mini|Shlomit – eine religiöse Gemeinde in Petah Tikva, innerhalb des Regionalrats Eshkol, nahe der ägyptischen Grenze, gegründet 2011 Schlomit () ist eine im Jahr 2011 gegründete Ortschaft der Amana Siedlungsbewegung im Nordwesten der Wüste Negev in Israel. Der Ort hatte Einwohner.

Geographie Schlomit liegt etwa 700 Meter entfernt von der ägyptischen Grenze im Südwesten der Regionalverwaltung Eschkol und etwa zehn Kilometer südlich des Grenzübergangs Kerem Schalom zwischen Israel und dem Gazastreifen. Die Gegend am Rande der Negev wird in Israel als Cholot Chaluza () bezeichnet.

Im September 2011 bestand die Siedlung lediglich aus einigen Wohncontainern, die von sechs ultraorthodoxen Familien und israelischen Soldaten bewohnt waren.„Beschossene Landschaften“ in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 13. September 2011, S. 3, abgerufen am 23. Oktober 2011. Schlomit ist mit den südlicher gelegenen Moschav Naweh und Bnei Netzarim eine der drei Siedlungen des Jüdischen Nationalfonds, in denen Siedler, die 2005 aus dem Gaza-Streifen umgesiedelt wurden, eine neue Heimat gefunden haben. Schlomit zählt zum seit 2007 so genannten Gazagürtel, dem Grenzgebiet entlang der Grünen Linie mit zahlreichen Einschlägen aus dem Gazastreifen, das Israels besonderer steuerlicher Förderung unterliegt.

Sicherheitslage Das Verteidigungsministerium ist mit der Sicherung der Ortschaft beauftragt, deren Kosten die Einwohner jedoch teilweise selbst tragen werden müssen.

Beim Terrorangriff der Hamas auf Israel 2023 konnte am 7. Oktober der Verteidigungstrupp des Ortes die Terroristen abwehren, so dass es keine Opfer unter den Bewohnern gab, allerdings vier gefallene Verteidiger.Herrmann Kuhn; Widu Wittekindt: Die Kibbuzim bei Gaza nach dem Überfall der Hamas. Interview mit Dr. Ruth Eitan, in: Deutsch–Isaraelische Gesellschaft Bremen/Unterweser (Hrsg.): Der Kibbuz. Israels einzigartige Erfindung, Bremen 2024, S. 35–40, S. 35 (Tabelle der Opferzahlen in allen überfallenen Orten nach den Angaben der Regionalverwaltung Eschkol)

Planungen Schlomit soll zukünftig von 500 Familien bewohnt werden. Die Planungen des israelischen Ministeriums für die Entwicklung des Negev und Galiläas und des Regionalverbandes sehen sogar 1.500 Familien vor. Neben Wohnungen und Schulen sind ein Industriegebiet und Ackerbauflächen vorgesehen.

Weblinks Jüdischer Nationalfonds zu den neuen Siedlungen der Jahre 2010/2011 Ilana Curiel: "Zionism overtakes fear on Egypt border", Artikel auf ynetnews vom 31. August 2011 (en.), abgerufen am 23. August 2018

Einzelnachweise

Kategorie:Negev Kategorie:Regionalverband Eschkol Kategorie:Gemeindegründung 2011