J. Edgar ist ein US-amerikanischer Spielfilm von Clint Eastwood aus dem Jahr 2011. Es handelt sich um eine Filmbiografie über J. Edgar Hoover, den ersten Direktor des FBI. Der Film eröffnete das 25. AFI Fest 2011 in Los Angeles am 3. November 2011 und kam am 9. November 2011 in den Vereinigten Staaten in die Kinos. Der Filmstart in Deutschland war am 19. Januar 2012.

Handlung Der Film zeigt in Rückblenden das öffentliche und private Leben eines der umstrittensten, mächtigsten und rätselhaftesten Männer seiner Zeit, J. Edgar Hoovers, des Gründers und langjährigen Direktors des FBI.

In den 1960er-Jahren diktiert FBI-Direktor J. Edgar Hoover seine Memoiren. 1919 ist Hoover Mitarbeiter im Justizministerium und Untergebener von A. Mitchell Palmer. Auf diesen wird ein anarchistischer Bombenanschlag verübt. Scharf kritisiert Hoover die Aufklärungsarbeit der Polizei. Als Chef einer neu gegründeten Einheit gegen Radikale setzt Hoover seine Abneigung gegen Anarchisten, Kommunisten und jeden, den er dafür hält, in die Tat um.

Von seiner streng religiösen Mutter geprägt, bittet er die Sekretärin Helen Gandy vorschnell um ihre Hand. Obwohl diese ablehnt, stellt er sie als persönliche Assistentin ein, die ihm jahrzehntelang als rechte Hand dient. Der öffentlich scharf schwulenfeindlich auftretende Hoover engagiert den athletischen Clyde Tolson, mit dem er tägliche Mahlzeiten sowie gemeinsame Urlaube verbringt. Mit diesem pflegt er eine tragische, Jahrzehnte dauernde homosexuelle Beziehung, die gegenüber der Öffentlichkeit jedoch geheim gehalten werden muss. Bei der Entführung des Lindbergh-Babys kann Hoover 1932 den Einfluss seines Ermittlungsbüros nach spektakulären Erfolgen endgültig ausbauen. Im Prozess um die Entführung des Lindbergh-Babys wird der wahrscheinlich unschuldige, deutschstämmige Bruno Richard Hauptmann zum Tode verurteilt. Hoover setzt hohe Anforderungen an die Qualifikation für das FBI um und fördert die wissenschaftliche kriminalistische Arbeitsweise. Er wird als jemand geschildert, der nicht viel von Bürgerrechten hält und ständig daran arbeitet, die Machtbefugnisse gegenüber den Freiheitsrechten auszubauen. Zu den Kennedy-Brüdern John und Robert hat er ein sehr angespanntes Verhältnis.Der Allmächtige hasst Schwule und Muttersöhnchen, Artikel vom 16. November 2011 von Uwe Schmitt auf Welt Online Ebenfalls mit Präsident Nixon ist das Verhältnis sehr angespannt. In den 1960er Jahren unterstellt er der Bürgerrechtsbewegung um Martin Luther King, Jr., den Kommunismus zu fördern. Er plant eine illegale Intrige gegen diesen zu initiieren, was er jedoch nicht in die Tat umsetzt. Nach seinem Tod vernichtet Gandy seine Geheimarchive, damit sie Nixon nicht in die Hände fallen.

Besetzung und Synchronisation Die Film- & Fernseh-Synchron übernahm die deutsche Synchronisation, unter der Leitung von Marianne Groß. +RolleSchauspielerSynchronsprecher J. Edgar HooverLeonardo DiCaprioGerrit Schmidt-FoßClyde TolsonArmie HammerSascha RotermundHelen GandyNaomi WattsClaudia LösslBruno HauptmannDamon HerrimanBenedikt WeberRobert F. KennedyJeffrey DonovanMichael Roll Anna MarieJudi DenchGisela Fritsch Agent SmithEd WestwickStefan GüntherCharles LindberghJosh LucasThomas Nero Wolff General Harlan F. StoneKen HowardHartmut NeugebauerArthur KoehlerStephen RootWalter von HauffAlexander Mitchell PalmerGeoffrey PiersonDieter MemelLela RogersLea ThompsonPetra Einhoff Inspector SchellChristian ClemensonChristoph Jablonka

Rezeption Im Film wird Hoover als homosexuell dargestellt und hat eine jahrzehntelange, heimliche Beziehung mit Clyde Tolson. Die Darstellung von Hoovers Homosexualität spielt eine wichtige Rolle. Das führte in den Vereinigten Staaten zu öffentlichen Diskussionen um Clint Eastwoods Werk.

Kritiken

Auszeichnungen 2011: National Board of Review: Gewinner Top Films 2011: Satellite Awards: Nominiert Bester Hauptdarsteller, für Leonardo DiCaprio 2011: Dallas-Fort Worth Film Critics Association: Nominiert Bester Nebendarsteller, für Armie Hammer 2011: GLAAD Media Awards: Nominiert Outstanding Film – Wide Release 2011: Hollywood Film Festival: Gewinner Produktionsdesigner des Jahres, für James J. Murakami 2012: Broadcast Film Critics Association: Nominiert Bestes Make Up 2012: Broadcast Film Critics Association: Nominiert Bester Schauspieler, für Leonardo DiCaprio 2012: Golden Globe: Nominiert Bester Hauptdarsteller – Drama, für Leonardo DiCaprio 2012: Screen Actors Guild Awards: Nominiert Bester Hauptdarsteller, für Leonardo DiCaprio 2012: Screen Actors Guild Awards: Nominiert Bester Nebendarsteller, für Armie Hammer 2012: AFI Awards: Gewinner Film des Jahres, für Clint Eastwood, Brian Grazer und Ron Howard 2012: Australian Film Institute: Nominiert Bester Schauspieler, für Leonardo DiCaprio 2012: Irish Film and Television Awards: Nominiert Bester internationaler Schauspieler, für Leonardo DiCaprio 2012: Society of Camera Operators: Gewinner Kameramann des Jahres für Stephen S.Campbell

Weblinks

Kritiken zu J. Edgar bei Moviepilot

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2011 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Britischer Film Kategorie:Filmdrama Kategorie:Filmbiografie Kategorie:Clint Eastwood