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Diese Liste gibt den Fortschreibungsstand vom 21. November 2020 wieder und enthält 59 Baudenkmäler.
Ensembles Ensemble Altstadt Merkendorf mini|300px|Zentrum von Merkendorfweitere Bilder Das Ensemble Altstadt Merkendorf () umfasst die ummauerte spätmittelalterliche Stadtanlage, die ihre entscheidende Formung im 15. Jahrhundert als Eigenstadt des Klosters Heilsbronn und Verwaltungssitz von dessen Propstei Altmühl erhielt. Die Stadtbefestigung mit drei Toren und zahlreichen kleineren Rund- und Rechtecktürmen umschließt eine annähernd rechteckige Fläche, die durchzogen wird von einem unregelmäßigen Gassennetz, das weniger planmäßiger Stadtbaukunst des 15. Jahrhunderts als vielmehr gewachsenen Wegbeziehungen früherer Jahrhunderte entspringt und deutlich einen älteren Ortskern um die Kirche zwischen Oberem Tor und Rathaus erkennen lässt. Das Kloster Heilsbronn hatte systematisch seit dem 13. Jahrhundert alle dort vorhandenen Güter verschiedener Herren aufgekauft.
Auf die vom Oberen zum Unteren Tor ziehende Hauptstraße trifft beim Marktplatz in der Ortsmitte die zum Taschentor führende Adlerstraße. Am Marktplatz liegen, auf ansteigendem Gelände städtebaulich wirkungsvoll angeordnet, die wichtigsten Bauten wie das spätgotische Alte Rathaus, das ehemalige Amtshaus, die ehemalige Zehntscheune und ein Gasthaus. Die Haupt- und Nebengassen der Stadtmitte zeigen annähernd geschlossene, giebel- und traufseitige Bebauung mit meist verputzten Fachwerkteilen, die über großenteils spätmittelalterlichem Kern nach schweren Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg überwiegend im 17. und 18. Jahrhundert erneuert worden sind, Zeugnisse behäbigen ackerbürgerlichen Wohlstandes der Zeit nach der Säkularisation des Klosterstaats, in der Merkendorf einem markgräflich-ansbachischen Stadtvogt unterstand. Neben den Wohnhäusern bestimmen die diesen zugeordneten oft stattlichen Scheunen das Straßenbild.
In der Nähe der Stadtmauer liegen teils eingeschossige Handwerker- und Kleinbauernhäuser, häufig mit spätmittelalterlichem Kern, teils größere Bauernhöfe und ausgedehnte Gärten.
Kriegsverluste des Zweiten Weltkriegs und der nachfolgende, bis 1958 abgeschlossene rekonstruierende Wiederaufbau einzelner Anwesen führten zur modernen Fortschreibung des Ortsbildes und stellen die letzte historisch bedeutende Epoche des Ensembles dar. Der von Freiflächen eingefasste Umgriff weiter Strecken der Stadtbefestigung im Westen, Südwesten und Südosten zeigt den ursprünglichen Übergang von der teilweise mit wassergefüllten Gräben versehenen Stadtbefestigung in das flache Land. Aktennummer: E-5-71-177-1.
Stadtbefestigung Die Stadt erhielt 1398 das Befestigungsrecht durch den römisch-deutschen König Wenzel. Die Anlage des Befestigungsrings erfolgte bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts Die Mauern sind in Bruch- und Quadersteinmauerwerk ausgeführt. Aktennummer: D-5-71-177-1.
Beginnend beim Oberen Tor gliedert sich die Stadtbefestigung in folgenden Abschnitte: Oberes Tor bei Hauptstraße 1 (), zweigeschossiges Torhaus mit Mansarddach, im Kern 15. Jahrhundert, Umbau 18. Jahrhundert. Aktennummer: D-5-71-177-17.
Verlauf der Ringmauer vom Oberen Tor zum Taschentor mit zwei Rechtecktürmen mit Spitzhelmen und Halbrundturm mit polygonalem Spitzdach: Stadtmauer und Grabenbereich bei Hauptstraße 3 östlich des oberen Tors () Grabenbereich entlang der Ringstraße von Brauhausstraße 1 () bis Ringstraße 5 () und südlich Ringstraße 5 () Geschlossener Stadtmauerzug vom Oberen Tor zum Taschentor über Brauhausstraße 3 (), 5 (), 7, 9 (), 11 (), Weberstraße 3 (), 5 (), 9, 11 (), 13, 15 (), Adlerstraße 4 () Bei Weberstraße 5 ein rechteckiger Befestigungsturm mit Spitzdach () Bei Weberstraße 15 ein rechteckiger Befestigungsturm mit Spitzdach () Bei Adlerstraße 4 ein Halbrundturm mit polygonalem Spitzdach ()
Taschentor bei Adlerstraße 2 (), zweigeschossiger Torbau mit Walmdach, Umbau 1766, mit spätmittelalterlichem Kern. Aktennummer: D-5-71-177-3.
Verlauf der Ringmauer vom Taschentor zum Unteren Tor mit Rundturm mit polygonalem Spitzdach an der Südostecke und an der Südfront: Stadtmauer und Grabenbereich bei Adlerstraße 1 (), Gerberstraße 3 (), 5 (). Der Graben ist im Süden als Vorderer Stadtgrabenweiher () mit Wasser gefüllt. Wachturm bei Gerberstraße 3 a, Rundturm mit polygonalem Spitzdach () Wachturm bei Gerberstraße 5, Rundturm mit polygonalem Spitzdach ()
Unteres Tor bei Hauptstraße 30 (), zweigeschossiger Torturm, Walmdach und Laterne, im Kern 15. Jahrhundert, Umbau 1785 (bezeichnet). Brücke (), Natursteinquader, wohl 18. Jahrhundert. Aktennummer: D-5-71-177-34.
Verlauf der Ringmauer vom Unteren zum Oberen Tor mit kleinem Rundturm mit polygonalem Spitzdach an der Südfront, gerundetem Eckturm mit Spitzdach an der Südwestecke, Turmstumpf im Mauerverlauf, quadratischem Eckturm mit Spitzhelm an der Nordwestecke: Geschlossener Stadtmauerzug und Grabenbereich bei Hauptstraße 28 (), Schulstraße 22 () (), 20 (), 16 (), 14 (), 10 (), 4 (), 2 (), Hauptstraße 2 () Wachturm bei Schulstraße 24 (), kleiner Rundturm mit polygonalem Spitzdach Wachturm bei Schulstraße 22 (), gerundeter Eckturm mit Spitzdach Wachturm bei Schulstraße 4 (), quadratischer Eckturm mit Spitzhelm
Baudenkmäler nach Gemeindeteilen Merkendorf Die Straßen sind im Folgenden von Norden nach Süden angeordnet
Dürrnhof
Gerbersdorf
Großbreitenbronn
Hirschlach
Kleinbreitenbronn
Neuses
Ehemalige Baudenkmäler
Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Merkendorf (Mittelfranken)
Anmerkungen
Literatur
Weblinks
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