Hermann Mayer-Falkow (* 16. März 1897 in Straßburg als Hermann MayerReichsfilmkammerakte auf Deutsche Digitale Bibliothek; abgerufen am 12. Januar 2024; † 1. August 1963;Piet Hein Honig, Hanns-Georg Rodek: 100001. Die Showbusiness-Enzyklopädie des 20. Jahrhunderts. Showbiz-Data-Verlag, Villingen-Schwenningen 1992, , S. 638. auch als Hermann Meyer-Falkow geführt) war ein deutscher Schauspieler, Theaterregisseur und Operettensänger.

Leben Hermann Mayer-Falkow war Sohn des Regierungsrates Hermann Mayer und seiner Ehefrau Martha. Nach dem Studium am Konservatorium in Straßburg und an Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt am Main erhielt er erste Rollen am Neuen Operetten-Theater (Frankfurt am Main). Es schlossen sich Engagements an Bühnen in Remscheid, Herford, Bamberg und dem Theater am Gärtnerplatz in München an. Im Jahr 1932 wurde er Verwaltungsdirektor am Schloßparktheater in Berlin. Ab 1945 war Hermann Mayer-Falkow Mitglied des Ensembles der Volksbühne Berlin. So ist für die Spielzeit 1960/1961 ein Auftritt in dem Einakter Der gemütliche Kommissar von Georges Courteline in einer Inszenierung von Franz Kutschera verzeichnet. auf volksbuehne-berlin.de; abgerufen am 2. Januar 2015

Ab dem Jahr 1928 wirkte er in verschiedenen Filmproduktionen überwiegend in Nebenrollen mit. Darunter befanden sich die Unterhaltungsfilme Die Czardasfürstin von Georg Jacoby mit Marta Eggerth und Hans Söhnker und Kora Terry ebenfalls in der Regie von Georg Jacoby mit Marika Rökk, Will Quadflieg und Josef Sieber. Er spielte aber auch in den nationalsozialistischen Propagandafilmen Spähtrupp Hallgarten und Drei Unteroffiziere, wobei letzterer heute als Vorbehaltsfilm in Deutschland nur noch unter strengen Voraussetzungen aufgeführt werden kann. Ab 1953 war Mayer-Falkow in einigen Spielfilmen der DEFA, wie Die Unbesiegbaren von Arthur Pohl mit Willy A. Kleinau, Werner Peters und Erwin Geschonneck und 1956 in der Politsatire Der Hauptmann von Köln von Slatan Dudow mit Rolf Ludwig, Erwin Geschonneck und Christel Bodenstein, zu sehen. Seine letzte Rolle in einem Spielfilm verkörperte er 1957 in Betrogen bis zum jüngsten Tag in der Regie von Kurt Jung-Alsen mit Rudolf Ulrich, Wolfgang Kieling und Renate Küster. auf defa-sternstunden.de; abgerufen am 31. Juli 2016 Letztmals trat er in der Fernsehserie Es geschah in Berlin auf, deren Auftaktfolge Trickbetrüger Tubatzki 1963 gedreht und 1965 ausgestrahlt wurde.

Hermann Mayer-Falkow sprach im Jahr 1953 auch in der Hörspielproduktion des Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR) Es wurde dunkel vor dem Abend mit Tilly Lauenstein, Fritz Tillmann und Erich Schellow.Es wurde dunkel vor dem Abend auf ARD-Hörspieldatenbank; abgerufen am 16. Juli 2015 Er betätigte sich zudem als Synchronsprecher. So konnte man ihn 1956 in der Produktion der Walt-Disney-Studios Susi und Strolch als deutsche Stimme hören.; abgerufen am 18. Oktober 2011

Hermann Mayer-Falkow war mit der Schauspielerin und Operettensängerin Betty Sedlmayr verheiratet.

Filmografie 1928: Der Kampf ums Matterhorn 1934: Ein Mädchen mit Prokura 1934: Ich sing’ mich in dein Herz hinein 1934: Die Czardasfürstin 1934: Regine 1934: Der Herr Senator. Die fliegende Ahnfrau 1934: Petersburger Nächte. Walzer an der Newa 1935: Winternachtstraum 1935: Alles um eine Frau 1935: Knock out 1935: Endstation 1935: Liebesleute 1935: Liebeslied 1935: Der höhere Befehl 1936: Bezirksvertreter gesucht (Kurzfilm) 1936: Ein seltsamer Gast 1936: Wochenendzauber (Kurzfilm) 1936: Boccaccio 1936: Glückskinder 1936: Port Arthur 1936: Es geht um mein Leben 1937: Jüngens riecht Lunte 1937: Und du mein Schatz fährst mit 1937: Menschen ohne Vaterland 1937: Die Kronzeugin 1937: Mein Sohn, der Herr Minister 1937: Das Wiener Modell 1937: Unter Ausschluß der Öffentlichkeit 1937: Das Quartett (Kurzfilm) 1937: Bluff 1937: Daphne und der Diplomat 1938: Der Fünfzigmarkschein (Kurzfilm) 1938: Das große Abenteuer 1938: Am seidenen Faden 1938: Nanon 1938: Schüsse in Kabine 7 1938: Kleiner Mann – ganz groß 1938: Das Mädchen von gestern Nacht 1938: Rote Orchideen 1938: Das Verlegenheitskind 1939: Ich verweigere die Aussage 1939: Drei Unteroffiziere 1939: Ich bin gleich wieder da 1939: Umwege zum Glück 1939: Die Geliebte 1939: Flucht ins Dunkel 1939: Heimatland 1939: Zwölf Minuten nach Zwölf 1939: Kongo-Express 1940: Mein Mann darf es nicht wissen 1940: Falschmünzer 1940: Links der Isar – rechts der Spree 1940: Kora Terry 1940: Der Kleinstadtpoet 1940/42: Der große König 1941: Spähtrupp Hallgarten 1942: Der 5. Juni 1952: Frauenschicksale 1953: Die Unbesiegbaren 1954: Carola Lamberti – Eine vom Zirkus 1956: Der Hauptmann von Köln 1957: Betrogen bis zum jüngsten Tag 1963: Die Laubenpieper (Fernsehserie) – 5 Folgen als Gustav Kuhlbars 1965: Es geschah in Berlin – Trickbetrüger Tubatzki (Fernsehserie)

Theater 1960: Georges Courteline: Der gemütliche Kommissar – Regie: Franz Kutschera (Volksbühne Berlin – Theater im 3. Stock)

Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 2: Hed–Peis. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 1100–1101.

Weblinks

Hermann Mayer-Falkow in der Synchrondatenbank von Arne Kaul

Einzelnachweise

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