Arthur Hiller (* 17. Dezember 1878 in Königsberg; † 1. Dezember 1949 in Sucre, Bolivien) war ein deutsch-jüdischer Arzt.

Leben Er studierte Medizin an der Albertus-Universität Königsberg. Nach der Promotion und Fachausbildung ließ er sich als Orthopäde in Königsberg nieder.Robert Albinus: Königsberg-Lexikon. Stadt und Umgebung. Sonderausgabe. Flechsig, Würzburg 2002, ISBN 3-88189-441-1.

Als Oberstabsarzt wurde er 1914 bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges Leiter des Königsberger Garnisonlazaretts.

In der Zeit des Nationalsozialismus gab er 1937 seine Arztpraxis auf und emigrierte im Januar 1938 nach Paris, 1939 von dort nach Bolivien, wo er in abgelegenen Provinzen bis zu seinem Tod arbeitete. Er wurde auf dem jüdischen Friedhof in Sucre begraben.

Die Familie zog nach Santa Cruz de la Sierra, wo der Sohn Hanns Hiller ein Waisenhaus gründete und Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland wurde.

Literatur Julius H. Krizsan: Fluchtziel Bolivien 1933–1945. Eine Materialsammlung. Grin, München 2009, ISBN 978-3-640-35334-7, Digitalisat.

Einzelnachweise

Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus Kategorie:Person (Judentum) Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Sanitätsoffizier (Preußen) Kategorie:Person (Königsberg, Preußen) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1878 Kategorie:Gestorben 1949 Kategorie:Mann