August George „Gus“ Desch (* 12. Dezember 1898 in Newark, New Jersey; † 14. November 1964 in Evanston, Illinois) war ein US-amerikanischer Hürdenläufer, dessen Spezialdisziplin die 400-Meter-Distanz war.
Im Jahr 1920 qualifizierte er sich als Dritter der Landesmeisterschaften, die zugleich als Ausscheidungswettkämpfe fungierten, für die Olympischen Spiele in Antwerpen. Dort war er im Vor- und im Halbfinallauf über 400 Meter Hürden mit 57,6 bzw. 55,4 s siegreich. Im Finale wurde er mit einer erneuten Steigerung auf 54,7 s Dritter und gewann Bronze hinter seinen Landsleuten Frank Loomis (Gold in der Weltrekordzeit von 54,0 s) und John Norton (Silber in 54,6 s). Gestoppt wurde jedoch nur der Sieger; alle übrigen Zeiten wurden lediglich geschätzt. Desch hatte etwa fünf Meter Rückstand auf Loomis.
Im Jahr 1921 gewann er zwei Meisterschaften: Landesmeisterschaft über 440 yds in 53,4 Sekunden – diese Zeit wäre amerikanischer Rekord und Weltrekord über die zwei m kürzere 400-m-Hürden-Distanz gewesen, wurde jedoch nicht anerkannt, da Desch eine Hürde umgestoßen hatte. Dies war nach den damaligen Regeln nicht erlaubt. Hochschulmeisterschaft (NCAA) über 220 yds Hürden in 24,8 Sekunden.
August Desch war 1,70 m groß, wog 61 kg und startete für die University of Notre Dame. Nach Beendigung seiner leichtathletischen Karriere arbeitete er als Football-Trainer.
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