mini|hochkant=0.7|Görlitzer Stadtwappen

In der Liste sind die Brunnen, Denkmale und Skulpturen der Stadt Görlitz aufgeführt. Görlitz ist die Kreisstadt des Landkreises Görlitz in der östlichen Oberlausitz. Die Liste führt die öffentlich zugänglichen Brunnenanlagen, Denkmale und Skulpturen auf dem gesamten Stadtgebiet auf. Als Denkmale und Skulpturen im Sinne der Liste gelten Denkmale im engeren Sinne, d. h. Statuen, Standbilder, Ehrenmale und Gedenktafeln, die für bestimmte Personen oder Ereignisse errichtet wurden sowie künstlerisch gestaltete Figuren und Plastiken, die sich im öffentlich zugänglichen Raum befinden. Die Liste enthält somit keine Gebäude, die als Denkmal im weiteren Sinne eingestuft sind, sowie deren Figurenschmuck. Auch Grabmale einzelner Persönlichkeiten auf Görlitzer Friedhöfen werden in der Liste nicht aufgeführt. Nicht mehr existierende Denkmale sind in einer eigenen Tabelle aufgeführt. Die weiterführende Liste der Kulturdenkmale in Görlitz verzeichnet alle behördlich als Kulturdenkmal eingestuften, schützenswerten Objekte.

Hinweise zu den Angaben in den Tabellen Die Spalte Name enthält die Bezeichnung des Brunnens, Denkmals oder der Skulptur. Sie ist sortierbar. Als Standort bzw. Letzter Standort ist der aktuelle Aufstellungsort bzw. letzte bekannte Standort angegeben. Es sind in der Regel Straßen- oder Platznamen angegeben. Zu Orientierung dienen aber auch markante Bezugspunkte. Die Spalte ist sortierbar. In der Spalte Beschreibung und Anmerkungen zur Geschichte sind eine Umschreibung, gegebenenfalls auch das Material und Angaben zu Geschichte angegeben. In der Spalte Künstler ist, falls bekannt, der Künstler genannt, der den Brunnen, das Denkmal oder die Skulptur schuf. Die Spalte ist nach den Nachnamen sortierbar. In den Spalten Jahr der Aufstellung bzw. Jahr der Entfernung wird, falls bekannt, das Jahr der ersten Aufstellung bzw. der Errichtung bzw. der Entfernung genannt. In der Spalte Jahr der Entfernung gibt der Bindestrich („–“) Denkmale an, die noch heute existieren, sich jedoch auf dem heutigen Stadtgebiet von Zgorzelec befinden. Die Spalten sind sortierbar.

