Neuses (früher auch Neuses (Oberbach)) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Burgoberbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Neuses hat eine Fläche von 1,999 km². Sie ist in 505 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3958,29 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Burgoberbach (zum Teil).
Geografie 0,5 km östlich des Dorfes liegt das Flurgebiet Am Scheffelwasen, dahinter der Steinbachforst. Im Süden liegt das Flurgebiet In der Röthelgasse. Zwei Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Burgoberbach, die eine zur Staatsstraße 2221 im Kernort (1 km nördlich), die andere zur Staatsstraße 2249 beim Gewerbegebiet Kreuzäcker (0,7 km östlich). Weitere Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Dierersdorf (1 km südlich) und zur St 2249 (1 km nordwestlich) zwischen Burgoberbach (1,5 km östlich) und Rauenzell (2,2 km südwestlich).
Geschichte Der Ort lag im Fraischbezirk des Oberamtes Ansbach. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Neuses 19 Untertansfamilien, von denen 15 ansbachisch waren, vier hatten das Hochstift Eichstätt (Stiftskapitel Herrieden: 3, Stadtvogteiamt Herrieden: 1) als Grundherrn.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 774. Laut einer Doublette bei Sp. 772 hatte der Ort nur 10 Untertansfamilien, wovon 4 eichstättisch waren. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.
1806 kam Neuses an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Neuses dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Burgoberbach und der wenig später gegründeten Ruralgemeinde Burgoberbach zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Neuses. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Herrieden zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Herrieden (1919 in Finanzamt Herrieden umbenannt, seit 1929 Finanzamt Ansbach). Spätestens 1846 wurde die Gemeinde Dierersdorf mit Gerersdorf nach Neuses eingemeindet. Ab 1862 gehörte Neuses zum Bezirksamt Feuchtwangen (1939 in Landkreis Feuchtwangen umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Herrieden (1879 in Amtsgericht Herrieden umbenannt), seit 1931 ist das Amtsgericht Ansbach zuständig. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 3,309 km².
Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burgoberbach eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Gemeinde Neuses Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 Einwohner 153 316 301 307 293 293 297 278 290 313 293 307 288 293 270 287 285 287 271 368 381 359 315 366HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 30 56 59 61 60 60 50 53 63 Quelle
Ort Neuses Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2011Einwohner 153 195 165 175 179 184 168 241 185 240 277 312Häuser 30 34 34 34 31 34 37 63 Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach Sommersdorf gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Nikolaus (Burgoberbach) gepfarrt.
Vereine Freiwillige Feuerwehr Neuses Fußballverein Fortuna Neuses Schützenverein Hubertus Neuses
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Burgoberbach) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ansbach) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Ansbach