Peenehagen ist der Name einer Gemeinde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland), die zum 1. Januar 2012 aus dem Zusammenschluss der Gemeinden Groß Gievitz, Hinrichshagen und Lansen-Schönau entstanden ist.Statistisches Bundesamt Die Gemeinde wird vom Amt Seenlandschaft Waren mit Sitz in der Stadt Waren (Müritz) verwaltet.
Geografie Die Gemeinde liegt in der Mecklenburgischen Seenplatte in dem waldreichen hügeligen Gebiet nördlich der Stadt Waren (Müritz) und westlich des Torgelower Sees. Namengebend ist die Ostpeene, die im Gemeindegebiet aus dem Torgelower See austritt.
Zur Gemeinde Peenehagen gehören die Ortsteile Alt Schönau, Carlsruh, Forsthof, Groß Gievitz, Hinrichshagen, Johannshof, Klein Gievitz, Lansen, Levenstorf, Minenhof, Neu Schönau, Schwarzenhof und Sorgenlos.
Geschichte Alt Schönau wurde erstmals 1230 als Schonowhage in einer Besitzurkunde aufgeführt. Die Feldsteinkirche mit Giebeln aus Backstein stammt aus dem 14. Jahrhundert. Das Gutshaus Alt Schönau wurde Ende des 18. Jahrhunderts erbaut.
Groß Gievitz ist vermutlich im 13. Jahrhundert gegründet und wurde 1316 erstmals erwähnt. Es erlangte Bedeutung als Handwerkerdorf und besaß bis 1848 die Marktgerechtigkeit.
Hinrichshagen war in der Bronzezeit besiedelt. 1311 wurde der Ort erstmals erwähnt.
Lansen-Schönau entstand 2005 durch einen Zusammenschluss von Alt Schönau und Lansen. Die Dorfkirche Lansen, ein Backsteinbau mit Dreiachtel-Chor, entstand im Kern um 1400 mit Ergänzungen im 17. Jahrhundert. Das Gut Lansen besaßen die Familien von Meyenn (bis 1793), von Randow und von Hahn (1798–1932); es wurde dann aufgesiedelt.
Sorgenlos: Bis 1855 war Sorgenlos eine Meierei des Gutes Deven. Besitzer war u. a. seit 1870 die Familie Canel. Das sanierte, historisierende Gutshaus stammt von um 1900 und ist seit 1945 ein Wohnhaus.
Politik Gemeindevertretung und Bürgermeister Der Gemeinderat besteht (inkl. Bürgermeisterin) aus 10 Mitgliedern. Die Wahl zum Gemeinderat am 26. Mai 2019 hatte folgende ErgebnisseZweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg(ZKO):
Partei/Bewerber Prozent Sitze CDU50,806 Einzelbewerber Maiweg14,541 AfD8,161 Einzelbewerber Garmshausen6,721 Einzelbewerberin Möller6,671
Bürgermeisterin der Gemeinde ist Christiane Haack, sie wurde mit 68,04 % der Stimmen gewählt.Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg(ZKO)
Wappen, Flagge, Dienstsiegel Die Gemeinde verfügt über kein amtlich genehmigtes Hoheitszeichen, weder Wappen noch Flagge. Als Dienstsiegel wird das kleine Landessiegel mit dem Wappenbild des Landesteils Mecklenburg geführt. Es zeigt einen hersehenden Stierkopf mit abgerissenem Halsfell und Krone und der Umschrift „GEMEINDE PEENEHAGEN • LANDKREIS MECKLENBURGISCHE SEENPLATTE“.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Gutshaus Alt Schönau Frühgotische Feldsteinkirche in Alt Schönau Barockes Gutshaus in Groß Gievitz aus dem 17. Jahrhundert Barocker Marstall in Groß Gievitz aus dem 17. Jahrhundert Frühgotische Dorfkirche Groß Gievitz aus dem 13. Jahrhundert Neogotische Kapelle der Familie von Voss in Groß Gievitz Gotische Dorfkirche Lansen von um 1400 aus Backstein mit freistehendem hölzernem Glockenstuhl Gutshaus Sorgenlos, ein sanierter, historisierender, zweigeschossiger Putzbau von um 1900 mit Mansarddach und mittigem Treppenturm; Turmhelm mit Glockenhaube und Laterne
Infrastruktur Durch das Gemeindegebiet führt die stillgelegte Bahnstrecke Waren–Malchin.
Persönlichkeiten (alphabetisch) Günther Freiherr von Hammerstein-Equord (1877–1965), deutscher Offizier, zuletzt Generalleutnant im Zweiten Weltkrieg Max Rudeloff (1857–1929), deutscher Ingenieur, Professor des Materialprüfungswesens und Direktor des Königlichen Materialprüfungsamtes Berlin Gertraud Wendlandt (1951–2023), Bildhauerin, lebte ab 1995 in Lansen-Schönau
Weblinks
Nachweise
Kategorie:Gemeindegründung 2012