Liste der Brunnen, Denkmale und Skulpturen

Name Standort Beschreibung und Anmerkungen zur Geschichte Künstler Jahr der Aufstellung Bild Denkmal 670 Jahre Deutsch Ossig Weinhübler Seeweg, vor dem Deutsch Ossiger Gut Die Aufschrift auf dem Findling lautet: „Deutsch-Ossig 670 Jahre“. Oberhalb der Inschrift ist die alte Dorfkirche, die heute im Stadtteil Königshufen steht, in Reliefform abgebildet. 2005 100x100px|Denkmal 670 Jahre Deutsch Ossig Denkmal 700 Jahre Tauchritz Berzdorfer Straße, nordöstlich des Wasserschlosses Die Aufschrift auf der Blechtafel am Findling lautet: „700 Jahre Tauchritz 1306–2006“. – 2006 100x100px|Denkmal 700 Jahre Tauchritz Akkordeonspieler Anton-Saefkow-Straße, Ecke Landheimstraße Das Denkmal aus stahlbewehrtem Beton zeigt einen Akkordeonspieler. 1963 100x100px|Akkordeonspieler Gedenktafel Ernst Moritz Arndt Langenstraße 41 Die Gedenktafel erinnert an den Aufenthalt von Ernst Moritz Arndt in Görlitz. Die Inschrift lautet: „In diesem ehemals v. Schrickell’schen Hause weilte E. M. Arndt am 25. Oktober 1813“ – 100x100px|Gedenktafel Ernst Moritz Arndt Gedenktafel Herbert Balzer James-von-Moltke-Straße 7 Die Inschrift auf der Gedenktafel für Herbert Balzer lautet: „Herbert-Balzer-Straße. Herbert Balzer. Geb. am 27 . 12.1897. Funktionär der KPD im Görlitzer Gebiet. Antifaschistischer Widerstandskämpfer. Im April 1945 von der SS ermordet.“ – 100x100px|Gedenktafel Herbert Balzer Basaltsäule Platz des 17. Juni, vor dem Humboldthaus Die Basaltsäule stammt aus Dittelsdorf bei Hirschfelde und ist ca. 30 Millionen Jahre alt. Sie ist Eigentum des Senckenberg Museums für Naturkunde in Görlitz. – 1998 100x100px|Basaltsäule Denkmal für die Opfer des Konzentrationslagers Biesnitzer Grund Biesnitzer Straße, Jüdischer Friedhof Am südlichen Rand des jüdischen Friedhofs befindet sich am Ende einer Rasenfläche das Denkmal für 323 auf dem Friedhof bestattete Opfer des KZ-Außenlagers Görlitz (im Volksmund oftmals KZ Biesnitzer Grund genannt). Auf dem Denkmal in Form eines vierseitigen Obelisken ruht ein roter Davidstern. Auf der Frontseite oberhalb der Inschrift befindet sich ein auf dem Kopf stehendes rotes Dreieck, das der Häftlingskennzeichnung politisch Gefangener nachempfunden ist. Die ebenfalls rötliche Inschrift lautet wie folgt: „Hier ruhen 323 ermordete Kameraden, die im Konzentrationslager Biesnitzer Grund Görlitz in den Jahren 1943–1945 der Hitler-Tyrannei zum Opfer fielen. Wir werden sie nie vergessen, indem wir für den Frieden kämpfen! Die Bürger der Stadt Görlitz“. 1951 100x100px|Denkmal für die Opfer des Konzentrationslagers Biesnitzer Grund Pionierehrenmal Biesnitzer Grund Fröbelstraße Schüler und Lehrer stellten das Pionierehrenmal im Gedenken an die Opfer des KZ-Außenlagers Görlitz an einer Stelle auf, an der die Inhaftierten täglich auf dem Weg zur Arbeit vorbeimarschierten. Das rote Dreieck ist der Häftlingskennzeichnung politisch Gefangener nachempfunden. Bis zur Wende fanden an dem Mahnmal Appelle und Gedenkveranstaltungen statt, bei denen auch ein Feuer in der Schale auf dem Denkmal entzündet wurde. Die Feuerschale wurde mittlerweile entfernt. Im Jahr 2003 – zum 100-jährigen Bestehen der Melanchthonschule – wurde das Denkmal auf Initiative der Schule gesäubert und restauriert. 1959 100x100px|Pionierehrenmal Biesnitzer Grund Bismarckturm Landeskrone,Südgipfel Der 13 Meter hohe Bismarckturm steht auf einem acht mal acht Meter großen Sockel und erinnert an den Reichskanzler Otto von Bismarck. Ähnliche Denkmale wurden dem Kanzler in ganz Deutschland nach dem aus einem Architekturwettbewerb hervorgegangenen Typenentwurf „Götterdämmerung“ des Architekten Wilhelm Kreis in unterschiedlicher Größe und verschiedenen Materialien erbaut. Die Kosten in Höhe von 20.000 Mark wurden durch Spenden aufgebracht. Die flankierenden vier Säulen tragen oben eine Feuerschale. Im Innern führt ein gemauerter Schacht mit Steigeisen durch ein Mannloch hinauf zur Feuerschale. Den zwischen den Säulen zurückgesetzten ebenen Mauerspiegel auf der Ostseite ziert ein Relief des Reichsadlers. 1901 100x100px|Bismarckturm Blechner Brüderstraße, Einmündung Schwarze Straße Die Figur aus Blechteilen wurde einst als Werbefigur für die Gaststätte Glashaus in der Schwarzen Straße aufgestellt. Nach der Schließung des Glashauses dient sie einem anderen Restaurant auf der Schwarzen Straße als Werbeträger. Der Name des Metallskeletts ergab sich bei einer Umfrage in der lokalen Zeitung und ist eine Anspielung auf den damaligen Görlitzer Oberbürgermeister Matthias Lechner. ≈ 1993 100x100px|Blechner weitere Bilder Jakob-Böhme-Denkmal Park des Friedens Das Denkmal wurde ursprünglich 1898 als Brunnenanlage an der Reichenberger Brücke (heute: Stadtbrücke) zum Gedenken an den Görlitzer Philosophen Jakob Böhme aufgestellt. Nach der Grenzziehung infolge des Zweiten Weltkrieges entlang der Lausitzer Neiße entstanden in den 1970er Jahren Grenzanlagen vor der Stadtbrücke und das Denkmal musste weichen. So wurde es 1972 in den Park des Friedens umgesetzt. Seitdem ist der Brunnen jedoch nicht mehr in Betrieb.