basionym von Olearia paniculata wurde 1776 in Characteres Generum Plantarum Band 2 Seite 96 von Johann Reinhold Forster und Johann Georg Adam Forster als Shawia paniculata erstbeschrieben. Der Gattungsname ehrt den englischen Geistlichen und Botaniker Thomas Shaw (1693–1751). Die Art wurden dann 1917 von George Claridge Druce in (Report) Botanical Society and Exchange Club of the British Isles Band 4 Supplement 2 Seite 638 als Olearia paniculata in die Gattung Olearia gestellt.

Synonyme für Olearia paniculata sind Shawia paniculata , Eurybia forsteri , Olearia forsteri , Olearia paniculata var. paniculata, Olearia paniculata var. elliptica , Olearia paniculata var. obtusa , Olearia paniculata var. viscosa und Olearia uniflora .

Literatur Thomas Kirk: The Forest Flora of New Zealand. 1889, S. 285 ff, No. 137, online auf biodiversitylibrary.org. H. Suzanne Cubey, James Cullen, Sabina G. Knees: The European Garden Flora. Volume V, Second Edition, Cambridge University Press, 2011, ISBN 978-0-521-76164-2, S. 490 f, 494.

Weblinks

Olearia paniculata bei Trees and Shrubs Online.

Einzelnachweise [ Olearia paniculata], Plants for A Future, abgerufen am 24. Oktober 2011.

Lotte Burkhardt 2022: Eine Enzyklopädie zu eponymischen Pflanzennamen: Von Menschen & ihren Pflanzen – Berlin: Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin. – https://doi.org/10.3372/epolist2022, Berlin 2022.

Kategorie:Astereae (Tribus) Kategorie:Astereae Kategorie:Endemische Pflanze Neuseelands